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Antiarrhythmika werden zukünftig keine Bedeutung in der Therapie des Vorhofflimmerns mehr haben

Pro und Contra

Erschienen in:

Zusammenfassung

Eine frühe Rhythmisierung steht primär im Fokus der aktuellen Vorhofflimmertherapie. Auf Basis aktueller Studien hat die Katheterablation der Pulmonalvenenisolation (PVI) einen festen Platz in der Behandlung des Vorhofflimmerns. Daher sollte dieses Verfahren im Management betroffener Patienten, neben dem ganzheitlichen Therapieansatz mit konsequenter Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren und einer Thromboembolieprophylaxe durch orale Antikoagulanzien, frühzeitig angeboten werden. Antiarrhythmisch wirkende Substanzen können dabei supportiv im Management von Vorhofflimmern eingesetzt werden. Einen wichtigen Stellenwert könnte die pharmakologische Therapie auch perspektivisch in der Behandlung einer dem Phänotyp des Vorhofflimmerns zugrunde liegenden atrialen Kardiomyopathie einnehmen. Ein Verständnis der individuellen atrialen Patientenpathophysiologie mit angepasster Auswahl geeigneter Therapiestrategien von Ablation bis zur pharmakologischen Therapie entscheidet dabei über den resultierenden antiarrhythmischen Erfolg. Die Entscheidung der Therapiestrategie muss jeweils mit dem betroffenen Patienten individuell getroffen werden, indem Vor- und Nachteile beider Optionen ausführlich dargelegt und vorhandene Begleiterkrankungen und Risikofaktoren einbezogen werden. Zudem ist der individuelle Patientenwunsch zu berücksichtigen.

Graphic abstract

Titel
Antiarrhythmika werden zukünftig keine Bedeutung in der Therapie des Vorhofflimmerns mehr haben
Pro und Contra
Verfasst von
Prof. Dr. med. Andreas Metzner
Prof. Dr. med. Constanze Schmidt, FESC, FEHRA
Publikationsdatum
13.11.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Herzschrittmachertherapie + Elektrophysiologie / Ausgabe 4/2024
Print ISSN: 0938-7412
Elektronische ISSN: 1435-1544
DOI
https://doi.org/10.1007/s00399-024-01047-5
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