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Die Radiologie

Bildgebung bei posterolateraler Rotationsinstabilität des Kniegelenks

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Zusammenfassung

Die posterolaterale Instabilität des Kniegelenks tritt typischerweise bei Verletzungen der posterolateralen Gelenkecke oder bei zusätzlichen Kombinationsverletzungen mit Beteiligung des vorderen und hinteren Kreuzbands auf. Neben zahlreichen, kleineren anatomischen Strukturen sind an erster Stelle das laterale Kollateralband (LCL), der M. popliteus mit dessen Sehne sowie das popliteofibulare Band (PFL) zu nennen, welche bildgebend mittels Magnetresonanztomographie (MRT) in der Regel gut zu beurteilen sind. Kleinere Strukturen wie das Lig. arcuatum und das Lig. fabellofibulare sind nicht regelhaft abzugrenzen, und sind von geringerer Bedeutung für die Entwicklung einer posterolateralen Rotationsinstabilität. Übersehene Verletzungen der posterolateralen Gelenkecke begünstigen jene Instabilität mit der Komplikation von insuffizienten Bandrekonstruktionen und dem frühen Auftreten einer posttraumatischen Arthrose. Die Kenntnis der MRT-Morphologie der beteiligten anatomischen Strukturen unter Berücksichtigung der biomechanischen Bedeutung ist entscheidend, um die entsprechenden bildgebenden Befunde zu erkennen und zu benennen.
Titel
Bildgebung bei posterolateraler Rotationsinstabilität des Kniegelenks
Verfasst von
Dr. med. Dirk Müller
Publikationsdatum
30.01.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Radiologie / Ausgabe 4/2024
Print ISSN: 2731-7048
Elektronische ISSN: 2731-7056
DOI
https://doi.org/10.1007/s00117-023-01258-w
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Bildnachweise
Mann wird in einen Magnetresonanztomographen gefahren/© auremar / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Junge Frau in Krankenhaus-Kleidung/© gpointstudio / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)