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01.09.2009 | Gehört-Gelesen-Nachgefragt | Ausgabe 9/2009

Der Hautarzt 9/2009

Antimikrobielle Peptide bei atopischer Dermatitis

Ein Paradigmenwechsel?

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 9/2009
Autoren:
PD Dr. R. Gläser, U. Meyer-Hoffert, J. Harder
Menschliche Haut ist in der Lage als „chemische Barriere“ eine Vielzahl hoch effektiver antimikrobieller Peptide (AMP) zu bilden. Die klinische Erfahrung, dass Patienten mit Psoriasis vulgaris nur selten Hautinfektionen aufweisen [ 10], führte 1997 zur Isolierung des ersten AMP der menschlichen Haut aus Psoriasisschuppenextrakten [ 7]. Dieses AMP wurde zunächst als „skin derived antimicrobial peptide (SAP)-1“ bezeichnet, später wurde das Molekül in „human beta defensin (hBD)-2“ umbenannt. In den darauffolgenden Jahren wurden verschiedene weitere AMP der Haut isoliert. Auch das humane β-Defensin (hBD)-3 wurde aus Psoriasisschuppen isoliert [ 6], das Cathelicidin LL-37 hingegen zuerst in Leukozyten, später ebenfalls in der Epidermis bei Patienten mit Psoriasis identifiziert [ 2]. Die Charakterisierung dieser verschiedenen AMP bei Patienten mit Psoriasis lieferte zunächst die Erklärung, warum trotz verstärkter Besiedlung der Psoriasisplaques mit Mikroorganismen klinische Infektionen bei diesen Patienten ausbleiben [ 8]. Kürzlich wurde gezeigt, dass AMP neben ihrer antimikrobiellen Aktivität auch weitere immunmodulierende Eigenschaften, wie z. B. chemotaktische Aktivität, aufweisen. Diese Erkenntnisse lassen vermuten, dass diese immunmodulatorischen Funktionen der AMP einen Einfluss auf die Pathogenese der Psoriasis nehmen könnten [ 15]. ...

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