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20.08.2019 | Originalien und Übersichten | Ausgabe 9/2019

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 9/2019

Antibiotika-Verbrauchs-Surveillance nach § 23 Infektionsschutzgesetz – Daten und Erfahrungen aus den Krankenhäusern in Frankfurt am Main, 2012–2017

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 9/2019
Autoren:
Ursel Heudorf, Angelika Hausemann, Katrin Steul
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00103-019-02993-z) enthalten.

Zusammenfassung

Hintergrund

Seit 2011 sind Krankenhäuser in Deutschland gesetzlich verpflichtet, ihren Antibiotikaverbrauch aufzuzeichnen und zu bewerten. In diesem Beitrag wird der Antibiotikaverbrauch in den Frankfurter Kliniken von 2012 bis 2017 im Trend vorgestellt und im Hinblick auf die 2014 formulierten Ziele – verbesserte perioperative Prophylaxe, Verminderung des Verbrauchs an Cefuroxim und Erhöhung des Penicillinverbrauchs bei Reduzierung des Einsatzes von Cephalosporinen (Penicillin/Cephalosporin-Quotient) – diskutiert.

Methoden

Alle Krankenhäuser übermitteln jährlich die DDD (Defined Daily Doses) aller eingesetzten Antibiotikawirkstoffe sowie die Patiententage seit 2012, seit 2013 auch getrennt nach Intensiv- und Normalstationen. Im Gesundheitsamt werden die Summen der verbrauchten Wirkstoffe und der Patiententage sowie die DDD/100 Patiententage für alle Häuser insgesamt und für die einzelnen Häuser im Vergleich mit den anderen berechnet und grafisch aufbereitet.

Ergebnisse

Von 2012 bis 2017 nahm die Anzahl der Patiententage (PT) von 1.592.161 auf 1.615.180 zu, der Gesamtverbrauch an Antibiotika nahm von 1.073.975 DDD (67,5 DDD/100 PT) auf 953.349 DDD (59,0 DDD/100 PT) ab. In allen Kliniken war Cefuroxim der am häufigsten eingesetzte Wirkstoff. Von 2012 bis 2017 wurde der Verbrauch verschiedener Antibiotika gesenkt: Cefuroxim um 34 % (von 250.398 DDD auf 165.160 DDD), Ceftriaxon um 27 %, Ciprofloxacin um 9 % und Levofloxacin um 16 %.

Diskussion

Die im Jahr 2014 formulierten Ziele konnten insgesamt erreicht werden. Zwischen den Häusern waren erhebliche Unterschiede im Antibiotikaverbrauch sowie im Trend erkennbar. Die Befunde werden den Häusern im Vergleich zurückgespiegelt und gemeinsam mit diesen diskutiert, um den sinnvollen Antibiotikaeinsatz weiter zu verbessern.

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