Skip to main content

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

12. Arzneimittelinteraktionen

verfasst von : C. Hiemke

Erschienen in: Facharztwissen Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Zusammenfassung

Eine Arzneimittelinteraktion meint eine Veränderung der Wirkung eines Medikaments (Verstärkung oder Abschwächung) durch die Kombination mit einem anderen Arzneimittel. Zur Abschätzung möglicher Interaktionen sind pharmakodynamische und -kinetische Eigenschaften der kombinierten Medikamente zu berücksichtigen, aber auch Patientenmerkmale wie Alter, Metabolisierer-Typ und Komorbiditäten. Pharmakodynamische Eigenschaften der Medikamente ergeben sich aus den Zielstrukturen, über die Arzneimittel wirken, die pharmakokinetischen Eigenschaften v. a. aus den die Arzneimittel verstoffwechselnden Enzymen. Die meisten Psychopharmaka werden durch Isoenzyme der Familie der Cytochrom-P450-Enzyme in der Leber verstoffwechselt. Medikamente, Hormone, aber auch bspw. Nikotin, Alkohol, Grapefruitsaft können Cytochrom-P450-Enzyme in ihrer Aktivität modulieren. Um Risiken durch pharmakokinetische Wechselwirkungen rechtzeitig entgegensteuern zu können, sind Kontrollen von Wirkstoffkonzentrationen im Blut oft sinnvoll.
Literatur
Zurück zum Zitat Baxter K (2016) Stockley’s Drug interactions. Pharmaceutical Press, London Baxter K (2016) Stockley’s Drug interactions. Pharmaceutical Press, London
Zurück zum Zitat Benkert O, Hippius H (2017) Kompendium der psychiatrischen Pharmakotherapie. Springer, HeidelbergCrossRef Benkert O, Hippius H (2017) Kompendium der psychiatrischen Pharmakotherapie. Springer, HeidelbergCrossRef
Zurück zum Zitat Hefner G, Shams M, Wenzel-Seifert K, Fellgiebel A, Falter T, Haen E, Hiemke C (2015) Rating the delirogenic potential of drugs for prediction of side effects in elderly psychiatric inpatients. JJ Pharma Pharmacovigilance 1: 1–7 Hefner G, Shams M, Wenzel-Seifert K, Fellgiebel A, Falter T, Haen E, Hiemke C (2015) Rating the delirogenic potential of drugs for prediction of side effects in elderly psychiatric inpatients. JJ Pharma Pharmacovigilance 1: 1–7
Zurück zum Zitat Hiemke C, Eckermann E (2014) Kombinationstherapie / Polypharmazie: Interaktionen von Psychopharmaka. Psychopharmakotherapie 21: 269–279 Hiemke C, Eckermann E (2014) Kombinationstherapie / Polypharmazie: Interaktionen von Psychopharmaka. Psychopharmakotherapie 21: 269–279
Zurück zum Zitat Hiemke C, Baumann P, Bergemann N, Conca A, Dietmaier O, Egberts K, Fric M, Gerlach M, Greiner C, Gründer G, Haen E, Havemann-Reinecke U, Jaquenoud Sirot E, Kirchherr H, Laux G, Lutz UC, Messer T, Müller MJ, Pfuhlmann B, Rambeck B, Riederer P, Schoppek B, Schwarz MJ, Stingl J, Uhr M, Ulrich S, Waschgler R, Zernig G (2012) Therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie. TDM-Gruppe der AGNP (2012) AGNP Konsensus-Leitlinien für Therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie: Update 2011. Psychopharmakotherapie 19: 91–122 Hiemke C, Baumann P, Bergemann N, Conca A, Dietmaier O, Egberts K, Fric M, Gerlach M, Greiner C, Gründer G, Haen E, Havemann-Reinecke U, Jaquenoud Sirot E, Kirchherr H, Laux G, Lutz UC, Messer T, Müller MJ, Pfuhlmann B, Rambeck B, Riederer P, Schoppek B, Schwarz MJ, Stingl J, Uhr M, Ulrich S, Waschgler R, Zernig G (2012) Therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie. TDM-Gruppe der AGNP (2012) AGNP Konsensus-Leitlinien für Therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie: Update 2011. Psychopharmakotherapie 19: 91–122
Zurück zum Zitat Messer T, Schmauß M (2016) Polypharmazie in der Behandlung psychischer Erkrankungen. Springer, Berlin HeidelbergCrossRef Messer T, Schmauß M (2016) Polypharmazie in der Behandlung psychischer Erkrankungen. Springer, Berlin HeidelbergCrossRef
Zurück zum Zitat Wehling M (2012) Medikation im Alter. Kognitionseinschränkende Pharmaka. Internist 53: 1240–1247CrossRef Wehling M (2012) Medikation im Alter. Kognitionseinschränkende Pharmaka. Internist 53: 1240–1247CrossRef
Metadaten
Titel
Arzneimittelinteraktionen
verfasst von
C. Hiemke
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-50345-4_12

Mehr Zeit in den sozialen Medien kann zu Angststörungen führen

Eine Studie aus Finnland hat die Social-Media-Nutzung unter 16-jährigen Mädchen genauer unter die Lupe genommen. Lange Nutzdauer von Instagram & Co. war mit höheren Raten an Angststörungen assoziiert. Insgesamt waren rund 17% der Mädchen abhängig von Social Media.

Intoxikation ohne Alkoholaufnahme: An das Eigenbrauer-Syndrom denken!

05.06.2024 Internistische Diagnostik Nachrichten

Betrunken trotz Alkoholabstinenz? Der Fall einer 50-jährigen Patientin zeigt, dass dies möglich ist. Denn die Frau litt unter dem Eigenbrauer-Syndrom, bei dem durch Darmpilze eine alkoholische Gärung in Gang gesetzt wird.

Placebo kann psychische Erkrankungen lindern

04.06.2024 Psychiatrische Therapieverfahren Nachrichten

Unter Placebo verbessert sich der Zustand vieler psychisch erkrankter Patienten und Patientinnen deutlich. Die Effekte unterscheiden sich allerdings je nach Diagnose, zeigt eine große Metaanalyse.

Prämenstruelle Beschwerden mit Suizidrisiko assoziiert

04.06.2024 Suizidalität Nachrichten

Manche Frauen, die regelmäßig psychische und körperliche Symptome vor ihrer Menstruation erleben, haben ein deutlich erhöhtes Suizidrisiko. Jüngere Frauen sind besonders gefährdet.