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12.06.2017 | Arthroskopie | Operative Techniken | Ausgabe 4/2017

Operative Orthopädie und Traumatologie 4/2017

Die Arthroskopie der Fingermittelgelenke

Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traumatologie > Ausgabe 4/2017
Autor:
Prof. Dr. N. Borisch

Zusammenfassung

Operationsziel

Schmerzlinderung im betroffenen Mittelgelenk (PIP-Gelenk) durch Synovialektomie, Entfernung von freien Gelenkkörpern. Dorsale Arthrolyse.

Indikationen

Therapieresistente Synovialitis bei rheumatoider Arthritis (RA), primäre/sekundäre Arthrose im Frühstadium, freie Gelenkkörper, Gelenksteife.

Kontraindikationen

Bereits eingetretene biomechanische Veränderungen bei RA (Knopfloch‑, Schwanenhalsdeformität). Große perforierende Synovialzysten. Radiologisch fortgeschrittene Veränderungen bei Arthrose. Gelenkinstabilität. Frische Hautläsion in Portalnähe.

Operationstechnik

Vertikalextension des betroffenen Fingers durch Mädchenfänger, wenn zusätzlich ein Grundgelenk arthroskopiert wird, ansonsten liegt das Gelenk auf dem Handtisch. Auffüllen des Gelenks mit Ringer-Lösung. Anlegen eines radialen und ulnaren dorsalen Portals auf Gelenkspalthöhe, zwischen Unterrand der Strecksehnenseitzügel und Oberrand der Seitenbänder. Diagnostische Arthroskopie. Bei ungenügender Sicht zunächst „blinde“ Synovialektomie mit dem Shaver im dorsalen Rezessus. Vervollständigen der Synovialektomie unter Sicht; 1,9-mm-Arthroskop mit 30°-Optik, 2‑mm-Shaver („agressive cutter“). Verschluss der Portale; Watteverband.

Weiterbehandlung

Sofortige freie Mobilisierung für vollständige Fingerstreckung.

Ergebnisse

Von den 2009–2011 arthroskopisch an den PIP-Gelenken synovialektomierten Patienten wurden 91 % telefonisch zur Schmerzreduktion und Zufriedenheit befragt. Von den 22 Patienten hatten 11 eine RA und 11 eine Arthrose, jeweils mit 14 behandelten PIP-Gelenken. Insgesamt waren 9 Patienten mit RA (11 behandelte Gelenke, 79 %) und nur ein Patient mit Arthrose (2 behandelte Gelenke, 14 %) mit dem Ergebnis zufrieden. Das Verfahren zeigt bei RA eine gute Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung der Hand; für die Arthrose ist es nicht oder nur in ausgewählten Fällen zu empfehlen.

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