Skip to main content
main-content

18.06.2021 | Arterielle Hypertonie | Podcast | Onlineartikel

Der Springer Medizin Podcast

Volkskrankheit Bluthochdruck – endlich konsequent handeln!

Im Gespräch mit Prof. Dr. med Florian Limbourg, Experte für Bluthochdruck

Autor:
Dr. med. Erik Heintz

Trotz bester Voraussetzungen ist die Versorgung von Menschen mit Bluthochdruck in Deutschland in der Breite immer noch ungenügend: Zu oft wird die Hypertonie zu spät entdeckt und auch bei behandelten Personen beträgt die Blutdruck-Kontrollrate gerade mal 50%. Hypertonie-Experte Prof. Florian Limbourg von der Medizinischen Hochschule Hannover erklärt, wie einfach eine leitliniengerechte Therapie eigentlich ist und worauf Ärzte und Ärztinnen und auch Betroffene achten sollten.  

(Dauer: 25:03 Minuten)

In dieser Folge steht die Volkskrankheit Bluthochdruck, die arterielle Hypertonie, im Fokus: Nahezu jeder 3. Mensch in Deutschland hat einen Hypertonus. In manchen Altersgruppen, z.B. bei den über 65- bis 79-Jährigen, sind es sogar über 70%. Aber auch junge Menschen haben häufiger als man vermutet einen Bluthochdruck. Und bei diesen wird er besonders häufig nicht entdeckt und kann seine schädigende Wirkung über Jahre im Verborgenen entwickeln. Wird ein Bluthochdruck nicht erkannt oder nicht ausreichend behandelt, sind schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall die Folge.

Nach den derzeit gültigen Leitlinien – den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) von 2018 – spricht man von einem Hypertonus ab einem Praxismesswert von 140/90 mmHG.  

» Die ESC-Leitlinien "Management der arteriellen Hypertonie" als Pocketausgabe (PDF) in deutscher Sprache finden Sie hier.

Wir klären in dieser Podcast-Episode mit dem Hochdruck-Experten Prof. Dr. med. Florian Limbourg, warum Bluthochdruck oft nicht oder zu spät entdeckt wird, wie man mit einer leitliniengerechten Therapie u.a. unter Einbeziehung von Kombinationspräparaten die Zielwerte erreicht und die Patient*innen so vor schwerwiegenden Folgeerkrankungen schütz. Es geht um Motivation zur Lebensstiländerung als wichtige präventive Säule, Therapieadehärenz, den Stellenwert der Heimblutdruckmessung und den möglichen Einsatz von Gesundheitsapps. 

Prof. Limbourg ist Koordinator des Hypertonie-Zentrums der Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen der Medizinischen Hochschule Hannover und zudem auch im Vorstand der Deutschen Hochdruckliga. 
» Zur Übersichtsseite mit allen Episoden des Springer Medizin Podcasts

Weiterführende Links:


Auf SpringerMedizin.de

Auf der Seite der Dt. Hochdruckliga e. V.

Weiterführende Themen

Passend zum Thema

ANZEIGE
Arterielle Hypertonie

Klinische Daten bestätigen renale Denervation mit Ultraschall

Neue TRIO-Daten zeigen RDN mit Ultraschall („Paradise“-System) als sinnvolle Therapieergänzung zur Blutdrucksenkung bei unkontrollierter Hypertonie. Die überaktiven Nierennerven werden durch eine 360°Sonikation verödet. Das Kühlsystem „HydroCooling“ im Ballonkatheter schützt die Arterienwand.

Passend zum Thema

ANZEIGE

DAPT bei ACS: Ticagrelor bewährt sich auch im Versorgungsalltag

Die duale Anti-Plättchentherapie (DAPT) mit einem P2Y12-Inhibitor kann Myokardinfarkt-bedingte Hospitalisierungen verringern. Aktuelle Versorgungsdaten [1] unterstreichen den Nutzen im Praxisalltag.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Chronische KHK patientenindividuell behandeln

Bei Patienten mit chronischer KHK und stabiler Angina pectoris sind Begleiterkrankungen gemäß der Nationalen VersorgungsLeitlinie Chronische KHK ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Wahl der antianginösen Dauertherapie. Dabei wird nicht mehr zwischen Antianginosa der ersten und zweiten Wahl unterschieden [1].

ANZEIGE

Bewegung ist eine Polypille

Regelmäßiger Sport kann pathologische Veränderungen in den Gefäßen korrigieren und Patienten mit Angina pectoris zu mehr Lebensqualität verhelfen [5]. Über die Bedeutung von Bewegung für die Herzgesundheit spricht Prof. Dr. med. Rainer Hambrecht, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Herzzentrum Bremen, im Interview.

ANZEIGE

Stabile KHK im Fokus: Individualisiertes Therapiemanagement

Die wesentlichen Behandlungsziele der stabilen KHK sind die Verbesserung von Symptomatik, Belastungstoleranz und Lebensqualität, sowie die Prävention von Ischämien und Myokardinfarkt. Viele Patienten weisen Begleiterkrankung auf – ein individualisiertes Therapiemanagement ist deshalb unerlässlich. Informieren Sie sich hier über aktuelle Therapiestrategien.

Bildnachweise