Skip to main content
main-content

05.08.2021 | Apoplex | Leitthema | Ausgabe 11/2021

Der Ophthalmologe 11/2021

Update intravenöse Lysetherapie

Die REVISION-Studie

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 11/2021
Autoren:
Prof. Dr. Maximilian Schultheiss, Martin S. Spitzer, Lars-Olof Hattenbach, Sven Poli
Wichtige Hinweise
QR-Code scannen & Beitrag online lesen

Zusammenfassung

Hintergrund

Bis heute existiert keine evidenzbasierte Therapie des akuten, retinalen nichtarteriitischen Zentralarterienverschlusses (ZAV). In Anbetracht der begrenzten retinalen Ischämietoleranz und der aktuellen Studienlage werden zunehmende Erwartungen in die frühe intravenöse Thrombolyse innerhalb 4,5 h nach Symptombeginn gesetzt.

Ziel

Da die rechtzeitige Reperfusion derzeit die einzige möglicherweise wirksame Therapie des Zentralarterienverschlusses darstellt, wird das aktuelle Wissen in Bezug auf die Effektivität und die Sicherheit der intravenösen Thrombolyse bei ZAV vermittelt. Auf der Basis dieser Daten startet in Kürze die deutschlandweite, prospektive, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie REVISION (Early REperfusion Therapy with Intravenous Alteplase for Recovery of VISION in Acute Central Retinal Artery Occlusion), welche die frühe intravenöse Thrombolyse als Therapie für den akuten nichtarteriitischen ZAV untersuchen wird. Die Vorstellung der Haupteinschlusskriterien soll es jedem Ophthalmologen ermöglichen, geeignete Patienten zu identifizieren und – sofern in räumlicher Nähe – an ein REVISION-Studienzentrum zu überweisen.

Schlussfolgerungen

Die Effektivität der Lysetherapie ist beim akuten ischämischen Schlaganfall zeitabhängig. Anzunehmen ist dies auch beim ZAV, allerdings ist der Beweis für die Wirksamkeit der Thrombolyse hier noch zu erbringen. Bis dahin sollte der Leitsatz „Time is Retina“ gelten und die Thrombolyse idealerweise im Rahmen einer randomisierten Studie (wie REVISION) erfolgen. Andere Therapieansätze, wie z. B. eine Parazentese, sind nach der aktuellen Studienlage nicht indiziert.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Für Ihren Erfolg in Klinik und Praxis - Die beste Hilfe in Ihrem Arbeitsalltag als Mediziner*in

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 11/2021

Der Ophthalmologe 11/2021 Zur Ausgabe
  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Der Ophthalmologe 12x pro Jahr für insgesamt 451,00 € im Inland (Abonnementpreis 416,00 € plus Versandkosten 35,00 €) bzw. 491,00 € im Ausland (Abonnementpreis 416,00 € plus Versandkosten 75,00 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 37,58 € im Inland bzw. 40,92 € im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 3. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inklusive dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.
     

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com
     

Passend zum Thema

ANZEIGE

DAPT bei ACS: Ticagrelor bewährt sich auch im Versorgungsalltag

Die duale Anti-Plättchentherapie (DAPT) mit einem P2Y12-Inhibitor kann Myokardinfarkt-bedingte Hospitalisierungen verringern. Aktuelle Versorgungsdaten [1] unterstreichen den Nutzen im Praxisalltag.

Bildnachweise