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05.04.2017 | Apoplex | Aktuelles | Ausgabe 10/2017

Der Nervenarzt 10/2017

Verfügbarkeit der mechanischen Thrombektomie bei akutem Hirninfarkt

Analyse der Versorgungsrealität in Deutschland

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 10/2017
Autoren:
PD Dr. C. Krogias, D. Bartig, M. Kitzrow, F. Brassel, E. W. Busch, M. Nolden-Koch, G. Reimann, C. Weimar, R. Weber, J. Eyding
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Onlineversion dieses Beitrags (doi:10.​1007/​s00115-017-0324-0) enthält die Beschreibung und Limitationen der angewendeten Methodik. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​Der-Nervenarzt zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die mechanische Thrombektomie (MT) stellt eine evidenzbasierte Therapieform bei Patienten mit akutem Hirninfarkt dar. Eine flächendeckende qualitative Bereitstellung der MT für alle infrage kommenden Patienten innerhalb der kürzest möglichen Zeit stellt eine große Herausforderung dar.

Ziel der Arbeit

Analyse der bundesweiten MT-Versorgungsrealität anhand einer regionalisierten und klinikbezogenen Auswertung.

Methodik

Administrative Versorgungsdaten wurden anhand der DRG-Statistiken und der strukturierten Qualitätsberichte der Krankenhäuser für die Berichtsjahre 2010 und 2014 ausgewertet. Bezogen auf die Fallzahlen von Patienten mit akutem Hirninfarkt wurden die Raten und Veränderungen an systemischer Thrombolyse (STL) und MT in den 413 Kreisen und kreisfreien Städten analysiert.

Ergebnisse

Die Rate an rekanalisierenden Behandlungen ist im Zeitraum von 2010 zu 2014 bundesweit gestiegen (STL-Rate von 8,0 auf 11,6 %; MT-Rate von 0,7 auf 2,3 %). Je nach Wohnort des Patienten ergaben sich dabei hohe Streubreiten (STL = 3,4–26,7 %; MT = 0–7,4 %). Im Jahr 2014 wurden 5526 MT bei 244.757 Hirninfarkten kodiert. Insgesamt wurden 134 Krankenhäusern mit mehr als 2 MT/Jahr ermittelt. 21 % aller MT wurden in nur 7 Kliniken mit >100 MT/Jahr durchgeführt. In 308 (75 %) der 413 Regionen wurde keine MT durchgeführt.

Schlussfolgerungen

Durch ein enges Netz an zertifizierten Stroke-Units mit flächendeckender Verfügbarkeit der STL sind in Deutschland ausgezeichnete strukturelle Voraussetzungen zur Behandlung von Patienten mit akutem Hirninfarkt etabliert. Bezogen auf das Ziel einer ubiquitären Verfügbarkeit der MT ist noch Optimierungsbedarf erkennbar. Trotz Zunahme der Anzahl an Kliniken mit der Möglichkeit zur MT, ist ein Trend hin zu Interventionszentren mit überregionalem Einzugsgebiet festzustellen.

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