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Gefässchirurgie

Experimentelle Atheroskleroseforschung am Groß- und Kleintiermodell in der Gefäßchirurgie

Erschienen in:

Zusammenfassung

Tiermodelle haben unser Verständnis um die Mechanismen der Atherosklerosebildung und der Bewertung von Therapiemöglichkeiten deutlich verbessert. Der aktuelle Forschungsschwerpunkt liegt auf präventiven Strategien und umfasst pharmakologische und biologische Interventionen, die sich primär gegen die Proliferation von glatten Muskelzellen richten. Zudem werden endovaskuläre Techniken zur Rekanalisation und/oder Wirkstoffabgabe sowie integrierte Ansätze mit Geräten und pharmakobiologischen Wirkstoffen intensiv erforscht. Die jahrzehntelange Erfahrung mit Tiermodellen in der Gefäßforschung hat gezeigt, dass es kein einzelnes, für alle Zwecke einsetzbares Modell der Atheroskleroseforschung gibt. Die Spannweite reicht dabei von Großtieren wie dem Schwein bis hin zu Kleintierversuchen mit genetisch veränderten Nagern wie z. B. der ApoE−/−-Maus (Apolipoprotein-E-defiziente Maus) mit entsprechend unterschiedlich stark ausgeprägten Veränderungen in ihren Lipid- und Lipoproteinspiegeln. Die Entwicklung transgener Varianten von derzeit verfügbaren Modellen hat unsere Möglichkeiten bereits in der Vergangenheit und auch für die Zukunft erweitert. Dennoch ist ein Verständnis der individuellen Merkmale einer Erkrankung bei jeder Tierspezies von Bedeutung, um das Versuchsdesign valide planen und durchführen zu können.
Titel
Experimentelle Atheroskleroseforschung am Groß- und Kleintiermodell in der Gefäßchirurgie
Verfasst von
PD Dr. F. Simon
A. Larena-Avellaneda
S. Wipper
Publikationsdatum
15.05.2020
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 4/2020
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-020-00643-2
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