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01.11.2010 | Originalarbeit | Sonderheft 1/2010

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 1/2010

Antiandrogene Therapie als Teil der Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch im Dunkelfeld

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Sonderheft 1/2010
Autoren:
Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus M. Beier, Till Amelung, Dr. med. Alfred Pauls

Zusammenfassung

Im Jahr 2004 wurde das „Präventionsprojekt Dunkelfeld (PPD)“ am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité initiiert. Ziel war, Männern mit pädophiler Neigung, die bisher noch nicht mit der Justiz in Kontakt gekommen waren, präventive therapeutische Hilfe anzubieten, um zukünftigen sexuellen Kindesmissbrauch zu verhindern.
Erste Ergebnisse bestätigen, dass dieses Hilfsangebot von der Zielgruppe angenommen wird. Dabei spielt neben verhaltenstherapeutischen und speziellen sexualmedizinischen Therapieoptionen (z. B. Einbeziehung von Partnern in die Behandlung) die medikamentöse Reduktion der Androgenwirkung eine große Rolle: Alle Teilnehmer werden zu Beginn des Therapieprogramms sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting über die zur Verfügung stehenden Medikamente zur sexuellen Impulsdämpfung informiert. Zirka ein Fünftel der Betroffenen nutzt diese noch während der einjährigen Therapiephase als zusätzliche Möglichkeit zur Verbesserung der Impulskontrolle. Da es sich bei der Pädophilie um eine lebensüberdauernde, chronische Problematik handelt und nach den bisherigen Erfahrungen im Dunkelfeld kein Zweifel an der hohen Effektivität von antiandrogenen Pharmakotherapien zur Entdynamisierung sexueller Impulse besteht, muss gewährleistet sein, dass die Betroffenen im Bedarfsfall zu jedem Zeitpunkt auf die Medikamente zurückgreifen können, wofür spezielle Anlaufstellen (i. e. sexualmedizinische Ambulanzen) benötigt werden.

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