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18.12.2020 | Arthrosen | Leitthema | Ausgabe 2/2021

Der Orthopäde 2/2021

Mini-Implantate am Fuß- und Sprunggelenk: Eine Alternative zur Vollprothese oder Versteifung

Zeitschrift:
Der Orthopäde > Ausgabe 2/2021
Autoren:
PD Dr. Matthias Lerch, Christian Plaass, Leif Claassen, Sarah Ettinger

Zusammenfassung

Mini-Implantate in der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie werden zunehmend eingesetzt. Ziel der Implantate ist der Erhalt der Funktion der Gelenke, unter Berücksichtigung der Biologie und der Rückzugsmöglichkeiten. Frühe Versuche mit Mini-Implantaten im Sinne von silastischen Implantaten oder Teilprothesen brachten nicht den erhofften Erfolg. Mit Einführung eines modernen metallischen Mini-Implantats konnten die ersten Erfolge am MTP‑I sowie dem oberen Sprunggelenk (OSG) erzielt werden. Seit wenigen Jahren steht ein Implantat aus Polyvinylalkohol zur Versorgung des arthrotischen MTP‑I zur Verfügung. Implantate aus Polylactid können als Interpositionsarthroplastiken bei Arthrosen der Lisfranc-Gelenkreihe oder des MTP‑I zum Einsatz kommen. Eine neue Technik ohne Langzeiterfahrung bei therapierefraktären Defekten des Talus stellt die Versorgung mittels Hemiprothese dar. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die momentan verfügbaren Mini-Implantate. Der Einsatz als mögliche Alternative zur Vollprothese oder Versteifung wird vor dem Hintergrund der aktuell verfügbaren Literatur kritisch beleuchtet.

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