Lawinenrettung 2024 – aktuelle Empfehlungen
- 26.02.2025
- Atemwegsmanagement
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Lawinenunfälle, in die Wintersportler verwickelt sind, haben deutlich zugenommen; die Zahl der Toten in Europa ist durch bessere Prävention und Rettung stabil. Lawinenunfälle sind in Gebirgsregionen häufig; jährlich gibt es in Europa etwa 100 Todesopfer. Die Überlebenschancen werden hauptsächlich durch den Grad und die Dauer der Lawinenverschüttung, eine mögliche Verlegung der Atemwege, das Vorhandensein einer Atemhöhle, die Schneeeigenschaften und etwaige schwere Verletzungen bestimmt. Häufigste Todesursache ist die Asphyxie, gefolgt von Traumata. Die Hypothermie verursacht nur eine Minderheit der Todesfälle. Ein hypothermer Herz-Kreislauf-Stillstand hat eine günstige Prognose und begründet eine verlängerte Wiederbelebung und extrakorporale Wiedererwärmung. Die Unterscheidung zwischen asphyktischem und hypothermem Herz-Kreislauf-Stillstand ermöglicht eine optimierte Triage. Im Folgenden werden die Pathophysiologie des Lawinenunfalls und das Management von Lawinenopfern vor Ort behandelt.
Nach der Lektüre dieses Beitrags …
- benennen Sie die wichtigsten pathophysiologischen Veränderungen, die unmittelbar nach einer Lawinenverschüttung auftreten.
- ziehen Sie aus den vorliegenden Informationen aus Verschüttungszeit, Körperkerntemperatur, Herzrhythmus und dem Status der Atemwege die richtigen Schlüsse zur Prognoseabschätzung Ihres lawinenverschütteten Patienten.
- wenden Sie die aktuellen Guidelines zur lebensrettenden Therapie des kritisch verschütteten Lawinenopfers richtig an und führen neben den richtigen Therapieentscheidungen korrekte Triageentscheidungen durch.
- unterscheiden Sie anhand der vorliegenden klinischen Parameter zwischen einem asphyktischen und hypothermen Herz-Kreislauf-Stillstand bei einem kritisch verschütteten Lawinenopfer.
- erwägen Sie in Abhängigkeit hiervon die richtige Therapieoption und entscheiden entsprechend dieser klinischen Parameter über das Fortführen oder die Beendigung der Therapie.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich und Schweiz: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt (§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013). Die Schweizerische Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation vergibt 1 Credit für die Zertifizierte Fortbildung in „Die Anästhesiologie“.