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Arthroskopie

Patellofemoraler Gelenkersatz

Reserveoperation oder bewährte Strategie?

Erschienen in:

Zusammenfassung

Der patellofemorale Gelenkersatz (PFG) stellt eine knochensparende Behandlungsoption für Patienten mit isolierter patellofemoraler Arthrose dar, insbesondere für junge und aktive Betroffene mit hohen funktionellen Ansprüchen. Während primär degenerative Veränderungen selten sind, werden posttraumatische Zustände, Malalignments oder Trochleadysplasien als häufigste Ursachen identifiziert. Eine präzise präoperative Diagnostik mit bildgebenden Verfahren ist unerlässlich, um Begleitpathologien wie eine Patella alta oder eine lateralisierte Tuberositas zu erkennen und ggf. durch Zusatzoperationen wie eine Tuberositasosteotomie oder Rekonstruktion des medialen patellofemoralen Ligaments (MPFL) zu adressieren. Im Vergleich zur Totalendoprothese (KTEP) bietet der PFG Vorteile wie geringere Invasivität, besseren Erhalt des Knochenstocks und eine verbesserte Beweglichkeit, jedoch ist die Revisionsrate – insbesondere aufgrund einer tibiofemoralen Anschlussarthrose – höher. Unter strenger Indikationsstellung, präziser Operationstechnik und Berücksichtigung der individuellen Anatomie kann der PFG eine wertvolle Option zur Wiederherstellung der Gelenkfunktion und Lebensqualität darstellen.
Titel
Patellofemoraler Gelenkersatz
Reserveoperation oder bewährte Strategie?
Verfasst von
Johannes Rieger
C. Benignus
P. Buschner
J. Beckmann
Publikationsdatum
22.07.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Arthroskopie / Ausgabe 6/2025
Print ISSN: 0933-7946
Elektronische ISSN: 1434-3924
DOI
https://doi.org/10.1007/s00142-025-00791-1
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Bildnachweise
Arthropedia, Knochensäge im Einsatz bei Knie-TEP/© Issara / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Älterer Mann schaut kritisch auf Tabletten/© Mediteraneo / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Speicheldrüsensonographie der Glandula parotis links bei Sjögren-Syndrom/© Zehrfeld N. et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH