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Die Pilates-Methode in der betrieblichen Gesundheitsförderung

Zusammenfassung

Die Pilates-Methode stellt ein ganzheitliches Körpertraining dar, das vor 100 Jahren von Joseph Hubertus Pilates entwickelte wurde. Im Zentrum liegt hierbei die Kräftigung der gelenknahen Muskulatur sowie die bewusste Förderung von Haltung, Beweglichkeit und Atmung. Darüber kann die Methode helfen, muskuloskeletale Beschwerden und stressbedingte Belastungen am Arbeitsplatz positiv zu beeinflussen. Aus diesem Grund gewinnt die Pilates-Methode sowohl im präventiven als auch im rehabilitativen Kontext auch im Arbeitskontext zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen dieses Beitrags werden neben der Vorstellung der Pilates-Methode auch denkbare Einsatzbereiche in der betrieblichen Gesundheitsförderung thematisiert.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Hintergrund

Im Jahr 2023 rückte Joseph Hubertus Pilates (03.12.1883 bis 09.10.1967) anlässlich seines 140. Geburtstages erneut in den Fokus wissenschaftlicher und sportpraktischer Betrachtungen [20]. Was einst als individuelles Körperkonzept begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer weltweit anerkannten ganzheitlichen Bewegungsform entwickelt, die Körper und Geist gleichermaßen anspricht. Heute sollen weltweit über 12 Mio. Menschen nach der Pilates-Methode trainieren [20].
Hubertus Joseph Pilates wurde in Mönchengladbach als zweites von insgesamt neun Kindern geboren. Bereits in jungen Jahren begann er einen großen Wert auf die Stärkung seines Körpers zu legen. Es wird vermutet, dass seine eigenen Erkrankungen an Rachitis und Asthma bronchiale dafür ursächlich sind [15, 20]. Um die Stärkung seines Körpers zu intensivieren, trainierte er unter anderem Bodybuilding, Boxen, Gymnastik und Jiu-Jitsu. Diese Sportarten nahmen später ebenfalls Einfluss auf seine Methode [15, 20]. 1912 reiste Joseph Pilates nach England, um dort als Boxer und Zirkusartist zu arbeiten [32, 46]. Aufgrund seiner deutschen Staatsbürgerschaft wurde er dort jedoch nach Ausbruch des ersten Weltkrieges interniert. Um den negativen körperlichen und geistigen Veränderungen seiner Mitinsassen entgegenzuwirken, entwickelte Pilates im Internierungslager spezifische Übungen, die im Lager – vor allem nach Ausbruch der Grippeepidemie – einen präventiven und rehabilitativen Beitrag leisteten [32]. Dazu zählte auch die Entwicklung von speziellen Trainingsgeräten, die in den folgenden Jahren weiterentwickelt wurden und heute mit der Pilates-Methode unzertrennbar verbunden sowie spezifisch sind. Die ersten Trainingsgeräte konstruierte er mithilfe von Bettfedern, Matratzen und Lazarettbetten [6]. Hierbei lautete Pilates Leitgedanke: „Contrology – die Lehre der Kontrolle über den eigenen Körper“ [46].
Nach sieben Jahren, sprich 1919, kehrte er nach seiner Entlassung aus dem Internierungslager zunächst nach Deutschland zurück. In Deutschland angekommen, unterrichtete er Polizisten in Selbstverteidigung [20, 32]. Einige Jahre später, nämlich 1926, immigrierte Pilates gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Clara in die Vereinigten Staaten von Amerika. Sie ließen sich in New York nieder, wo sie im selben Jahr ihr erstes Trainingsstudio eröffneten. Dieses war im gleichen Gebäude wie das damals schon sehr bekannte New York City Ballet untergebracht, was die Nähe der Methode zum professionellen Bühnentanz erklären könnte [32, 46]. Auch erklärt dies, wiederum, warum insbesondere zahlreiche professionelle Tänzer*innen zu Pilatesʼ ersten Klienten zählten [32, 46]. Später, im Alter von 51 Jahren, veröffentliche er sein erstes Buch mit dem Titel „Your Health“, 1945 folgte sein klassisches Werk „Return to Life through Contrology“ [39]. In dem letztgenannten Werk wurden die ersten Übungen der Pilates-Methode in Form von Fotosequenzen mit Pilates selber als Ausführendem publiziert [15]. Kurz vor seinem 84. Geburtstag verstarb Joseph Hubertus Pilates in New York. Jedoch wurde sein Lebenswerk durch ehemalige Schüler weitergeführt. Seine Schüler gründeten eigene Studios, in denen sie die Pilates-Methode weiterhin praktizieren und somit zur Verbreitung der Methode beitrugen [15, 32, 46]. Allerdings kam es erst Jahrzehnte später zur Organisation und Strukturierung durch die Entstehung von Pilates-Verbänden, wie beispielweise in den USA, Deutschland, der Schweiz und Österreich. Durch Berichte von bekannten Tänzern wie Ron Fletcher und Kathy Grant gewann die Methode besonders im therapeutischen Bereich weiter an Bedeutung [15]. Denn beide berichteten von einer beschleunigten Rehabilitation und einer gesteigerten Leistungsfähigkeit nach Verletzungen, indem sie die Pilates-Methode in ihr Training einbauten [20].
Im Laufe der Zeit erweiterte Joseph Pilates den klassischen, einem Bett ähnelnden Reformer durch die Entwicklung des Trapeze table (Cadillacs), des Wunda Chairs und kleineren, tragbaren Hilfsmitteln wie Widerstandsbändern und dem Magic Circle (s. unten) [12, 18]. Die Ergänzung der klassischen Pilates-Methode mittels wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde ab 2005 zunächst durch den Physiotherapeuten Dr. Brent D. Anderson vorangetrieben. Diese frühen wissenschaftlichen Betrachtungen gaben letztlich Anstöße für die zunehmende Anerkennung der Pilates-Methode in den Bereichen der betrieblichen Gesundheitsförderung, Rehabilitation und Prävention [4, 37].

Die Pilates-Prinzipien

Das Hauptziel der Pilates-Methode ist es, die Atmung und Bewegung in Einklang zu bringen, um eine Förderung von Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Gleichgewicht zu ermöglichen [6]. Dabei soll insbesondere im Rahmen der Ausatmung die tiefe, gelenknahe – und damit stabilisierende – Muskulatur angesprochen werden [20]. Da hierfür essenzielle Dinge beachtet werden müssen, wurden von Pilates Pilates-Prinzipien konzipiert. Die sechs grundlegenden Prinzipien, die in jeder Trainingseinheit berücksichtigt werden sollten, sind: 1. Zentrierung, 2. Atmung, 3. Kontrolle, 4. Konzentration, 5. Bewegungspräzision und 6. Bewegungsfluss [4, 6, 20]. Da Joseph Hubertus Pilates die Auffassung vertrat, dass bei seiner Methode vor allem die tiefliegende Muskulatur effektiv trainiert werden kann, liegt nahe, weshalb der Rumpf mit seiner Muskulatur, das von ihm sog. Powerhouse eine so große Rolle spielt [46]. Zu der tiefliegenden Muskulatur zählte er die Beckenboden‑, Bauch- und Rückenmuskulatur. Das Powerhouse ist auch unter dem Namen „Korsett-Muskulatur“ bekannt und bildet das Kraftzentrum des Körpers. Demnach soll das Powerhouse vor jeder Trainingseinheit aktiviert werden, um den größtmöglichen Trainingseffekt zu erzielen [4, 10]. Anatomisch lässt sich das Powerhouse als rechteckiger Raum beschreiben, welcher von mehreren muskulären Strukturen umschlossen wird. Das Powerhouse wird kranial vom Zwerchfell, kaudal vom Beckenboden, lateral von der schrägen Bauchmuskulatur, ventral vom Musculus rectus abdominis und dorsal von der autochthonen Rückenmuskulatur gebildet [15]. Durch die gezielte Aktivierung trägt das Powerhouse zur Stabilisierung der lumbopelvinen Region und somit der gesamten Körpermitte bei. Dadurch kann das Prinzip der Zentrierung und Stabilisierung durch die Körpermitte erklärt werden [5, 7].
Die Pilates-Atmung gibt das Tempo der Übung vor. Dabei erfolgt die Einatmung durch die Nase und die Ausatmung kontrolliert durch den Mund [7]. Außerdem wird heute zwischen der normalen Pilates-Atmung und der fortgeschrittenen Pilates-Atmung unterschieden. Die normale Pilates-Atmung wird bei Anfängern eingesetzt und durch eine seitliche Brustkorbatmung beschrieben. Hierbei wird das Zwerchfell durch die Flanken aktiviert und sorgt somit für eine Stabilisierung des Rumpfes und hat eine unterstützende Funktion bei der Bewegung. Die fortgeschrittene Pilates-Atmung zeichnet sich durch eine vertiefte und erweiterte Flankenatmung aus, bei der die Zwischenrippenmuskulatur aktiv miteinbezogen wird, um eine maximale Lungenentfaltung zu ermöglichen. Dies führt zu einem erweiterten Lungenvolumen und einer tieferen Muskelaktivierung [15, 20]. Werden die Übungen mit einer bewussten mentalen Konzentration ausgeführt, kann die Bewegungskontrolle verfeinert und das Gleichgewicht gehalten werden [9]. Dies wiederum führt zu einer verbesserten Wahrnehmung des eigenen Körpers, wodurch spezifische Muskelgruppen angesteuert werden können [37].
Das Prinzip der Bewegungspräzision kann mit „Qualität vor Quantität“ beschrieben werden. Denn bei der Pilates-Methode steht nicht die Anzahl der Wiederholungen an erster Stelle, sondern viel mehr die Bewegungsausführung [7, 37]. Da für das Muskelwachstum die Wahrnehmung von Kontraktion und Dehnung entscheidend ist, wird die Wiederholungszahl eher am Ermüdungszustand des Muskels gemessen [25]. Ziel des Bewegungsflusses ist die harmonische Zusammenführung aller Bewegungen und Prinzipien. Dies ermöglicht einen ruhigen, gleichmäßigen und kontrollierten Übungsablauf [5, 18].

Unterrichtskonzept

Wenn es um die Pilates-Methode geht, werden grundsätzlich drei Arten unterschieden: das klassische Pilates-Training, das Matten-Pilates-Training und das Reformer-Pilates-Training [46]. Der Unterricht kann sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting stattfinden und wird üblicherweise durch zertifizierte Lehrkräfte angeleitet [6]. Dabei sollte eine Gruppengröße von maximal zwölf Teilnehmenden nicht überschritten werden, da kleinere Gruppen eine individuellere Betreuung und gezieltere Korrekturen ermöglichen [25]. Das Training erfolgt in bequemer Sportkleidung, wobei enganliegende Kleidung bevorzugt wird, um die Gelenkausrichtung und Bewegungsqualität sichtbarer zu machen. Die Kleidung darf nicht einengen, da dies die Bewegungsfreiheit einschränken würde. Weite Kleidungsstücke sowie auffälliger Schmuck sollen vermieden werden, da sie beim Training mit Geräten wie dem Reformer Verletzungsrisiken beinhalten [20]. Spezielle rutschfeste Socken („grippy socks“) sorgen zudem für die nötige Standfestigkeit auf dem Gerät [27]. Im klassischen Pilates-Training umfasst das Übungsrepertoire rund 40 Übungen in festgelegter Abfolge, wobei die einzelnen Übungen individuell in ihrem Schwierigkeitsgrad an die trainierende Person angepasst werden kann [6]. Durch Variationen sowie den Einsatz von Kleingeräten wie Bällen, Rollen oder dem Magic Circle können Koordination und Stabilität zusätzlich gefördert und der Schwierigkeitsgrad erhöht werden [20, 27]. Der Magic Circle ist ein kreisförmiges Widerstandsgerät, welches beim Pilates-Training verwendet wird. Durch das Zusammendrücken des Rings wird ein zusätzlicher Widerstand erzeugt, der vor allem die Muskeln im Bereich der Arme und Beine sowie dem Rumpf und Beckenboden stärker beansprucht [20, 27]. Der Einsatz von Spiegeln ist dabei ein unterstützendes Element zur Selbstwahrnehmung und Bewegungsbeobachtung. Spiegel ermöglichen der Lehrkraft und den Teilnehmenden gleichermaßen, Bewegungsmuster und eventuelle Fehlhaltungen zu erkennen und gezielt zu korrigieren [27].
Zur Vermittlung der Übungen kommen in der Praxis die folgenden vier Methoden zum Einsatz: Demonstration, die verbale Anleitung, die taktile Unterstützung sowie die bildhafte Sprache [25]. Empfohlen werden vier bis zehn Wiederholungen pro Übung [6]. Dabei werden unsaubere Bewegungsmuster durch die Lehrkraft korrigiert, um Fehlbelastungen zu vermeiden [25]. Die Dauer einer Unterrichtseinheit beträgt in der Regel 45 bis 60 min [6, 20]. Ein Trainingsfortschritt wird in der Regel schnell beobachtet. Joseph Pilates schrieb dazu Folgendes: „Nach zehn Stunden fühlen sie den Unterschied, nach 20 h sehen sie einen Unterschied, und nach 30 h haben sie einen neuen Körper“ [18, 46]. Bereits bei ein oder zwei Trainingseinheiten pro Woche kann eine gesteigerte Muskelkraft und -ausdauer, eine verbesserte Beweglichkeit sowie eine gesteigerte Lebensqualität erreicht werden [26]. Dennoch gehen Fachleute davon aus, dass drei Trainingseinheiten pro Woche optimal seien [12, 26].

Aufbau einer Unterrichtsstunde

Eine Pilates-Stunde folgt einer klar definierten Struktur, wobei die Auswahl der Übungen variieren kann. Die Unterrichtsstunde ist grundsätzlich in drei Teile gegliedert. Diese drei Teile bestehen aus dem Warm-up, dem Hauptteil mit der gezielten Belastung aller Muskelketten sowie dem abschließenden Cool-down zur vorsichtigen Dehnung der trainierten Muskulatur [25]. Beim Gerätetraining beginnt die Unterrichtsstunde überwiegend liegend auf dem Reformer [27]. Im Sinne einer kurzen Meditation soll der Teilnehmer sich auf das nachfolgende Training einstimmen. Dies ermöglicht den mentalen Übergang vom Alltag zum Training und fördert die Konzentrationsbereitschaft der Teilnehmer [17]. In dieser Phase werden außerdem die neutrale Ausrichtung der Wirbelsäule und das sog. Imprint überprüft und trainiert. Die neutrale Stellung beschreibt die natürliche Kurve in der Lendenwirbelsäule [25]. Beim Imprint wird das Becken leicht nach hinten gekippt und der untere Rücken drückt sanft auf den Reformer [27]. Im Rahmen des Warm-up wird häufig mit der sanften Aktivierung von Muskulatur, Sehnen, Bändern und Gelenken begonnen, wodurch die Durchblutung gesteigert wird. Hierbei sollen die Herzfrequenz und die Körpertemperatur moderat erhöht werden [25]. Dies bildet den optimalen Einstieg in den Hauptteil der Unterrichtsstunde [5]. Im Hauptteil können je nach Kurs alle oder gezielte Muskelgruppen belastet werden. So wird beim sog. Full Body Sculpt ein Fokus auf die Belastung aller Muskelgruppen gelegt, während beim Booty Burn eher die Gesäßmuskulatur im Vordergrund steht [5]. Das zentrale Ziel des Hauptteils ist dennoch die Full-Body-Integration (FBI). FBI beschreibt einen Trainingsansatz, bei dem verschiedene Muskelgruppen simultan aktiviert werden [25]. Der Körper wird dabei als funktionelle Einheit betrachtet. Der Short Box Side Bend (Abb. 1) und die Planks (Abb. 2) und Pikes (Abb. 3) sind Beispiele für Übungen, welche die FBI zum Ziel haben [27]. Durch das Zusammenspiel der einzelnen Muskelgruppen kann eine besonders effiziente Körperspannung erzielt werden [26].
Abb. 1
Short Box Side Bend
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Abb. 2
Planks
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Abb. 3
Pikes
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Den Abschluss einer gelungenen Unterrichtsstunde bildet das Cool-down bzw. die Entspannungsphase. Hierbei wird die zuvor aktivierte Muskulatur mobilisiert und entlastet [25]. Durch spezifische Dehn- und Mobilisationsübungen, typischerweise Rotations- und Rückenbewegungen, werden myofasziale Spannungen reduziert und die Beweglichkeit der Wirbelsäule gefördert [30]. Das Cool-down trägt somit wesentlich zur nachhaltigen Wirkung des Trainings bei, indem es die neuromuskuläre Entspannung fördert und das Training in einem Zustand erhöhter Achtsamkeit abschließt [17].

Pilates und Muskel-Skelett-Erkrankungen

In Deutschland stellen Muskel-Skelett-Erkrankungen, vor allem Rückenschmerzen, die häufigsten gesundheitlichen Probleme bei Erwerbstätigen dar. Rund 14,1 % aller krankheitsbedingten Fehltage lassen sich auf Rückenschmerzen zurückführen [31]. Die Ursachen für unspezifische Kreuzschmerzen sind vielfältig und reichen von Bewegungsmangel, muskulären Dysbalancen bis hin zu psychosozialen Belastungen wie Stress. Besonders betroffen sind neben körperlich belasteten Berufen auch Büroangestellte [30]. Trotz der anfänglich eingeschränkten Forschungslage im Bereich der Pilates-Methode, welche sich auf Einzelbeobachtungen, Fotodokumentationen und Erfahrungsberichte beschränkte, konnten bereits früh positive Effekte der Pilates-Methode registriert werden [48]. Die rehabilitative Behandlung kriegsverletzter Soldaten sowie die Anwendung in der Tanzmedizin stellten die ersten praktischen Anwendungsbereiche der Pilates-Methode dar [32]. Hierbei wurde Pilates zur Prävention und Wiederherstellung der funktionellen Beweglichkeit genutzt [15]. Seit den 1990er-Jahren konnte eine stetige Zunahme an qualitativ hochwertigen Studien registriert werden, die die Wirkung von Pilates auf chronisch-unspezifische Rückenschmerzen thematisieren. Zu den häufigsten positiven Effekten der Pilates-Methode im Bereich der Muskel-Skelett-Erkrankungen zählen die aufrechte Körperhaltung, die erhöhte Körperspannung und die Körperwahrnehmung [20]. Die Mobilität und Flexibilität unterstützen Haltung, Spannung und Wahrnehmung des Körpers und werden durch den Einbau von dehnenden Elementen in die Trainingseinheit angestrebt [26]. Die Steigerung von Flexibilität und Mobilität ist angesichts statischer und repetitiver Belastungen im Arbeitsalltag essenziell. Wird die Körperhaltung gezielt trainiert, können Haltungsschwächen und durch Fehlhaltung bedingte Rückenschmerzen reduziert werden [30]. Durch die intra- und intermuskuläre Koordination wird die Körperspannung erhöht [25]. Wenn der Arbeitsalltag durch Bewegungsmangel oder einseitige Belastungen geprägt ist, kann es zu muskulären Dysbalancen kommen, welche durch das regelmäßige Pilates-Training eingedämmt werden können [26]. Durch kontrollierte und präzise Bewegungsabläufe beim Pilates-Training können neben der muskulären Dysbalance auch muskuläre Verkürzungen vermieden werden [24]. Das regelmäßige Training kann außerdem zu einer erhöhten Muskelkraft, Gelenkbeweglichkeit und Aufrechterhaltung des dynamischen Gleichgewichts beitragen [15].
Cruz-Díaz et al. untersuchten beispielsweise die Wirksamkeit des Pilates-Trainings bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen. Während des zwölfwöchigen Pilates-Programms wurden die Parameter Behinderung, Schmerz und Kinesiophobie beobachtet. Das Studienergebnis lieferte eine sichtbare Reduktion der Schmerzintensität, Alltagsbeeinträchtigung und der Bewegungsangst [9]. Zusätzlich konnten funktionelle Einschränkungen reduziert werden [9, 10]. Zu den funktionellen Einschränkungen beim „chronic low back pain syndrome“ gehören: Bewegungseinschränkungen mit Steifigkeit, Muskelverspannungen und -verhärtungen oder Beeinträchtigung der Schlafqualität. Demnach wirkt das Pilates-Training bei chronischem „low back pain“ signifikanter als keine Intervention und ist teilweise effektiver als unspezifische Bewegungsprogramme [10]. Die Pilates-Übungen fördern – wie beschrieben – die Aktivierung der tiefen Rumpfmuskulatur und tragen somit langfristig zu einer Stabilisierung der Lendenwirbelsäule bei [47]. Parang et al. fanden heraus, dass bei Pflegekräften nach einem achtwöchigen Pilates-Training mit einer Dauer von 30 min eine Verbesserung der Haltungskontrolle und Linderung von Muskelverspannungen im Schulter-Nacken-Bereich eintritt [33]. Darüber hinaus kann Pilates zur Förderung der Propriozeption eingesetzt werden und die neuromuskuläre Kontrolle begünstigen. Dies verbessert die Reaktionsfähigkeit auf Belastungen und unterstützt die Verletzungsprävention durch Minimierung von Fehlbelastungen [26]. Die bewusste Atmung kann einen Entspannungseffekt auslösen, der psychosomatisch bedingte Rückenschmerzen mindert [17]. In Bezug auf die multifaktoriellen Ursachen von Rückenschmerzen empfiehlt sich also eine Kombination aus Pilates mit ergonomischen Maßnahmen, Stressmanagement und physiotherapeutischen Interventionen für nachhaltige Gesundheitseffekte [19, 36, 41]. Trotz der positiven Effekte der Pilates-Methode auf Muskel-Skelett-Erkrankungen gibt es akute Erkrankungsbilder oder Gesundheitszustände, welche das Training einschränken können [29]. Zu den Kontraindikationen gehören beispielsweise eine instabile Spondylolisthesis, Frakturen oder ein Bandscheibenvorfall [19, 29]. Wurde ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert, sollten Übungen oder Haltungen, die zu einer Symptomverschlechterung führen, sofort beendet werden. Bei der instabilen Spondylolisthesis, welche auch als Wirbelgleiten bekannt ist, verrutscht ein Wirbelkörper gegenüber dem darunter liegenden nach vorne. Dies kann zu einer Instabilität der Wirbelsäule führen [25]. Die Fehlbelastung oder ungeeignete Bewegung dieser empfindlichen Strukturen kann zu einer verstärkten Reizung oder zunehmenden Schädigung führen [5, 20]. Bei den zuvor genannten Kontraindikationen ist besondere Vorsicht bei Rückenlagen, unkontrollierten Vorwärtsbeugen, ruckartigen Streckungen aus der Lendenwirbelsäule sowie Rotationen geboten [15, 20].

Pilates und internistische Erkrankungen

Auch in Hinblick auf die häufigsten internistischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegserkrankungen kann die Pilates-Methode positive Wirkungen aufweisen [28]. So trägt die kontrollierte und rhythmische Atmung zur Stärkung der Atemmuskulatur und der Verbesserung der Lungenfunktion bei [28]. Demnach kann die bewusste Atemführung günstig auf Atemwegserkrankungen wirken [13]. Doch auch hier gibt es Krankheitsbilder, die ein Pilates-Training erschweren oder gar verbieten [37]. Im Falle einer Entzündung ist, vor allem bei lokal begrenzten sowie mechanisch bedingten Entzündungsprozessen, Vorsicht geboten. Die klassischen Entzündungszeichen: Schwellung, Wärme, Funktionsverlust, Schmerz und Rötung weisen darauf hin, dass eine Belastung oder Bewegung der betroffenen Körperregion zu einer Verschlechterung der Symptomatik führen kann [20, 29]. Neben akuten Entzündungen stellt auch eine diagnostizierte arterielle Hypertonie eine Kontraindikation für das Pilates-Training dar. Auch wenn zunächst davon ausgegangen werden kann, dass Bewegung positive Effekte auf die Regulation des Blutdrucks hat, können gewisse Übungen auch einen umgekehrten Effekt haben [25]. Demnach können Übungen wie die tiefe Vorbeuge oder die Umkehrhaltung zu einem plötzlichen Blutdruckanstieg führen, da der Kopf in dieser Position unterhalb des Herzens liegt [20]. Die Schulterbrücke, bei der die Aufrichtung aus der Rückenlage erfolgt, sollte bei einer bekannten arteriellen Hypertonie ebenfalls vermieden werden [5, 15]. Da das Anhalten der Luft zu einem problematischen Anstieg des Blutdrucks führen kann, sollte während des Trainings darauf geachtet werden, dass die Atmung regelmäßig und gleichmäßig ausgeführt wird und eine moderate Trainingseinheit eingehalten wird. Grundsätzlich kann die kardiovaskuläre Belastung beim Pilates-Training jedoch als gering eingestuft werden, vor allem wenn das Training angepasst wird [20].

Pilates und psychische Erkrankungen

Durch den jährlichen Stressreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin kann eine stetige Zunahme psychischer Belastungen am Arbeitsplatz verzeichnet werden [8]. Demnach zählen psychische Belastungen und Stress zu den zentralen Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz. Stress und Depressionen treten jedoch nicht nur im Berufsalltag auf, sondern auch bei bestimmten Patientengruppen [17]. Durch die Kombination aus Bewegung, bewusster Atmung und Regulation des vegetativen Nervensystems gewinnt die Pilates-Methode zunehmend an Bedeutung, da sie die Senkung stressbedingter Symptome erzielen kann. Bei der Beobachtung spezifischer Berufsgruppen, wie dem Pflegepersonal, das häufig hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt ist, konnten durch regelmäßige Pilates-Interventionen positive Effekte auf das allgemeine Wohlbefinden erzielt werden [33]. Eine Studie aus dem Jahr 2019 beschrieb, dass die regelmäßige Teilnahme an Pilates und Yoga die Motivation für eine gesündere Ernährung stärkt, das Bewegungsverhalten erhöht und den bewussten Umgang mit Stress fördert [28]. Im gleichen Jahr zeigten Aibar et al., dass die Pilates-Methode bei postmenopausalen Frauen eine signifikante Wirkung auf die kognitive Leistungsfähigkeit und das emotionale Wohlbefinden hat [1, 23]. Die zuvor genannte Studie untersuchte die Auswirkungen einer zwölfwöchigen Pilates-Intervention auf die postmenopausalen Symptome 60-jähriger spanischer Frauen. Hierbei wurde Pilates zweimal pro Woche jeweils eine Stunde trainiert. Anhand von standardisierten Tests konnten die Forscher die Schlafqualität, Depression, Angst und Erschöpfung im Verlauf der Intervention dokumentieren. Das Studienergebnis lieferte einen positiven Effekt hinsichtlich der Schlafqualität, bestehender Angstzustände, Depressionen und Müdigkeit [1]. Diesen Effekt konnten auch Fleming und Herring belegen, denn sie beobachteten die Auswirkungen eines achtwöchigen Pilates-Programms, welches die Probanden von zuhause aus ausführen konnten. Daraus ergab sich ebenfalls eine positive Wirkung auf Angstzustände, Depressionen und sogar Erschöpfungszustände [17].
Pilates kann durch die bewusste Atemführung und Konzentration auf präzise Bewegungen auch meditative Aspekte haben, welche die mentale Belastbarkeit erhöhen und Burnout-Risiken mindern können [42]. Die Atemtechnik hat zudem Auswirkung auf das vegetative Nervensystem, wodurch die Stressregulation beeinflusst werden kann, und die Einstellung der inneren Ruhe begünstigt werden kann [1, 17, 20]. Die Verbindung aus ruhiger Atmung, kontrollierter Bewegung und mentaler Zentrierung wirkt demnach beruhigend auf das zentrale Nervensystem [17]. Demzufolge kann Pilates nicht nur zur psychischen Entlastung beitragen, sondern auch das subjektive Energielevel und die Lebensqualität steigern sowie das Schlafverhalten verbessern.
Der Einfluss von Pilates lässt sich auch vor dem Hintergrund des Salutogenese-Konzeptes betrachten. Hierbei wird die Wirksamkeit von Pilates auf das Kohärenzgefühl und die Resilienz betrachtet [14]. Das Kohärenzgefühl beschreibt die Fähigkeit eines Individuums, die Umwelt als verständlich, handhabbar und sinnhaft zu erleben. Ein starkes Kohärenzgefühl führt zu einer erhöhten Resilienz, Lebenszufriedenheit und dient als wichtiger Schutzfaktor, wenn es um die psychische Gesundheit geht [14]. Die Resilienz lässt sich mittels psychischer Widerstandskraft definieren. Studien belegen, dass Pilates das Kohärenzgefühl stärkt und die Resilienz gegenüber alltäglichen Stressoren fördert [2, 14]. Demnach hat die Pilates-Methode einen essenziellen Einfluss auf die Selbstwirksamkeit und die emotionale Stabilität eines Individuums.

Pilates in der Schwangerschaft

Im Fachbereich der Frauenheilkunde weist Pilates eine hohe Relevanz im Bereich der Rückbildung nach einer Schwangerschaft auf [1]. Hier kann postnatal das weibliche Becken gestärkt und die Beckenbodenmuskulatur auftrainiert werden. Dies verhindert eine Inkontinenz, welche viele Frauen nach der Geburt entwickeln [5]. Die moderate Bewegung während der Schwangerschaft trägt zu gewissen gesundheitlichen Vorteilen für Mutter und Kind bei [5]. Dennoch sollten beim Pilates-Training während der Schwangerschaft bestimmte Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen beachtet werden, um Komplikationen zu verhindern [34]. Grund hierfür sind der veränderte Hormonhaushalt sowie anatomische und physiologische Anpassungen im Rahmen der Schwangerschaft. Auf starke Dehnungen sollte verzichtet werden, da das Hormon Relaxin bei einer Schwangerschaft vermehrt ausgeschüttet wird. Relaxin führt zu einer erhöhten Gelenkbeweglichkeit durch gelockerte Bänder und Gelenke. Das Risiko für eine Überdehnung und damit assoziierte Verletzungen steigt demnach an [5]. Intensive Bauchmuskelübungen sollten ebenfalls vermieden werden [20]. Übungen mit starken Belastungen und Gleichgewichtsübungen mit Sturzgefahr sollten ebenfalls angepasst werden, um den Schutz von Mutter und Kind zu gewährleisten [25]. Außerdem wird im zweiten Trimester von Übungen in Rückenlage abgeraten, da das Risiko für ein Vena-cava-Kompressionssyndrom besteht. Dieses Syndrom kann zu einer verminderten Blutzufuhr und damit zu einer reduzierten Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind führen [5, 20]. Bei einer bestehenden Risikoschwangerschaft oder akuten Schwangerschaftsbeschwerden stellt das Pilates-Training eine absolute Kontraindikation dar, während es bei einer komplikationsfreien Schwangerschaft durch eine entsprechende Modifikation fortgeführt werden kann [25].

Relevanz und Umsetzbarkeit der Pilates-Methode im Arbeitsalltag als optionale Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung

Die Anpassbarkeit der Pilates-Übungen an verschiedene Altersgruppen und Fitnesslevel erleichtert die langfristige Integration in betriebliche Gesundheitsprogramme. Die Intensität, Komplexität und Ausführung der Übungen können individuell an das Alter, den Gesundheitszustand und das Leistungsniveau angepasst werden. Dies ist auch in Hinblick auf eine alternde Erwerbsbevölkerung relevant [25]. Sogar das Bundesministerium für Arbeit und Soziales listet Pilates im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung gemäß § 20 SGB V als förderfähige Maßnahme auf [45]. Auch Institutionen wie „Pilates Zentrum Dortmund“ oder „Annarobic“ setzen Pilates-Programme aktiv in Unternehmen ein, um gesundheitsorientierte Strukturen zu etablieren [3, 21, 38]. Außerdem führt regelmäßiges Pilates-Training zu signifikanten Verbesserungen im Work Ability Index (WAI). Bei der Ermittlung des WAI wird ein Fragebogen zur Einschätzung der subjektiven Arbeitsfähigkeit genutzt. Mit dem Begriff der Arbeitsfähigkeit wird das Verhältnis zwischen individueller Leistungsfähigkeit zur vom Unternehmen gestellten Arbeitsanforderung definiert [43]. Pilates kann eine Steigerung der körperlichen Fitness und die Zunahme der Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer fördern [24, 40].
Für die erfolgreiche Integration von Pilates in die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) spielen unterschiedliche Faktoren eine entscheidende Rolle. Hierzu gehören das Schaffen von leicht zugänglichen Angeboten, die Motivation zum regelmäßigen Training sowie die langfristige Evaluation [2]. Mithilfe von Kurzprogrammen, welche eine Dauer von 20–30 min haben, kann das Pilates-Training zum Beispiel in der Mittagspause durchgeführt werden. Eine Vielzahl an Online-Angeboten sowie Matten-Pilates, welches ohne große Hilfsmittel auskommt, eignet sich besonders gut, wenn durch den Arbeitsalltag ein Zeitmangel herrscht [2]. Allerdings stellen sich erst bei einem regelmäßigen Trainingsrhythmus, laut einer Studie aus dem Jahr 2023, positive Effekte ein. Im Rahmen der zuvor erwähnten Studie, gaben 84 % der Mitarbeiter an, das Pilates-Programm als angenehm und motivationsfördernd zu erachten [9].
Die Teilnahmebereitschaft kann von Seiten des Betriebes durch feste Kurstermine, Erinnerungen oder kleine „interne Wettkämpfe“ gefördert werden [2]. Durch eine modulare Einteilung der Kursprogramme in Einsteiger, Fortgeschrittene oder spezifische Zielgruppen, kann eine Individualisierung ermöglicht werden. Ein großer Anteil der Pilates-Kurse lässt sich über § 20 SGBV steuerlich fördern, was wiederum aus Unternehmenssicht lukrativ für die Einführung der Pilates-Methode ist [28], vor allem mit dem messbaren gesundheitlichen Effekt vor Augen. Durch ein gemeinsames Training kann das Teamgefühl nachweislich gestärkt werden und somit zu einer harmonischen Arbeitsatmosphäre führen [24]. Mittels regelmäßiger Evaluation der Programmangebote kann die nachhaltige Zufriedenheit der Teilnehmenden erzielt werden [2].

Kritische Auseinandersetzung mit der Pilates-Methode

In den letzten Jahren hat die Pilates-Methode an Popularität gewonnen, Grund hierfür ist beispielsweise der zunehmende Einsatz der Methode im Gesundheits- und Präventionsbereich. Demnach ist eine kritische Auseinandersetzung notwendig, um die wissenschaftliche Fundierung und Wirksamkeit der Pilates-Methode beurteilen sowie mögliche Grenzen aufweisen zu können.
Der Pilates-Methode wird eine besondere Effizienz in Hinblick auf die Linderung von chronischen Schmerzen zugeschrieben. Dieser positive Effekt kann unter Einbeziehung aktueller Studien belegt werden. Die systematische Metaanalyse als Übersichtsarbeit von Patti et al. befasst sich mit der Untersuchung von Pilates-Übungen als primäre Interventionsmöglichkeit bei chronischen Rückenschmerzen. Diese Studie umfasst insgesamt 36 Studien, von jenen 22 Studien zeigen, dass eine signifikante Reduktion der Schmerzintensität im Vergleich zu keiner Übung erzielt werden kann. Demnach scheint die Anwendung der Pilates-Methode insbesondere bei Patientinnen und Patienten sinnvoll, welche nicht ausreichend auf konventionelle Therapieansätze ansprechen. Darüber hinaus stellt Pilates eine wirksame Alternative zu anderen Trainingsmethoden oder medikamentösen Behandlungen dar [35]. Signifikante Verbesserungen hinsichtlich funktioneller Einschränkungen und Schmerzbewältigung können im Rahmen einer Studie von Zhengze Yu et al. sowie von Hyun Seo Ko und Soyoung Choi festgestellt werden [22, 50]. In Addition zur allgemeinen Schmerzlinderung erwies sich die Pilates-Methode auch bei der Reduktion der Geburtsdauer und durch Wehen bedingten Schmerzen als erfolgreich [22]. Bei dem Zusammenhang zwischen der Ausführung von Pilates-Übungen und einer erhöhten Lebensqualität schienen sich die Studienergebnisse jedoch zu unterscheiden. Dies lässt annehmen, dass positive körperliche Veränderungen nicht zwangsläufig mit einer Verbesserung des Wohlbefindens einhergehen müssen bzw. der individuelle Gesundheitszustand bei der Effektivität der Pilates-Übungen berücksichtigt werden muss [22, 50]. Die randomisiert-kontrollierte Studie von Tottoli CR et al. liefert hinsichtlich der Lebensqualität jedoch gegensätzliche Ergebnisse. Hier wird nämlich von einer signifikanten Reduktion von Schmerzen sowie der funktionellen Behinderung, aber auch von einer erhöhten Lebensqualität im Vergleich zu herkömmlichen Heimübungsprogrammen ausgegangen. Die sechsmonatige Nachbeobachtungszeit stellt hier eine Besonderheit dar, da der positive Effekt der Pilates-Übungen über einen längeren Zeitraum beobachtet wird. Die Nachbeobachtungszeit zeigt, dass die erhöhte Lebensqualität über den Zeitraum hinweg bestehen bleibt, während die Auswirkung auf Schmerzintensität und funktionelle Behinderung keinerlei signifikante Unterschiede zwischen den Interventionsgruppen aufzeigt [44].
Daraus lässt sich schlussfolgern, dass es zwar zahlreiche Studien gibt, die belegen, dass das Pilates-Training eine positive Auswirkung auf Rückenschmerzen, Haltung, Beweglichkeit und Stressregulation hat, jedoch weitere hochwertige Studien mit standardisierten Trainingsprotokollen notwendig sind, um die langfristige Wirksamkeit der Methode fundiert beurteilen zu können. Des Weiteren gibt es bisher keine Evidenz dafür, dass Pilates anderen Körperbewusstsein schulenden Maßnahmen signifikant überlegen ist.

Fazit und Ausblick

Abschließend lässt sich sagen, dass die Pilates-Methode ein wirkungsvolles und vielseitiges Instrument im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung darstellt. Die Methode spricht sowohl körperliche als auch psychische Gesundheitsaspekte an und eignet sich somit besonders gut für ganzheitliche BGF-Konzepte. Zahlreiche Studien belegen, dass das Pilates-Training eine positive Auswirkung auf Rückenschmerzen, Haltung, Beweglichkeit und Stressregulation hat. Durch die Kombination aus Kräftigung, Mobilisation und bewusster Atmung wirkt Pilates präventiv, rehabilitativ und fördert zusätzlich das allgemeine Wohlbefinden. Durch einen regelmäßigen Trainingsrhythmus können individuelle Gesundheitskompetenzen und salutogenetische Ressourcen wie das Kohärenzgefühl gestärkt werden. Damit Pilates als fester Bestandteil der betrieblichen Gesundheitsförderung anerkannt werden kann, ist eine systematische Einbindung in die betriebliche Struktur sowie eine strategische Verknüpfung mit weiteren gesundheitsförderlichen Maßnahmen notwendig. Von kurzen Bewegungseinheiten am Arbeitsplatz über regelmäßig angeleitete Gruppenkurse bis hin zu digitalen Trainingsangeboten ermöglichen vielfältige Formate eine flexible Integration in den Arbeitsalltag. Um die Wirksamkeit zu erhöhen, sollte der Fokus auf Prävention und frühzeitiger Intervention liegen. Ein individualisiertes Vorgehen, das sich am Leistungsstand und an möglichen Vorerkrankungen orientiert, kann den Erfolg zusätzlich unterstützen.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

S. Keivani, F. Holzgreve, D. Ohlendorf und E.M. Wanke geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
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Titel
Die Pilates-Methode in der betrieblichen Gesundheitsförderung
Verfasst von
Shirin Keivani
Fabian Holzgreve
Daniela Ohlendorf
Prof. Dr. Dr. med. Eileen M. Wanke
Publikationsdatum
10.03.2026
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Schlagwort
Arbeitsmedizin
Erschienen in
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
Print ISSN: 0944-2502
Elektronische ISSN: 2198-0713
DOI
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