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Gefässchirurgie

Kolonischämie nach offener und endovaskulärer Aortenchirurgie

Epidemiologie, Risikofaktoren, Diagnostik und Therapie

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Kolonischämie gehört trotz erfolgreicher Etablierung der endovaskulären Techniken weiterhin zu den schwerwiegenden Komplikationen der Aortenchirurgie. Zu den Risikofaktoren zählen neben der Aortenaneurysmaruptur die Aortenabklemmzeit, die perioperative Hypotonie, der Bedarf an kreislaufunterstützenden Medikamenten, der Verschluss der hypogastrischen Arterien sowie die Niereninsuffizienz. Die Klinik einer postoperativen Kolonischämie ist oft unspezifisch. Zu den klassischen Symptomen gehören abdominelle Schmerzen, Diarrhöen, rektaler Blutabgang und ein Anstieg der Entzündungsparameter. Ein spezifischer Laborparameter für eine Kolonischämie existiert nicht. Der diagnostische Goldstandard besteht in der Endoskopie; bildgebende Methoden wie Sonographie oder Computertomographie spielen eine untergeordnete Rolle. Die transmurale Ischämie mit Darmwandnekrose stellt eine strenge Indikation zur notfallmäßigen Operation dar, überwiegend im Sinne einer Darmresektion ohne primäre Anastomosierung.
Titel
Kolonischämie nach offener und endovaskulärer Aortenchirurgie
Epidemiologie, Risikofaktoren, Diagnostik und Therapie
Verfasst von
D. I. Dovzhanskiy
M. Hakimi
M. S. Bischoff
C. M. Wieker
T. Hackert
D. Böckler
Publikationsdatum
16.04.2020
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 3/2020
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-020-00641-4
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Tonsillektomie Operation/© ShvedKristina - stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Arzt stützt sich nachdenklich ab/© Wavebreakmedia / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)