Entnahme eines „split graft“ des Peroneus longus für die rekonstruktive Bandchirurgie am Kniegelenk
- 29.07.2024
- Arthroskopie
- Tipps und Tricks
- Verfasst von
- Ming Zhou
- Prof. Dr. Wolf Petersen
- Erschienen in
- Arthroskopie | Ausgabe 4/2024
Zusammenfassung
Die Verfügbarkeit autologer Transplantatoptionen kann, insbesondere in der Revisionschirurgie oder bei der Versorgung von Multiligamentverletzungen, begrenzt sein. Eine in Europa bisher wenig beachtete, aber in Asien sehr populäre Alternative ist die hälftig entnommene Sehne des M. peroneus longus („split graft“). Ziel dieses Artikels ist es, die Entnahmetechnik dieses autologen Sehnentransplantats zu beschreiben. Als Zugang dient ein ca. 1–2 cm langer Hautschnitt posterior der Fibula knapp oberhalb des Außenknöchels. Nach Spaltung der Subkutanschichten und der Faszie werden die Peroneussehnen aufgesucht: Die Peroneus-longus-Sehne liegt posterior und lateral der Peroneus-brevis-Sehne. Diese wird mit einer Klemme umfahren und mittig im Faserverlauf inzidiert. Die anteriore Hälfte wird mit Baseball-stitch-Nähten armiert, distal abgetrennt und dann durch Vorschieben eines typischen Sehnenstrippers separiert und vom M. peroneus longus gelöst. Die durchschnittliche Transplantatlänge liegt bei ca. 29 cm. Bisherige Berichte zu diesem Transplantat aus der Literatur sind positiv. Es wird jedoch vereinzelt über eine Entnahmemorbidität am Sprunggelenk berichtet.
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- Titel
- Entnahme eines „split graft“ des Peroneus longus für die rekonstruktive Bandchirurgie am Kniegelenk
- Verfasst von
-
Ming Zhou
Prof. Dr. Wolf Petersen
- Publikationsdatum
- 29.07.2024
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwort
- Arthroskopie
- Erschienen in
-
Arthroskopie / Ausgabe 4/2024
Print ISSN: 0933-7946
Elektronische ISSN: 1434-3924 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00142-024-00700-y
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