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Frailty und Pharmakotherapie

Erschienen in:

Zusammenfassung

Ältere Patienten mit Frailty zeigen eine gesteigerte Vulnerabilität für negative Gesundheitsereignisse, die unter anderem als Folge von unerwünschten Arzneimittelwirkungen eintreten. Angesichts der komplexen klinischen Bedarfe älterer Patienten mit Frailty sollte in dieser Population ein fokussiertes Medikationsmanagement erfolgen. Als Orientierungspunkt können dabei die Konsensusprinzipien für die klinische Praxis des Optimizing Geriatric Pharmacotherapy through Pharmacoepidemiology Network herangezogen werden. Diese betonen die Bedeutung eines konsolidierten Medikationsplans, einer Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten zum Medikamentenmanagement („medication management capacity“) und eines angemessenen Verschreibungsverhaltens. Zahlreiche Arzneistoffe können verschiedene geriatrische Syndrome nachteilig beeinflussen. Die Evidenzlage zur Arzneimitteltherapie bei Frailty ist bislang limitiert. Seit wenigen Jahren sind verstärkte Bemühungen zu verzeichnen, ältere Patienten mit Frailty retrospektiv unter den Teilnehmern randomisierter kontrollierter Studien zu identifizieren. Zur Identifikation wird unter anderem der Frailty-Index nach Rockwood herangezogen. Eine zusätzliche Möglichkeit der Evidenzgewinnung zur Pharmakotherapie bei Frailty stellt die Auswertung von Routineversorgungsdaten dar.
Titel
Frailty und Pharmakotherapie
Verfasst von
Dr. med. Annette Eidam
Hanna M. Seidling
Julia C. Stingl
Jürgen M. Bauer
Publikationsdatum
03.09.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Innere Medizin / Ausgabe 10/2025
Print ISSN: 2731-7080
Elektronische ISSN: 2731-7099
DOI
https://doi.org/10.1007/s00108-025-01980-8
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