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23.09.2020 | Übersichten | Ausgabe 7/2020

Gefässchirurgie 7/2020

Assoziation zwischen Operationsvolumen und postoperativer Mortalität bei der elektiven endovaskulären Versorgung infrarenaler abdomineller Aortenaneurysmen: systematische Übersichtsarbeit – Fortsetzung

Zeitschrift:
Gefässchirurgie > Ausgabe 7/2020
Autoren:
U. Ronellenfitsch, K. Meisenbacher, M. Ante, M. Grilli, Prof. Dr. D. Böckler
Wichtige Hinweise
Bei diesem Beitrag handelt es sich um die Fortsetzung von: Ronellenfitsch U, Meisenbacher K, Ante M et al (2020) Assoziation zwischen Operationsvolumen und postoperativer Mortalität bei der elektiven endovaskulären Versorgung infrarenaler abdomineller Aortenaneurysmen: systematische Übersichtsarbeit. Gefässchirurgie. https://​doi.​org/​10.​1007/​s00772-020-00671-y

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine Vielzahl chirurgischer Eingriffe weist eine inverse Assoziation zwischen Fallzahl pro Krankenhaus und Operateur und perioperativer Mortalität auf. Im ersten Teil dieser systematischen Übersichtsarbeit konnte gezeigt werden, dass eine solche Assoziation auch für die offene Versorgung infrarenaler Aortenaneurysmen besteht. Der zweite Teil untersucht nun eine mögliche Assoziation für die endovaskuläre Versorgung.

Ziel der Arbeit

In einer systematischen Übersichtsarbeit soll die verfügbare Datenlage zur Assoziation zwischen Fallzahl pro Krankenhaus und Operateur und perioperativer Mortalität bei der elektiven endovaskulären Versorgung infrarenaler Aortenaneurysmen dargestellt werden.

Material und Methoden

Eine systematische Literaturrecherche wurde mittels definierter Schlüsselwörter durchgeführt. Es wurden alle Originalarbeiten eingeschlossen, die die elektive endovaskuläre Versorgung eines infrarenalen Aortenaneurysmas in einem „high volume“-Zentrum mit einem „low volume“-Zentrum oder durch einen „high volume“-Chirurgen mit einem „low volume“-Chirurgen, wie in der jeweiligen Studie definiert, verglichen.

Ergebnisse

Nach Deduplizierung erbrachte die Literatursuche 1021 Treffer. Von diesen erfüllten 16 Publikationen die Einschlusskriterien. Hinsichtlich der Schwellenwerte zur Definition von „high volume“ und „low volume“ zeigte sich eine deutliche Heterogenität zwischen den einzelnen Studien. So zeigten 12/15 Studien eine signifikant niedrigere Mortalität in „high volume“- verglichen mit „low volume“-Zentren. Die Effektmaße, in aller Regel Odds Ratios, lagen zwischen 0,43 und 0,91. Für den Vergleich von „high volume“- mit „low volume“-Chirurgen zeigte sich in keiner der fünf eingeschlossenen Studien ein Mortalitätsunterschied.

Diskussion

Die verfügbare Datenlage zur Assoziation zwischen Fallzahl pro Krankenhaus und Operateur und perioperativer Mortalität bei der elektiven endovaskulären Versorgung infrarenaler Aortenaneurysmen zeigt übereinstimmend, dass in „high volume“-Zentren operierte Patienten eine niedrigere Mortalität aufweisen. Die Fallzahl pro Chirurg scheint keinen Einfluss auf die perioperative Mortalität zu haben. Um eine möglichst niedrige perioperative Mortalität bei der endovaskulären Versorgung infrarenaler Aortenaneurysmen zu erreichen, sollte unter Berücksichtigung des Kontextes des Gesundheitssystems eine Zentralisierung mit hohen Fallzahlen pro Krankenhaus angestrebt werden.

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