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01.02.2013 | Originalien | Ausgabe 2/2013

Der Nervenarzt 2/2013

Arzneimittelversorgung bei Multipler Sklerose

Evaluation des Arzneimittelverbrauchs bei der Privaten Krankenversicherung

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 2/2013
Autor:
Dr. F. Wild

Zusammenfassung

Hintergrund

Während für Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein Anstieg der Zahl der verordneten Tagesdosen (DDD) von Wirkstoffen zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) dokumentiert ist, liegen zur Entwicklung in der Privaten Krankenversicherung (PKV) bislang noch keine Studien vor. Erkenntnislücken bestehen zudem bez. der Gründe für die Zunahme der DDD und hinsichtlich der Zahl der MS-Patienten in Deutschland.

Material und Methoden

Die Basis der Studie bilden Arzneiverordnungsdaten der PKV. Die Projektion berücksichtigt die unterschiedliche Prävalenz in der GKV und in der PKV und das abweichende Geschlechterverhältnis.

Ergebnisse

Von 2006 bis 2010 nahm die Zahl der DDD von MS-Medikamenten je Versicherten um 91,6% zu (GKV: 39,9%). Der Anstieg in der PKV beruht zum überwiegenden Teil auf einer Zunahme der Zahl der MS-Patienten. Es wurde eine Gesamtzahl von 146.000 MS-Erkrankten in Deutschland berechnet. Etwa 12.700 MS-Patienten (8,7%) sind privat versichert.

Schlussfolgerung

Es besteht Forschungsbedarf bez. der Gründe für den Anstieg der MS-Patienten-Zahl. Die überproportionale Zunahme in der PKV im Vergleich zur GKV könnte eine Folge der steigenden Versichertenzahl und der damit einhergehenden vermehrten Aufnahme von Risikogruppen sein.

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