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Golfsport als Beruf – eine arbeitsmedizinische Bestandsaufnahme

Teil 3: Psychische Belastungen

Zusammenfassung

Golf ist ein (Berufs‑)Sport, der Präzision, Technik und Konzentration erfordert und sowohl Hobbygolfer*innen als auch Profis gleichermaßen vor viele Herausforderungen stellt. Profigolfer*innen müssen sich auf die aktive Karriere begleitende, sehr hohe physische und psychomentale bzw. -soziale Belastungen einstellen, sofern sie ihren Lebensunterhalt mit dem aktiven Golfspielen gestalten. Diese Übersichtsarbeit stellt die psychomentalen und psychosozialen Belastungen und Beanspruchungen im Profigolfsport vor und zeigt auf, wie Maßnahmen diesen entgegenwirken können. Dieser Beitrag ist der dritte Teil einer Serie zum professionellen Golfsport. Teil 1 beschäftigt sich mit der Entwicklung des professionellen Golfsports und Teil 2 mit dem Berufsbild des Caddy.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Hintergrund

Im Mai 2024 sorgte der Tod des US-Golfprofis Grayson Murray für Bestürzung und Schlagzeilen. Er hatte offen über seine psychischen Probleme wie Depressionen, Angststörungen und Alkoholmissbrauch gesprochen, die ihn im Verlauf seiner sportlichen Karriere begleiteten. Trotz seiner sportlichen Erfolge auf der Professional Golfers’ Association Tour (PGA Tour) berichtete er wiederholt davon, dass der hohe Leistungsdruck und die ständige Bewertung der Öffentlichkeit zu einer erheblichen psychischen Belastung bei ihm geführt hätten [32]. Sein Fall verdeutlicht dabei, wie dramatisch psychomentale Belastungen im Berufssport wirken können, und dass psychische Erkrankungen selbst in einem professionellen Umfeld trotz großer individueller Erfolge auftreten können.
Neben solchen extremen Einzelfällen lassen sich im professionellen Golfsport auch offensichtlichere – aber dennoch gleichsam schwerwiegende – psychomentale Belastungen beobachten. Dazu zählt zum Beispiel das „Yips“-Phänomen. Die „Yips“ umfassen unwillkürliche Muskelzuckungen. Diese treten vor allem bei feinmotorischen Bewegungen wie dem Golf-Putt (das Einlochen des Golfballes) auf und können zu einem plötzlichen Kontrollverlust führen, sodass selbst die vermeintlich leichtesten Schläge nicht mehr erfolgreich ausgeführt werden können. Die Ursachen für die Yips sind komplex und werden in der Fachliteratur kontrovers diskutiert. Einige Forscher sehen die Yips als eine neurologische Störung – eine fokale Dystonie mit unwillkürlichen Muskelkontraktionen [7]. Andere verstehen sie als ein psychologisches Phänomen, das durch Leistungsangst und einen Zusammenbruch unter Druck („choking under pressure“) ausgelöst wird – also eine plötzliche Leistungsverschlechterung in Stresssituationen [31]. Ein integrativer Ansatz sieht die Yips als ein Kontinuum zwischen neurologischen und psychologischen Faktoren [31].
Der Studie von Gerland [7] nach kann das Phänomen als eine Art negativ erlernte „Impact-Panik“ verstanden werden, die aber auch durch gezielte Interventionen behandelbar ist [7].
Ein aktuelles Beispiel für jemanden, der von Yips betroffen war bzw. ist, ist Yani Tseng, ehemalige Weltranglistenerste. Sie sprach 2025 offen über ihre Schwierigkeiten beim Putten. Tseng berichtete, schon über Jahre hinweg unter den Yips gelitten zu haben und deshalb schließlich von rechtshändigem auf linkshändiges Putten umgestiegen zu sein – eine ungewöhnliche, aber für sie erfolgreiche Strategie [34]. Als Hauptauslöser sieht Tseng bei sich den psychischen Druck während der Turniere: Kurze Putts haben zu einer mentalen Blockade für sie geführt, die sich trotz intensiven Trainings kaum und wenn nur schwer lösen ließen [33].
Auch der deutsche Weltklassegolfer Bernhard Langer reiht sich als ein weiteres prominentes Beispiel ein. Trotz seiner großen Erfolge und seiner einzigartigen Karriere hatte auch er wiederholt mit den Yips beim Putten zu kämpfen. Bereits im Alter von 18 Jahren trat dieses Problem bei ihm erstmals und später in zwei weiteren Episoden auf. Trotz intensiven Trainings und nahezu technischer Perfektion verlor Bernhard Langer zeitweise das Vertrauen in seine Automatismen beim Putten [13]. In dieser Phase, die von großen mentalen Belastungen und vieler „Fehl-Putts“ (Rollen des Balles am Loch vorbei) geprägt war, entschied auch er sich für einen technischen Wechsel (Änderung der Griffhaltung des Spielers am Putter), um diesen psychischen Kreislauf zu durchbrechen [13]. Diese Anpassung reduzierte unwillkürliche Handgelenksbewegungen und half ihm, die Kontrolle über seine Puttbewegung zurückzugewinnen und ihn zu dem erfolgreichsten deutschen Golfer aller Zeiten werden zu lassen. Sein Fall zeigt, dass mentale Überlastung und motorische Fehlsteuerung eng miteinander verknüpft sein können. Langers Umgang mit den Yips verdeutlicht aber auch, wie (kleinste) technische Modifikationen und mentales Training die zurückgewonnene Leistungsfähigkeit und Selbstvertrauen stabilisieren und stärken können ([13]; Abb. 1).
Abb. 1
Die Konzentrationsfähigkeit muss über mehrere Stunden aufrechterhalten werden. (Bernhard Langer, Foto: S. von Stengel)
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Diese individuellen Erfahrungen spiegeln jedoch nur einen Bruchteil der psychischen Probleme und Belastungen im Profigolfsport wider. So berichtet über die Hälfte der befragten professionellen Golfer*innen von einer psychischen Belastungssymptomatik [10], wobei Wettkampfdruck, finanzielle Ängste und soziale Isolation als Hauptstressoren genannt werden [14, 21]. Studien zeigen, dass depressive Symptome und Angsterkrankungen bei Eliteathlet*innen häufiger auftreten als in der Allgemeinbevölkerung [16, 20]. Gleichzeitig ist die Studienlage zur mentalen Gesundheit im Golfsport begrenzt [10] und sport- bzw. sogar arbeitsmedizinisch angepasste Präventionsmaßnahmen bislang kaum vorhanden [10]. Dies scheint bemerkenswert, da selbst das International Olympic Committee (IOC) in seinem Konsensuspapier [27] auf die hohe Prävalenz psychischer Störungen im Spitzensport hingewiesen hat.

Strukturelle Rahmenbedingungen und Stressoren im Berufsgolfsport

Der Golfsport hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem globalen Phänomen entwickelt. Weltweit spielen heutzutage etwa 68 Mio. Menschen Golf [15]. Innerhalb dieser großen Gruppe nehmen professionelle Golfer*innen einen vergleichsweise kleinen Anteil ein. Diese Profis sind in verschiedenen Tourserien organisiert, die sich bezüglich ihrer Ausrichtungsorte, ihres Ansehens bzw. ihrer Bedeutung und ihrer finanziellen Ausstattung teilweise deutlich unterscheiden. Als die wichtigste, bekannteste und renommierteste Turnierserie gilt dabei die PGA Tour mit Profis aus über 28 Ländern [22]. Darüber hinaus erhalten Spieler aus zusätzlichen Ländern Einladungen zu einzelnen Turnieren.
Seit dem Jahr 2023 erhalten PGA-Tour-Spieler ein garantiertes Mindesteinkommen von 500.000 US-Dollar pro Saison [8]. Dies führte zu einer deutlich verbesserten finanziellen Absicherung der Spieler.
In Europa stellt die DP World Tour (ehemals European Tour) die führende professionelle Golf-Tour dar. Dabei werden 42 Turniere in 26 verschiedenen Ländern – über fünf Kontinente verteilt – ausgetragen. Sie bietet ihren Spielern ebenfalls ein garantiertes Einkommen. Dieses beträgt 150.000 US-Dollar, sofern mindestens 15 Turniere gespielt werden [3].
Für professionelle Golferinnen ist die Ladies Professional Golf Association Tour (LPGA Tour) die bedeutendste Turnierserie. Darüber hinaus existieren weitere kleinere Touren, wie die Korn Ferry Tour als Entwicklungstour der PGA Tour, die Challenge Tour als europäisches Pendant sowie regionale Touren wie die Asian Tour. Für Spieler ab 50 Jahren bietet die PGA Tour Champions (früher Senior PGA Tour) eine eigene professionelle Turnierserie, auf der beispielsweise Bernhard Langer zu den erfolgreichsten Spielern zählt [13].
Besonders belastend ist die Situation für Spieler auf den unteren Tourebenen, da sie zunächst eine Spielerlaubnis durch die sogenannte Qualifying School (Q-School) erhalten müssen [28]. Diese jährlichen Qualifikationsturniere sind mit extremem psychischem Druck verbunden, da nur eine begrenzte Anzahl von Spielern eine Tour Card erhalten und damit Zugang zu den Turnieren der professionellen Touren bekommen. Forschung zeigt, dass Wettkampfdruck erhebliche Auswirkungen auf die psychophysiologische Stressreaktion und Leistung von Golfern hat [9, 18]. Für viele Spieler ist die Q‑School ein existenzieller Moment, da sie über die Möglichkeit entscheidet, den Profigolfsport überhaupt ausüben zu können und damit ein Einkommen zu generieren.
Auf den unteren Tourebenen gestaltet sich insbesondere die finanzielle Situation deutlich schwieriger. Spieler auf der Korn Ferry Tour verdienen zum Beispiel im Durchschnitt 112.560 US-Dollar (durch Preisgelder und nicht durch ein garantiertes Grundeinkommen) [14], haben jedoch auch jährliche Kosten von etwa 150.000 US-Dollar in Form von zum Beispiel Reisen, Unterkünften und Trainern [1]. Auf der Challenge Tour sind die Preisgelder noch geringer, und selbst auf der LPGA Tour berichten etablierte und erfolgreiche Spielerinnen davon, dass sie trotz des Erreichens einer Finalrunde (= erfolgreicher Cut) bei einzelnen Turnieren nicht einmal ihre Kosten decken können, zumal dort auch kein Grundgehalt, wie vergleichsweise bei den männlichen Kollegen der PGA, gezahlt wird [19]. Diese hierarchische und geschlechtergetrennte strukturierte Tourlandschaft mit ihren erheblichen finanziellen Unterschieden prägt die Arbeitsbedingungen und Karrierewege von Profigolfer*innen maßgeblich und beeinflusst damit auch die psychischen Belastungen, denen sie ausgesetzt sind. Die finanzielle Unsicherheit stellt einen erheblichen Belastungsfaktor dar, der zu psychischem Distress, Angststörungen und der Entwicklung einer Depression beitragen kann [14, 21].
„Sie spielen eigentlich immer gegen sich selbst. Wenn Sie sich selbst nicht im Griff haben, dann funktioniert überhaupt nix.“ (Erwin Langer im Film) [33]

Psychomentale Anforderungen – Definition und Differenzierung von Anforderungen, Belastungen und Folgen

Um die psychomentalen Aspekte des Berufsgolfsports systematisch zu betrachten, ist eine Differenzierung zwischen drei zentralen Bereichen notwendig:
Psychomentale Anforderungen sind die objektiven, durch die Struktur und Regeln des Golfsports entstehenden kognitiven und emotionalen Anforderungen. Dazu zählen beispielsweise die Notwendigkeit zur Konzentration über längere Zeiträume, die Bewältigung von Wettkampfdruck, die Verarbeitung von Leistungsbewertungen und die emotionale Regulation in Stresssituationen. Diese Anforderungen sind im Golfsport inhärent und treffen auf alle Profispieler zu [27, 29].
Psychische Belastungen entstehen, wenn die psychomentalen Anforderungen die individuellen Bewältigungsressourcen einer Person übersteigen. Sie beschreiben die tatsächliche Beanspruchung des Organismus durch diese Anforderungen und können sich in Form von Stress, Angst, Frustration oder emotionaler Erschöpfung manifestieren. Die Intensität psychischer Belastungen hängt sowohl von den objektiven Anforderungen als auch von individuellen Faktoren ab – wie Persönlichkeit, Erfahrung, Bewältigungsstrategien und sozialer Unterstützung [19, 27]. Zusätzlich stellen die notwendigen Reisen zu den Turnieren mit der Bewältigung unterschiedlicher Zeitzonen eine weitere psychische Belastung dar [11], die durch die räumliche Distanz zur Familie und zum gewohnten sozialen Umfeld verstärkt wird.
Psychische Folgen sind die längerfristigen oder pathologischen Auswirkungen unzureichend bewältigter psychischer Belastungen. Dazu gehören klinisch diagnostizierbare Störungen wie Depressionen, Angststörungen, Burnout, Schlafstörungen oder substanzbezogene Störungen. Diese Folgen treten nicht bei allen Profigolfern auf, sondern bei jenen, deren Belastungen chronisch werden oder deren Bewältigungsressourcen dauerhaft überschritten sind [27].
Genannte Differenzierung ist wichtig, um zu verstehen, dass nicht alle Profigolfer*innen unter psychischen Belastungen leiden, obwohl sie alle hohen psychomentalen Anforderungen ausgesetzt sind [27]. Gleichzeitig zeigen Studien, dass ein erheblicher Anteil der Profigolfer*innen tatsächlich psychische Belastungen und deren Folgen erleben [20].

Psychomentale Anforderungen im professionellen Golfsport

Der Wettkampfdruck stellt im professionellen Golfsport eine zentrale psychomentale Anforderung dar. Wenn diese Anforderung die individuellen Bewältigungsressourcen übersteigt, entsteht eine psychische Belastung, die laut Studienlage häufig zu mentaler Ermüdung und psychischem Stress führen kann. Eine Studie unter Challenge-Tour-Spieler*innen zeigte, dass über 50 % unter psychischem Distress leiden, 10,3 % Symptome einer Depression zeigen, 8,6 % Symptome einer Angststörung aufweisen und sogar 22,4 % zwei oder mehr psychische Störungen gleichzeitig haben [20]. Dabei gaben 67 % der betroffenen Spieler*innen an, bislang keine professionelle Hilfe gesucht zu haben. 61 % der Betroffenen waren der Meinung, dass auch keine entsprechende Unterstützung im ausreichenden Maße vorhanden sei [10]. Diese in Kürze dargestellten Ergebnisse unterstützen den Verdacht auf das Vorliegen einer hohen psychomentalen Vulnerabilität dieser Berufsgruppe sowie eine Notwendigkeit, bei Bedarf und rechtzeitig den Zugang zu einer präventiven psychologischen Betreuung zu verbessern.
Die starke Ergebnisorientierung im Golfsport, die stetigen Bewertungen und die Konsequenzen leistungsmäßiger Abweichungen (z. B: geringeres Preisgeld bzw. Preisgeld erst ab Erreichen der Finalrunde nach bereits zwei gespielten Runden) führen zu finanziellen Nachteilen und Unsicherheiten und somit besonderen individuellen Herausforderungen, da zu Beginn eines Turniers nicht sicher ist, dass die Kosten, die dafür vorausgelegt werden, tatsächlich auch gedeckt werden können. Hinzu kommen hohe Anforderungen an konzentriertes Arbeiten über Stunden hinweg in variablen klimatischen Bedingungen, lange Wettkampftage und Gehstrecken mit einer hohen Zahl an zu absolvierenden Schlägen, die aufgrund der Dauer und Intensität eine akute mentale Ermüdung begünstigen und zu einer Verschlechterung der Leistung feinmotorischer Fertigkeiten führen können [20]. Bei Turnieren über mindestens zwei Tage, mit 36 zu spielenden Löchern, kann der Anstieg einer mentalen Ermüdung direkt mit der sinkenden Konzentration, der Qualität des Spiels und dem Endergebnis in Verbindung gebracht werden [20]. Gleichzeitig konnten Autoren in einer weiteren Studie aufzeigen, dass mit der Anwendung von individuellen Maßnahmen wie positiven Selbstgesprächen und Selbstinstruktionen der Effekt der mentalen Ermüdung teilweise reduziert und zum Beispiel die technische Leistung (hier: Putt-Leistung) verbessert werden kann [20]. Aufgrund dieses Ergebnisses scheint es sinnvoll, die Integration von Methoden der positiven psychischen Gesundheitsförderung zu erwägen. Auch das Ergebnis der Studie von Pan et al. [20], dass mentale Ermüdung mit Schlafdefiziten assoziiert ist, zeigt, dass individuelle Maßnahmen, wie hier eine Stärkung der Regenerationsfähigkeiten von Golfer*innen, in der Prävention sinnvoll und notwendig sein könnten.
„Der Geist lenkt alles. Im Englischen sagen wir „it“, und er (Anm. Bernhard Langer) hat dieses „etwas“. Etwas geht in seinem Kopf vor oder in seinem Herzen oder in seiner Seele oder in seinem Geist, etwas, das ihn vom Rest der Welt unterscheidet – und genau darauf kommt es an. Das Problem ist, wir können es nicht sehen. Also neigen wir dazu, so zu tun, als gäbe es das nicht. Aber es ist da.“ (Bob Rotella, Sportpsychologe im Film) [33]
„Es (Anm: das gewisse „Etwas“) ist eine Gabe. Man kann es nicht lernen. Bestimmte Dinge kann man antrainieren, aber wenn es um dieses Etwas geht, kann das niemand genau definieren. Geduld, Hingabe, Übung, Selbstvertrauen, aber niemand weiß genau, was dieses „Etwas“ ist. Es ist eine besondere Gabe und Bernhard hat sie.“ (Gary Player im Film) [33]
Im Vergleich zu weniger erfolgreichen Spieler*innen fühlen sich erfolgreiche Golfer*innen tendenziell gestresster. Dies könnte mehrere Gründe haben: Erfolgreiche Golfer*innen sind mit höheren Erwartungen konfrontiert, haben mehr zu verlieren (Ranking, Preisgelder, Sponsorings) und erleben möglicherweise einen höheren sozialen Druck durch Aufmerksamkeit und öffentliche Erwartungen [12]. Kim und Choi [12] haben mit Hilfe von Fragebögen erhoben, dass eine vermehrte Erfahrung mit sozialem und leistungsbezogenem Stress und die Anwendung von vermeidenden Bewältigungsstrategien Risikofaktoren für negative Belastungsfolgen, Burnout und psychische Erkrankungen im Profigolfsport sind [12, 17]. Erschwerend kommt hinzu, dass die Spieler*innen keinen von außen her regulierten Trainingsalltag mit festen Einheiten haben. Somit tragen Spieler*innen eine hohe Eigenverantwortung und müssen die Trainingsplanung sowie das Turnierprogramm selbst koordinieren. Unter Wettkampfdruck sowie mit zunehmender mentaler Ermüdung sind aber eher ineffiziente Selbstregulationsstrategien mit erhöhter Risikobereitschaft zu erwarten [17, 27].
In einigen empirischen Studien spielen aber auch individuelle Faktoren eine entscheidende Rolle. So haben zum Beispiel „Wettkampfangst, Motivation und mentale Stärke“ direkten oder indirekten Einfluss auf die negative Belastungsfolgen im Berufsgolf (Abb. 2). Spieler*innen mit einer niedrigeren oder mittleren Motivation weisen beispielsweise erhöhte Werte der Wettkampfangst auf [29]. Weiterhin ist eine gute Emotionsregulation eine wichtige Voraussetzung, um im Profigolfsport erfolgreich sein zu können. Von besonderer Bedeutung ist dabei, die eigenen negativen Emotionen wie beispielsweise Angst, Ärger oder Frustration auch im Wettkampfgeschehen zu erkennen und sich von diesen nicht beeinflussen zu lassen [16]. Der Einsatz von Methoden wie Achtsamkeit, Reflexion und Emotionsregulation erweist sich im (Golf‑)Sport offensichtlich als hilfreiche Option, um die psychische Belastung zu reduzieren und die Konzentration auf die sportliche Leistung aufrechtzuerhalten [13].
„Der Bernhard hat die Gabe, dass er sich auf etwas richtig konzentrieren kann und dass er weiß, dass auf dem Weg zum Ziel vieles unwichtig wird. Und für das Ziel hat er alles andere auf die Seite geschoben.“ (Erwin Langer, Bruder von Bernhard Langer) [33]
Abb. 2
Mentale Stärke ist für den professionellen Golfsport unerlässlich. (Bernhard Langer, Foto: S von Stengel)
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Psychosoziale Anforderungen im professionellen Golfsport

Nicht nur der Wettkampf selbst stellt eine psychische Belastung für Spitzengolfer*innen da. Auch psychosoziale Anforderungen wirken auf die Profis (Tab. 1). Zu den belastendsten Anforderungen im Profigolfsport zählt neben dem finanziellen Druck in erster Linie die soziale Isolation. Diese ist in erster Linie durch den Aufbau des Tourkalenders bedingt. Profigolfer*innen verbringen einen Großteil des Jahres auf Reisen, weit entfernt von ihrer Familie, Freund*innen und ihrem gewohnten sozialen Umfeld [5, 6]. Diese Trennung und ständige Wechsel des eigenen Standorts, Hotelaufenthalte und eine ständig andere Umgebung erschweren den Aufbau und die Aufrechterhaltung stabiler sozialer Beziehungen. Dies kann zu Einsamkeit und emotionaler Belastung führen oder diese verstärken [5]. Die Anforderungen des Tourlebens beeinträchtigen auch die Work-Life-Balance zusätzlich. Lange Abwesenheiten von zu Hause, unregelmäßige Arbeitszeiten und die Tatsache, auch an Wochenenden und Feiertagen spielen zu müssen, machen es mitunter schwierig, „normale“ familiäre Verpflichtungen wahrzunehmen [26]. Für Golfer*innen mit Partner*innen und Kindern entsteht ein zusätzlicher Konflikt zwischen beruflichen Anforderungen und familiären Bedürfnissen [26]. Gleichzeitig ist bekannt, dass soziale Unterstützung ein wichtiger Schutzfaktor gegenüber psychischen Belastungen sein kann [5, 27]. Golfer*innen, die es schaffen, ein stabiles Umfeld aus Familie, Freund*innen oder einem engen Kreis von Vertrauten aufrechtzuerhalten, fühlen sich psychisch gesünder und berichten von einer höheren Lebenszufriedenheit [27]. Die Möglichkeit, außerhalb des Sports bzw. Arbeitsumfeldes soziale Kontakte zu pflegen und Hobbys nachzugehen, trägt zur emotionalen Stabilität bei [27].
Ein anderer belastender Faktor ist die Tatsache, dass Golf ein Individualsport ist. Im Gegensatz zu Mannschaftssportarten fehlt im Golf die unmittelbare soziale Unterstützung und Hilfe durch Teamkolleg*innen während des Wettkampfs. Systematische Vergleiche zeigen, dass Individualsportler*innen höhere Raten von Angststörungen und Depressionen aufweisen als Mannschaftssportler *innen [24]. Die Leistung muss allein vom Golfer erbracht werden, ohne sich auf die Hilfe eines anderen verlassen zu können. Damit tragen sie die gesamte Verantwortung für ihren Erfolg, aber auch Misserfolg [5]. Auch das Verhältnis zu anderen Golfer*innen auf der Tour ist häufig eher ambivalent: Sie sind gleichzeitig Kolleg*innen, aber auch genauso direkte Konkurrent*innen um Platzierungen, Preisgelder und Ranglistenplätze [5]. Es entsteht ein Prinzip von „Der Freund als Feind“ [5]. Dieser Konkurrenzkampf kann die Bildung echter sozialer Bindungen erschweren und sogar verhindern, was eine soziale Isolation weiter verstärken kann ([5]; Tab. 2).
Tab. 1
Psychosoziale Dimensionen im professionellen Golfsport
Ebene
Psychosoziale Faktoren
Anforderungen (objektive Anforderungen)
Individualsport ohne Teamunterstützung [5]
Ständiges Reisen und Trennung von Familie [14]
Unregelmäßige Arbeitszeiten [5]
Karriere-Anforderungen vs. Familienwünsche [26]
Belastungen (Beanspruchung durch Anforderungen)
Fehlende Teamunterstützung (Einzelsport) [5, 24]
„Freunde-als-Feinde“-Dynamik [5]
Beeinträchtigte Work-Life-Balance [5, 11]
Konflikt Karriere vs. Familie [26]
Schwierigkeiten bei Beziehungspflege [5]
Geschlechtsspezifische Anforderungen (Vereinbarkeit Karriere/Mutterschaft) [26]
Folgen (pathologische Auswirkungen)
Soziale Isolation und Einsamkeit [5]
Beziehungsprobleme [5]
Rückzug aus sozialem Umfeld [5]
Fehlende soziale Unterstützung [5]
Tab. 2
Psychomentale Dimensionen im professionellen Golfsport
Ebene
Psychomentale Faktoren
Anforderungen (objektive Anforderungen)
Konstante Ergebnisorientierung [21]
Hohe Konzentrations- und Entscheidungsanforderungen [20]
Mentale Anforderungen durch lange Turniertage [20]
Ständige Flugreisen in unterschiedlichste Zeitzonen [11]
Perfektionismus und Leistungsstandards [12]
Wettkampfdruck und Leistungsbewertung [16]
Belastungen (Beanspruchung durch Anforderungen)
Angst vor Versagen [12]
Leistungsdruck und Unsicherheit [16]
Finanzielle Unsicherheiten [10]
Mediapräsenz und öffentliche Erwartungen [13]
Schwierigkeiten mit Emotionsregulation [16]
Folgen (pathologische Auswirkungen)
Mentale Ermüdung [20]
Depression und Angststörungen [10]
Yips-Phänomen (motorische Fehlsteuerung) [7]
Emotionale Erschöpfung [17]
Schlafstörungen [17]
Burnout [17]
Es ist jedoch zu beachten, dass Golf nicht ausschließlich ein Individualsport ist. Bei bedeutenden internationalen Turnieren, wie dem Ryder Cup (Männer), dem Solheim Cup (Frauen) oder dem Presidents Cup spielen Golfer in verschiedenen Teamformaten wie Vierern (Foursomes) oder Four-Ball-Matches, bei denen sie als Team antreten. Diese Teamspielweisen können einen zusätzlichen psychischen Belastungsfaktor darstellen, da die Golfer nicht nur für ihre eigene Leistung verantwortlich sind, sondern auch für ihre Teamkollegen und oft für ihr Land spielen. Forschung zeigt, dass Wettkampfangst und mentale Stärke entscheidende Faktoren für die Leistung unter Druck sind [30].
Für Profigolferinnen kommen geschlechtsspezifische, zusätzliche Herausforderungen hinzu. Die Vereinbarkeit von Karriere und Schwangerschaft (später auch Mutterschaft) ist auf der LPGA Tour ein besonders sensibles Thema. Eine Schwangerschaft (und Elternzeit) könnte zu einer Unterbrechung der selbstständigen Karriere führen. Damit kann auch potenziell durch einen Verlust finanzieller Einnahmen, Ranglistenpunkten/-platzierungen, einen Trainingsrückstand etc. eine existenzielle Gefährdungssituation ausgelöst werden [26].

Präventive Ansätze und Unterstützungsprogramme

Um psychische Belastungen im Profigolfsport zu reduzieren, könnten neben Maßnahmen für bereits bestehende Belastungen auch präventive Ansätze für Heranwachsende und potenzielle professionelle Golfer*innen hilfreich sein. Da niemand von Beginn an mit Sicherheit weiß, ob er/sie Profigolfer*in wird, könnte es sinnvoll sein, dass mentale Gesundheit als Bestandteil der Entwicklung junger Golfer*innen proaktiv integriert wird und nicht erst als Reaktion auf bereits bestehende Probleme in Betracht gezogen wird. In den USA haben sich in den vergangenen Jahren diesbezüglich mehrere Initiativen etabliert, die mentale Gesundheit bereits bei Golfer*innen in jungen Jahren fördern. Ein Beispiel ist das „Generation Next Project“ [6]. Dieses Projekt wurde von Robert Jones Black, Urenkel des ehemaligen Golfers und Augusta National-Gründers Bobby Jones, ins Leben gerufen und widmet sich der Stärkung der mentalen Gesundheit junger Menschen durch den Golfsport. Das zentrale Element der Initiative bildet das Programm „Change Your Course“, das verschiedene Wettkampf-Szenarien wie „First-Tee-Nervosität“ (Nervosität vor dem ersten Abschlag), „Druck-Putts“ (Putts, die unter Druck ausgeführt werden und bei denen es oft zu Fehlern kommt) oder „Risiko-versus-Belohnung-Entscheidungen“ nutzt, um jungen Spieler*innen Emotionsregulation, zielgerichtetes Denken und Selbsteinschätzung beizubringen. Das gesamte Projekt steht unter dem Motto: „Teach the mental game, through the game of golf, for the game of life“ [6]. Das Programm wird in verschiedenen Formaten angeboten: als eintägige Workshops, mehrtägige Retreats oder durch lizenzierte Partnerschaften mit Golfclubs, Schulen und Jugendorganisationen. Teilnehmer*innen erhalten praktisches Training, geführte Gruppendiskussionen und individuelle Unterstützung durch Psycholog*innen.

Plus 3 Golf (P3G)

Einen ähnlichen Weg geht Plus 3 Golf (P3G), eine gemeinnützige Organisation, die Juniorengolf mit einem ganzheitlichen Ansatz verbindet, bei dem auch die mentale Gesundheit berücksichtigt wird [25]. Das Programm integriert Sportpsychologie, Mental-Workshops und Unterstützung bei der College-Rekrutierung. Im Vordergrund steht dabei, die noch jungen Golfer*innen ganzheitlich zu fördern [25]. Die Initiative umfasst mehrere Kernbereiche. Dazu zählen eine landesweite Turnierserie (P3G Junior Golf Series), die Spieler*innen Wettkampferfahrung und Sichtbarkeit bei College-Scouts bietet. Weiterhin zählen eine College-Recruiting-Unterstützung (Vermittlung von College-Sportstipendien durch Talentsucher) und Mentality Workshops, die mentale Stärke, Visualisierungstechniken und den Umgang mit Druck vermitteln. Darüber hinaus werden ein körperliches Konditionstraining mit golfspezifischen Kraftübungen und Verletzungsprävention angeboten. Außerdem gibt es ein P3G Athlete Wellness Scholarship, das finanzielle Unterstützung, Sportpsychologie und Karriereberatung kombiniert [25]. Diese Programme zeigen, dass mentale Fitness nicht erst dann relevant wird, wenn Probleme auftreten, sondern von Beginn an als Grundlage für eine nachhaltige Karriere im Golfsport etabliert werden kann und möglicherweise sinnvoll erscheint [25].

Unterstützung auf professioneller Ebene

Psychologische Beratung und Hotline (PGA Tour)

Auch auf professioneller Ebene haben die großen Touren in den vergangenen Jahren ihre psychische Betreuung systematisch ausgebaut und institutionalisiert. Die Entwicklung dieser Programme verdeutlicht einen Wechsel in der Wahrnehmung der psychomentalen Gesundheit im Profigolfsport von einem Tabuthema hin zu einem anerkannten Bestandteil der professionellen Golfer*innen-Betreuung. Diesbezüglich haben die Organisatoren der PGA Tour 2019 ein umfassendes, auf drei Säulen basierendes Mental-Health-Support-Programm eingeführt [21]. Dieses beinhaltet einerseits seit 2019 das Angebot einer vertraulichen psychologischen Beratung über die „eHome Counseling Group“. Dabei handelt es sich um ein landesweites virtuelles Beratungsunternehmen, das auf empirisch fundierte mentale Gesundheitsbehandlung spezialisiert ist [4]. Das Programm bietet im Sinne von „Face-to-Face“ virtuelle Beratungssitzungen, die nach dem eigenen Zeitplan der Spieler*innen überall – und vor allem von unterwegs – durchgeführt werden können [4]. Die PGA-Tour-Versicherung deckt dabei die Kosten für die mentale Gesundheitsversorgung. Zusätzlich wurden für Spieler*innen ohne Versicherung vergünstigte Selbstzahler-Tarife ausgehandelt [4]. Dabei sind alle Services streng vertraulich, auch gegenüber den Verantwortlichen der PGA Tour [4]. Zweitens haben nicht nur die Spieler selbst, sondern auch Caddies Zugang zu einer Mental Health Support Line [23]. Diese vertrauliche Hotline ist 24 h am Tag, sieben Tage die Woche sowohl national als auch international unter einer zentralen Nummer erreichbar [23]. Die PGA Tour hat mit einem landesweiten Call Center einen Vertrag geschlossen, um diese Unterstützung zu betreiben [23]. Die Hotline verbindet Anrufer sofort mit einer lizenzierten fachlichen Anlaufstelle, die bei der Bewältigung von psychischen Gesundheitskrisen unterstützen kann [23]. Drittens steht allen PGA-Tour‑, PGA-Tour-Champions‑, Korn-Ferry-Tour- und International-Tour-Mitgliedern sowie Caddies durch eine Partnerschaft mit dem United States Olympic and Paralympic Committee (USOPC) ein Mental-Health-Register zur Verfügung [23]. Über dieses Register können hochqualifizierte, lizenzierte psychologische Anlaufstellen – darunter Sozialarbeiter, professionelle Berater, Ehe- und Familientherapeuten, Psychologen und Psychiater – gefunden werden, die Erfahrung mit Elite-Athleten haben [23].

Mentales Training und Achtsamkeit (LPGA Tour)

Für die Spielerinnen der LPGA Tour wurde im Jahr 2019 eine spezielle Mental Health Initiative entwickelt. Als offizieller Mentaltraining-Anbieter wurde eine Partnerschaft mit Headspace geschlossen, einer globalen App für Meditation und Achtsamkeit [15]. Headspace bietet den Spielerinnen Zugang zu umfassenden Meditations- und Achtsamkeitsinhalten, die speziell auf Sportperformance, Schlaf und mentale Vorbereitung ausgerichtet sind [15]. Die Partnerschaft umfasst nicht nur die LPGA-Tour-Spielerinnen, sondern auch LPGA Leadership Academies für Mädchen im Alter von 14–17 Jahren, die jeweils eine jährliche Headspace-Mitgliedschaft erhalten [15]. Diese Kooperation mit Headspace unterstreicht die Bedeutung mentalen Trainings im Golfsport, der bereits schon immer traditionell als „mental game“ galt [15]. Diese Programme zeigen, dass mentale Gesundheit im Profigolfsport zunehmend als Bestandteil der Spieler*innen-Betreuung verstanden wird. Die Verfügbarkeit vertraulicher, niedrigschwelliger und evidenzbasierter Unterstützungsangebote kann dazu beitragen, die Stigmatisierung psychischer Probleme abzubauen und Spieler*innen zu ermutigen, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Allerdings ist zu beachten, dass systematische Evaluationen dieser Programme und deren Effektivität zur Reduktion psychischer Belastungen in der Fachliteratur bislang begrenzt dokumentiert sind. Daher können derzeit keine evidenzbasierten Aussagen zur Wirksamkeit dieser Initiativen gemacht werden.

Fazit

  • Die psychomentalen und psychosozialen Anforderungen im professionellen Golfsport sind hoch und vielseitig.
  • Das Ergebnis- und Individualitätsprinzip des Golfsports, gepaart mit einer hohen Eigenverantwortung und geringer sozialer Unterstützung, erhöht die psychische Vulnerabilität.
  • Inzwischen zeigt die Entwicklung von Anlaufstellen und Programmen, dass die Bedeutung der psychischen Aspekte im professionellen Golfsport ernstgenommen werden.
  • Die Prävention sollte bereits im Jugendalter beginnen.
  • Leider stehen standardisierte klinische Studien mit psychometrischen Scores (z. B. Depression Screening Instruments, Anxiety Scales) im professionellen Golfsport bislang nur begrenzt zur Verfügung. Dies ist teilweise darauf zurückzuführen, dass Profigolfer*innen eine kleine und schwer erreichbare Population darstellen, Datenschutzbedenken und Stigmatisierung die Forschungsteilnahme erschweren und dass golfspezifische Messinstrumente noch nicht standardisiert sind.
  • Zukünftige Forschung sollte daher systematische Studien mit standardisierten Instrumenten durchführen, um die Prävalenz psychischer Belastungen im Golfsport besser zu quantifizieren.

Danksagung

Wir danken Herrn Erwin Langer für die freundliche und konstruktive Zusammenarbeit, Frau Frauke Constantin von Constantin PR für die Unterstützung sowie und Herrn Stefan von Stengel für die spontane Bereitstellung der Fotos und die nette Kooperation.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

J.B. Wagner, R. Mclean, F. Holzgreve, D. Ohlendorf und E.M. Wanke geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
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Titel
Golfsport als Beruf – eine arbeitsmedizinische Bestandsaufnahme
Teil 3: Psychische Belastungen
Verfasst von
Jan Benedikt Wagner
Ralph Mclean
Fabian Holzgreve
Daniela Ohlendorf
Prof. Dr. Dr. med. Eileen M. Wanke
Publikationsdatum
16.03.2026
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Schlagwort
Arbeitsmedizin
Erschienen in
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
Print ISSN: 0944-2502
Elektronische ISSN: 2198-0713
DOI
https://doi.org/10.1007/s40664-026-00606-6
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Zurück zum Zitat Cunningham K (2025) Pro reveals actual costs of pursuing PGA Tour dream. Golf.com. https://golf.com/news/korn-ferry-pro-reveals-steep-costs-pga-tour-dream/. Accessed 1.11.2025
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Zurück zum Zitat DP World Tour (2022) DP World Tour announces global 2023 schedule. https://www.europeantour.com/dpworld-tour/news/articles/detail/dp-world-tour-announces-global-2023-schedule/. Accessed 4.11.2025
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Zurück zum Zitat eHome Counseling Group (o. J.) PGA TOUR Counseling: eHome’s Mental Wellness Support. https://www.ehomegroup.com/pga. Zugegriffen: 01. 11 2025
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