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14.09.2017 | Antikörper | Leitthema | Ausgabe 10/2017

Der Onkologe 10/2017

Checkpointinhibitoren beim nichtkleinzelligen Lungenkarzinom

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 10/2017
Autor:
Dr. Wilfried Ernst Erich Eberhardt

Zusammenfassung

Hintergrund

Die moderne Immuntherapie mit Checkpointinhibitoren hat unaufhaltsam Einzug in die Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) gehalten.

Fragestellung

Studien zu Checkpointinhibitoren beim fortgeschrittenen NSCLC wurden auf ihre Ergebnisse hinsichtlich Effektivität und Toxizität analysiert und bewertet.

Material und Methode

Phase-I-, Phase-II- und Phase-III-Studienergebnisse zu neuen Checkpointinhibitoren beim fortgeschrittenen NSCLC wurden aus der Literatur (Pubmed) und aus Beiträgen auf großen internationalen Kongressen (ASCO, ESMO, WCLC) zusammengestellt.

Ergebnisse

Für die beiden PD-1-Antikörper Nivolumab und Pembrolizumab existieren bereits große Phase-III-Studien beim fortgeschrittenen NSCLC in der Second- und First-Line-Therapie. Zulassungen sind für Nivolumab (ohne Markerbezug, Zweitlinie) und Pembrolizumab (bei PD-L1-Expression ≥ 1 % „tumor proportion score“, ​TPS; Zweit- und Drittlinie) beim fortgeschrittenen NSCLC und für Pembrolizumab in der Erstlinie bei Hochexpression des Immunmarkers PD-L1 (≥50 % TPS) von der EMA (European Medicines Agency) ausgesprochen worden. Erste Ergebnisse von Phase-III-Studien mit PD-L1-Antikörpern sind für das Atezolizumab bereits berichtet worden (OAK-Studie) oder werden für das Durvalumab aktuell noch erwartet (MYSTIC-Studie). Für Kombinationen mit konventioneller Chemotherapie und Kombinationen mit anderen Checkpointinhibitoren wie CTLA4-Antikörpern fehlen noch die abschließenden Ergebnisse von großen Phase-II- bzw. Phase-III-Studien.

Schlussfolgerungen

Die moderne Immuntherapie mit einem PD-1-Antikörper hat sich als integrale Behandlungsoption beim fortgeschrittenen NSCLC klar etabliert. In Zukunft wird die Suche nach besseren prädiktiven Faktoren und Markern für einen eher selektiven Einsatz dieser hochwirksamen, aber spezifischen Medikamente essenziell werden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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