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13.12.2021 | Asthma bronchiale | Journalclub | Ausgabe 6/2021

Biologika auf dem Prüfstand
Pneumo News 6/2021

Lässt Langzeit-Effektivität einer Anti-IL5-Asthma-Therapie zu wünschen übrig?

Zeitschrift:
Pneumo News > Ausgabe 6/2021
Autor:
Prof. Dr. med. Adrian Gillissen
Hintergrund und Fragestellung: Biologika (anti-IL5, anti-IL4/13, anti-IgE) sind beim schweren Asthma bronchiale unter bestimmten Voraussetzungen vor der Dauerverordnung einer systemischen Kortikosteroidtherapie empfohlen [ 1, 2, 3]. Neben einem instabilen Asthma unter einer hoch dosierten inhalativen Kombinationstherapie ist für deren Verordnung zudem (präparateabhängig) eine Erhöhung der eosinophilen Granulozyten im Blut (oder im Sputum), des ausgeatmeten Stickstoffmonoxids (FeNO) oder eine perenniale Allergie mit Erhöhung der Gesamt-IgE-Serumspiegel eine conditio sine qua non. Nicht zuletzt wegen der hohen Therapiekosten besteht immer die kritische Frage nach der Therapieeffektivität. Dieser Frage gingen Agache et al. im Jahr 2020 in ihrer systematischen Übersichtsarbeit für die Substanzen Benralizumab, Dupilumab, Mepolizumab, Omalizumab und Reslizumab nach [ 4]. Es wurden insgesamt 19 placebokontrollierte und randomisierte Studien (RCTs) einbezogen. Die Ergebnisse waren beeindruckend, denn alle Bioloika reduzierten die Asthma-Exazerbationsrate (IRR = Incidence Rate Ratio): Benralizumab 0,53 (95%-KI 0,39-0,72), Dupilumab 0,43 (95%-KI 0,32-0,59), Mepolizumab 0,49 (95%-KI 0,38-0,66), Omalizumab 0,56 (95%-KI 0,40-0,77) und Reslizumab 0,46 (95%-KI 0,37-0,58). Zudem reduzierten Benralizumab, Dupilumab und Mepolizumab signifikant die täglich notwendige Kortikosteroiddosis. ...

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Literatur
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