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20.06.2016 | Originalien | Ausgabe 6/2016

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 6/2016

Arbeitsbelastung von Pflegehelfenden in Schweizer Alters- und Pflegeheimen

Nichtlineare kanonische Korrelationsanalyse

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 6/2016
Autoren:
A. Ziegler, M. Bernet, P. Metzenthin, A. Conca, S. Hahn

Zusammenfassung

Hintergrund

Der demografische Wandel der Gesellschaft führt zum erhöhten Pflegebedarf von Menschen in Alters- und Pflegeheimen. Gleichzeitig nimmt der Pflegepersonalmangel in diesem Versorgungsbereich zu. Pflegehelfende sind wichtige Leistungserbringer und die größte Personalgruppe in der direkten Altenpflege. Sie sind Arbeitsbelastungen ausgesetzt, die den Verbleib in ihrer Tätigkeit gefährden.

Ziel der Arbeit

Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, die Merkmale der Arbeitssituation und die individuellen Merkmale der Pflegehelfenden aus Schweizer Alters- und Pflegeheimen im Zusammenhang mit ihrer Arbeitsbelastung zu beschreiben.

Material und Methode

Daten zur Arbeitsbelastung von Pflegehelfenden aus der Schweizer Altenpflege wurden im Rahmen der Sekundäranalyse einer nationalen quantitativen Querschnittsstudie untersucht. Um die Arbeitsbelastung zu analysieren, wurde ein theoretisches Modell herangezogen, auf dessen Basis eine nichtlineare kanonische Korrelationsanalyse erfolgte.

Ergebnisse

In die Sekundäranalyse wurden Daten von 1054 Pflegehelfenden aufgenommen; hiervon waren 94,6 % Frauen im Alter zwischen 42 und 61 Jahren. Die in der deskriptiven Analyse häufigste genannte Belastung stellte mit 60 % der Personalmangel dar. In der nichtlinearen kanonischen Korrelationsanalyse zeigten sich vorwiegend Belastungen im sozialen und im organisatorischen Bereich. Eine geringe Unterstützung durch Vorgesetzte stand im Zusammenhang mit mangelhaft erlebter Wertschätzung. Gleichzeitig korrelierten diese Belastungen mit einer hohen Verantwortung, dem Gefühl nicht selbstständig arbeiten zu können und dem Sich-ausgenutzt-Fühlen. Die Belastungen zeigten sich v. a. bei den Pflegehelfenden im Alter zwischen 32 und 51 Jahren, die zu einem Anstellungspensum von 80–90 % arbeiteten.

Schlussfolgerung

Pflegehelfende im mittleren Lebensalter mit einem 80- bis 90 %igen Anstellungspensum sind besonders gefährdet, ihre Tätigkeit frühzeitig aufzugeben. Maßnahmen sind v. a. im sozialen und im organisatorischen Bereich anzusetzen. Es ist zu vermuten, dass die gezielte individuelle Unterstützung, Anerkennung und Förderung der Pflegehelfenden deren erlebten Belastung verringern kann.

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