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01.02.2013 | Der interessante Fall | Ausgabe 1/2013

Gefässchirurgie 1/2013

Aortorenaler Prothesenbypass bei drohender Dialyse und Hypertension

Zeitschrift:
Gefässchirurgie > Ausgabe 1/2013
Autoren:
U. Barth, Prof. Dr. F. Meyer, Z. Halloul

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Behandlungsziel der interventionellen oder operativen Revaskularisation eines Nierenarterienhauptstammverschlusses (unter bestimmten Prädiktionen) oder einer Nierenarterienstenose besteht neben dem Organerhalt in der Verbesserung der Nierenfunktion und damit Abwendung einer Dialysepflicht sowie Verbesserung einer möglicherweise assoziierten renovaskulären Hypertonie.

Ziel

Anhand einer repräsentativen Kasuistik soll, basierend auf einer ausgewählten Literaturrecherche und eigenen klinischen Erfahrungen, der Nutzen einer operativen Nierenarterienrevaskularisation unter umrissenen selektiven Voraussetzungen (u. a. sequenzielles Vorgehen, Nachweis einer Nierenrestperfusion, interdisziplinär-gefäßmedizinische Entscheidungsfindung) vor allem in der Nierenarterienverschlusssituation dargestellt werden.

Material und Methode

Bei einer 39-jährigen Patientin (chronische Niereninsuffizienz im Stadium IV mit rezidivierenden hypertensiven RR-Spitzen seit mehr als 10 Jahren) wurde mittels DSA eine verschlossene A. renalis sinistra bei erhaltener unterer Polarterie diagnostiziert (Nierenszintigraphie: Stärkere parenchymale Funktionseinbuße links).

Ergebnisse

Die interdisziplinär-gefäßmedizinisch bestätigte Indikation (Fokus: Funktionserhalt der linken Niere mit Verzögerung der Dialysenotwendigkeit und positive Beeinflussung der rezidivierenden hypertensiven Entgleisungen) wurde mittels offen-gefäßchirurgischer Anlage eines aortorenalen Prothesenbypasses (6-mm-PTFE-Prothese; W.L. GORE & Associates, Putzbrunn, Deutschland) umgesetzt. Postoperativ wurde die 5-fach antihypertensive Medikation auf eine Zweifachkombination umgestellt und dauerhaft eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz vermieden. Selbst nach Bypassverschluss, getriggert durch eine heparininduzierte Thrombozytopenie nach Nichtgefäßoperation mit erfolgreicher Lyse, zeigen periodische Verlaufskontrollen anhaltend stabile Nierenwerte.
Die operative Rekonstruktion ist somit ein geeignetes Instrument im angezeigten Fall (d. h. bei besonderer Fallkonstellation) zum Organ- als auch Funktionserhalt und zur Reduzierung der Langzeitfolgen einer Nierenarterienstenose oder einer spezifischen Verschlusssituation.

Schlussfolgerung

In der Regel wird die Sinnhaftigkeit einer Revaskularisation/Rekonstruktion entweder von der zügigen Versorgung einer frischen Okklusion oder von einer persistierenden parenchymatösen Nierenparenchymerhaltungs(-rest)perfusion bestimmt, deren klinische oder bildgebende Abschätzung einen äußerst anspruchsvollen Aspekt für den interdisziplinären Gefäßmediziner hinsichtlich der Beurteilung einer aussichtsreichen Gefäßintervention darstellt (da teils nicht sicher detektier-/objektivierbar). Eine optimierte arteriell-renale Perfusion (insbesondere via der Hauptstrombahn) erlaubt es, den Funktionserhalt präventiv bzw. sogar die Funktionswiederaufnahme der Niere anzustreben.

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