Stress durch berufliche Belastung ist ein Thema, das gesellschaftlich immer relevanter wird und somit auch die Berufsgruppe der Lehrerinnen und Lehrer betrifft [
43]. Burnout, Stress und Belastung sind Wörter, die oft synonym verwendet werden und für die es auch in der Wissenschaft keine feste Definition gibt [
30]. Oft geht es in der allgemeinen Kommunikation bei allen drei Begriffen um die psychische Belastung, wie etwa emotionale Erschöpfung oder gefühlte Überforderung im Beruf. Tatsächlich wird die physische und psychische Gesundheit vom Gesetzgeber im Arbeitsschutzgesetz § 4 als gleichwertig betrachtet [
1]. Ein Großteil der Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland gab bei einer Umfrage im letzten Jahr an, dass sowohl das gesamte Kollegium als auch sie selbst hoch oder sehr hoch belastet seien. Interessant ist, dass jede einzelne Lehrkraft sich selbst im Durchschnitt etwas weniger belastet sieht als das Kollegium im Ganzen [
13]. Auch Ergebnisse zur Belastung der Schulleitung liefern ein ähnliches, wenn nicht sogar – im Sinne einer höheren Belastung – verschärftes Bild. Einen wichtigen Faktor stellt hierbei der Personalmangel – häufig infolge Budgetmangels – dar, welcher aktuell die größte Herausforderung laut den Aussagen aus den Schulleitungen darstellt [
14]. Die volkswirtschaftlichen Kosten durch Arbeitsunfähigkeit allgemein werden deutschlandweit pro Jahr auf viele Milliarden Euro geschätzt [
3]. Krankheitsausfälle im Schulbetrieb, vor allem Langzeitausfälle, sind oft durch die körperliche Belastung bedingt [
36]. Deswegen sollte versucht werden, die physische Belastung und damit auch die Ausfälle, die durch diese bedingt sind, zu minimieren, da diese einen Vertretungsanlass bedingen, der wiederum zu einer „Nochmehr-Belastung“ des Kollegiums führt.