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Über dieses Buch

Dieses Kitteltaschenbuch vermittelt prägnant und übersichtlich die wichtigsten Fakten für die erfolgreiche Therapie von Infektionen mit multiresistenten Erregern wie MRSA, VRE, MRGN und MDR-TB. Lesen Sie, welche Antibiotika bei welchen Infektionen greifen und wie sich Therapieversagen und Resistenzentwicklungen verhindern lassen. Das Werk wendet sich an alle Ärzte, die Patienten mit Infektionen durch multiresistente Erreger betreuen.

Der Inhalt

Die wichtigsten Antibiotika bei Infektionen durch

multiresistente Staphylococcus aureus (MRSA), wie eitrige Weichteil- und Gewebsinfektionen, Bakteriämien, Endokarditiden, Osteomyelitis, septische Arthritis und ZNS-Infektionenmultiresistente gramnegative Erregern (MRGN)Vancomycin resistente Enterokokken (VRE) „multidrug resistent tuberculosis“ (MDR-TB), wie der MDR/XDR-TBC oder XDR-TB

Plus: Checkliste für das beste Vorgehen im Verdachtsfall und viele Praxistipps

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Leitsätze der Antibiotikatherapie

Sebastian Schulz-Stübner

2. Checkliste MRE-Infektionen

Sebastian Schulz-Stübner

3. Einleitung

Die Grundsätze der Therapie, Therapieüberwachung und Therapiedauer von Infektionen mit MRE unterscheiden sich primär nicht von denen bei Infektionen mit sensiblen Erregern der gleichen Spezies. Allerdings können aufgrund des Resistenzprofils häufig nur so genannte Reserveantibiotika oder ältere, sonst im klinischen Alltag eher selten eingesetzte Substanzen verwendet werden und oft sind auch Kombinationstherapien erforderlich. Daher kommt der Kenntnis der Nebenwirkungsprofile und Interaktionen der eingesetzten Substanzen in Bezug auf die Behandlung von MRE-Infektionen eine besondere Bedeutung zu. Im Folgenden werden die wichtigsten in der Therapie von MRE-Infektionen verwendeten Substanzen daher genauer vorgestellt und therapeutische Konzepte für die verschiedenen MRE und die durch sie hervorgerufenen Infektionen zusammengefasst. Vielfach handelt es sich gezwungenermaßen sowohl bei Indikationen als auch Dosierungen um einen Off-label-Gebrauch der jeweiligen Substanz(en), d. h. der Kliniker muss in jedem Einzelfall über den Einsatz entscheiden und eine entsprechende Dokumentation in der Patientenakte vornehmen.

Sebastian Schulz-Stübner

4. MRSA-Infektionen

Die Auswahl der MRSA-wirksamen Substanz richtet sich nach der Lokalisation der Infektion und der Gewebegängigkeit der Substanz sowie der Verträglichkeit und möglicher Interaktionen sowie bei Langzeittherapienotwendigkeit der Frage der Oralisierbarkeit. Hier kann es sinnvoll sein, zunächst mit einer nur intravenös verfügbaren Substanz zu beginnen und dann später auf eine oral verfügbare andere Substanz umzustellen.

Sebastian Schulz-Stübner, A. Dawson, M. Herrmann

5. VRE-Infektionen

Für die Behandlung von VRE-Infektionen stehen im Wesentlichen Linezolid, Tigecyclin und Daptomycin zur Verfügung. Eine Therapie mit Teicoplanin (ggf. in Kombination) kann in Ausnahmefällen bei VanB-Resistenz erwogen werden, wird aber nicht generell empfohlen, da eine so genannte heterogene Resistenz beschrieben wurde, die zu einem Therapieversagen führen kann oder eine konstitutiv-resistente VanB-Mutante unter Teicoplanin vorliegen kann. In Einzelfällen wurde über die erfolgreiche Therapie mit Chloramphenicol und Tetrazyklin berichtet. Aufgrund der Toxizität von Chloramphenicol und der fehlenden Evidenz ist eine allgemeine Anwendung allerdings nicht empfehlenswert (Mutters 2015).

Sebastian Schulz-Stübner

6. Multiresistente gramnegative Bakterien (MRGN)

Während bei 3-MRGN häufig eine Monotherapie mit einer wirksam getesteten Substanz möglich ist, sollte bei Colistinbehandlung bei 4-MRGN eine Kombinationstherapie erfolgen und die Colistindosierung möglichst an die MHK angepasst werden (Kap. 8).

Sebastian Schulz-Stübner, F. Mattner

7. MDR-Tuberkulose

Nach Empfehlung der WHO sollte zur Therapie der MDR-Tuberkulose Pyrazinamid (PZA) eingesetzt werden, ungeachtet der evtl. In-vitro-Resistenz. Diese Empfehlung ist nicht unkritisch und wird in den deutschen Leitlinien kritisch hinterfragt. Die Stellung des Ethambutol ist nicht sicher, wird aber durch die WHO dem Pyrazinamid als unterlegen eingestuft.

R. Mahlberg

8. Wichtige Substanzen

Der bakterizide Wirkmechanismus von Amikacin beruht auf einer Störung der Proteinbiosynthese am bakteriellen Ribosom durch Interaktion mit der rRNA und nachfolgender Hemmung der Translation in empfindlichen Mikroorganismen.

Sebastian Schulz-Stübner

Backmatter

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