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Atlas Klinische Neuroradiologie Wirbelsäule und Spinalkanal

  • 2023
  • Buch

Über dieses Buch

Sicher Befunden in der Neuroradiologie!

Die zweite Auflage des beliebten Atlas gibt zunächst im großen Anatomiekapitel eine hervorragende Übersicht zur klinischen Anatomie der Wirbelsäule und des Rückenmarks, mit vielen exzellenten, neu angefertigten Zeichnungen. Die nachfolgenden Kapitel beschreiben detailliert und mit über 1.000 Abbildungen sowohl gängige als auch seltene Pathologien. Mit den Neuerungen und Überarbeitungen der 2. Auflage ist es das bei weitem umfassendste und detaillierteste Werk zur Neuroradiologie der Wirbelsäule und des Rückenmarks.

Neu in der zweiten Auflage:

Über 400 Abbildungen wurden in der 2. Auflage erneuert oder neu bearbeitet. Außerdem wurden 40 neue Krankheitsbilder hinzugefügt wie z.B. verschiedene Motoneuronerkrankungen wie Muskelatrophien, ALS etc., bei metabolischen Erkrankungen wie Amyloidose, vertebrale Gicht etc. oder Tumorerkrankungen wie:

Benigner notochordaler Tumor (BNCT), Leukämie, Lymphom, Mastozytose, Myelofibrose.

Krankheitsbilder aus allen Bereichen:

Tumoren und Zysten Verletzungen, Entzündungen und FehlbildungenDegenerative, vaskuläre und metabolische Erkrankungen

An die Bedürfnisse des befundenden Arztes angepasst:

detaillierte Beschreibung der Morphologie anhand verschiedener Modalitäten und Sequenzen;hervorragende Bildqualität der Referenzabbildungen;moderne Schnittbilddiagnostik und konventionelles Röntgen;stichwortartiger Text zur schnellen Informationsaufnahme;ausführliche Berücksichtigung der Differenzialdiagnosen.

Zum schnellen Nachschlagen aber auch zum vertiefenden Nachlesen geeignet, ideal auch zur Vorbereitung auf die Facharzt- und Schwerpunktprüfung.

Die ideale Ergänzung zum ersten Band "Atlas Klinische Neuroradiologie des Gehirns" bildet der „Atlas Klinische Neuroradiologie - Wirbelsäule und Spinalkanal“.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Neuroanatomie Wirbelsäule und Rückenmark

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 1. Knöcherne Wirbelsäule

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Die Wirbelsäule besteht aus den Wirbeln, den dazwischenliegenden Bandscheiben und den sie stabilisierenden Bändern. Die Wirbelsäule umhüllt den Spinalkanal, in dem der Duralsack liegt. Zwischen knöcherner Wirbelsäule und Duralsack befindet sich der Epiduralraum. Im Duralsack liegen die Spinalnerven und das Rückenmark, das nach kranial in den Hirnstamm übergeht. Die Arachnoidea ist mit der Innenseite des Duralsacks verwachsen. Auf dem Rückenmark liegt die Pia mater. Zwischen Pia mater und Arachnoidea befindet sich der liquorgefüllte spinale Subarachnoidalraum.
    3. Kapitel 2. Bandscheiben

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Zwischen den Wirbelkörpern, von HWK 2/3 bis LWK 5/SWK 1, liegen die knorpeligen Bandscheiben, die aus einem zentralen gallertigen Kern (Nucleus pulposus) und einer umgebenden Schicht aus Fasern (Anulus fibrosus) bestehen. Der Übergang zwischen Nucleus pulposus und Anulus fibrosus ist fließend. Die Bandscheiben absorbieren Kompressions- und Stoßkräfte, die auf die Wirbelkörper einwirken. Außerdem erlauben sie eine gewisse Beweglichkeit zwischen den Wirbelkörpern.
    4. Kapitel 3. MRT-Signalcharakteristika der Wirbelkörper und Bandscheiben

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Die Wirbelkörper bestehen aus einer äußeren kompakten Schicht (Kortikalis) und der darunterliegenden, trabekulär aufgebauten Spongiosa. Zwischen den spongiösen Knochenbälkchen liegt das Knochenmark. Kortikale und spongiöse Anteile der Wirbelkörper sind in allen Sequenzen hypointens. Die spongiösen Anteile werden aber normalerweise vom kräftigen Signal des fetthaltigen Knochenmarks überdeckt (Abb. 3.1). Erst bei pathologischen Veränderungen, die zu einer Volumenzunahme der Trabekel führen (z. B. Hämangiomwirbel), wird trabekulärer Knochen in der MRT sichtbar.
    5. Kapitel 4. Bandstrukturen der Wirbelsäule

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Von den Bandstrukturen der Wirbelsäule werden nur die wichtigsten kurz genannt: Das vordere Längsband (Lig. longitudinale anterius) verläuft vom Unterrand des Clivus bis zum SWK 1 über die ventrale Fläche der Wirbelkörper und Bandscheiben. Mit den vorderen Rändern der Endplatten und Bandscheiben ist das vordere Längsband sehr fest verbunden, an den konkaven Vorderflächen der Wirbelkörper dagegen nur lose befestigt.
    6. Kapitel 5. Normvarianten und Fehlbildungen der knöchernen Wirbelsäule

      Martin Wiesmann
      Zusammenfassung
      Die Anomalien der knöchernen Wirbelsäule sind mannigfaltig. Zu den häufigeren Befunden zählen: Störungen des Wirbelbogenschlusses, die vom gespaltenen Dornfortsatz bis zu breiten Defekten des Wirbelbogens (Spina bifida) reichen, finden sich bei etwa 10 % der Erwachsenen. In den meisten Fällen bleiben sie klinisch asymptomatisch.
    7. Kapitel 6. Rückenmarkshäute und intraspinale Kompartimente

      Martin Wiesmann
      Zusammenfassung
      Das Rückenmark wird, wie das Gehirn, umhüllt durch eine äußere harte (Dura mater) und eine innere weiche Rückenmarkshaut, die aus zwei verschiedenen Schichten besteht (Arachnoidea und Pia mater). Dadurch kann man den Spinalkanal in mehrere Kompartimente untergliedern.
    8. Kapitel 7. Spinale Liquorzirkulation

      Martin Wiesmann
      Zusammenfassung
      Der spinale Subarachnoidalraum (s. o.) enthält etwa 30 ml Liquor und geht kranial am Foramen magnum direkt in die basalen Zisternen über. Von der Cisterna cerebellomedullaris fließt der Liquor nach kaudal in den spinalen Subarachnoidalraum. Die größte Strömung besteht ventral vor den Ligg. denticulata (s. o.). Im hinteren Teil des Subarachnoidalraums strömt der Liquor dann wieder nach kranial zu den basalen Zisternen zurück. In den Duratrichtern, an den Austrittsstellen der Spinalnerven, wird ein Teil des Liquors resorbiert.
    9. Kapitel 8. Rückenmark und Spinalnerven

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Die Medulla oblongata des Hirnstammes geht an der Austrittsstelle des ersten Zervikalnervs im Foramen magnum in das zervikale Rückenmark über. Von hier verläuft das Rückenmark im knöchernen Spinalkanal nach kaudal. Beim Fetus reicht es noch bis in den Sakralkanal, beim Säugling bis in Höhe des LWK 3.
    10. Kapitel 9. Gefäßversorgung von Wirbelsäule und Rückenmark

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Die arterielle Versorgung des Myelons erfolgt durch ein dichtes Gefäßnetz, das auf der Oberfläche des Rückenmarks liegt und eine große Variabilität aufweist.
    11. Kapitel 10. Paraspinale Weichteile

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Die paraspinalen Weichteile bestehen aus unterschiedlichen Geweben wie beispielsweise Muskeln, Arterien und Venen, Lymphgefäße und -knoten, Nerven und Faszien (Abb. 10.1, Abb. 10.2 und Abb. 10.3).
    12. Kapitel 11. Dermatome, Myotome und Kennmuskeln

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Ein Dermatom ist ein zu einem spinalen Segment gehörendes Hautareal, das von einem Spinalnerven bzw. einer Hinterwurzel versorgt wird.
  3. Pathologien

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 12. Verletzungen von Wirbelsäule und Rückenmark

      Martin Wiesmann
      Zusammenfassung
      Bei jeder Verletzung der Wirbelsäule hängt das Ausmaß der Schädigung von Wirbelkörpern, Gelenken, Bändern, Myelon und Spinalnerven vom Verletzungsmechanismus ab, einer exzessiven Bewegung im Sinne von Flexion, Extension, Rotation, Vertikalkompression, Abscherung, Distraktion oder einer Kombination davon.
    3. Kapitel 13. Degenerative Erkrankungen

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Normale Veränderungen in der MRT-Bildgebung der Wirbelkörper und Bandscheiben von der Kindheit bis zum höheren Alter sind in Kap. 3, „MRT-Signalcharakteristika der Wirbelkörper und Bandscheiben“ beschrieben.
    4. Kapitel 14. Entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule und des Spinalkanals

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Entzündliche Gelenkerkrankung unbekannter Ätiologie, die zu knöchernen Erosionen und lokaler Osteoporose, aber nur minimalen produktiven Veränderungen führt.
    5. Kapitel 15. Tumoren der Wirbelsäule und des Spinalkanals

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Die Liste der möglichen Differenzialdiagnosen spinaler Tumoren ist umfangreich. Eine sichere Entscheidung ist deshalb nicht allein nach bildmorphologischen Kriterien möglich.
    6. Kapitel 16. Vaskuläre Erkrankungen

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Wie beim Gehirn werden spinale Blutungen nach dem anatomischen Kompartiment, in dem sie auftreten, unterschieden in epidurale, subdurale, subarachnoidale und intramedulläre Blutungen.
    7. Kapitel 17. Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Spinale Fehlbildungen entstehen zwischen der 3. und 6. Schwangerschaftswoche (SSW). In diesem Zeitraum verläuft die Entwicklung von Wirbelsäule und Rückenmark in drei Schritten: Gastrulation (SSW 2–3, primäre Neurulation (SSW 3–4) sowie sekundäre Neurulation und retrogressive Differenzierung (SSW 5–6). Fehler in diesen Entwicklungsschritten führen jeweils zu spezifischen Fehlbildungen (s. Exkurs „Embryologische Grundlagen spinaler Fehlbildungen“).
    8. Kapitel 18. Metabolische Erkrankungen

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Metabolische Erkrankungen unterschiedlichster Genese wirken sich auf die Struktur der Wirbelsäule aus, indem sie entweder die Aktivität der Osteoblasten und Osteoklasten oder die Mineralisierung der Knochensubstanz verändern. Die beiden häufigsten metabolischen Ursachen für Veränderungen der Wirbelsäule sind die Osteoporose und die renale Osteodystrophie.
    9. Kapitel 19. Motoneuronerkrankungen

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Zum Formenkreis der Motoneuronerkrankungen gehören viele unterschiedliche, teils äußerst seltene Erkrankungen mit sehr variablem, klinischen Bild. Je nach Erkrankungsform liegt eine Beteiligung des zerebralen (ersten) und/oder spinalen (zweiten) Motoneurons vor.
    10. Kapitel 20. Spinale Zysten und Störungen der Liquorzirkulation

      Martin Wiesmann, Omid Nikoubashman
      Zusammenfassung
      Wie bei Tumoren ordnet man Zysten einem anatomischen Kompartiment zu und unterscheidet so zwischen extraduralen, intraduralen, extramedullären und intramedullären Zysten. Dies ist zwar essenziell für eine eventuelle operative Behandlung, differenzialdiagnostisch aber oft nur wenig hilfreich: Die meisten Arten von Zysten können in unterschiedlichen Kompartimenten auftreten oder sich über mehr als ein Kompartiment ausdehnen.
  4. Backmatter

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Titel
Atlas Klinische Neuroradiologie Wirbelsäule und Spinalkanal
Herausgegeben von
Martin Wiesmann
Jennifer Linn
Omid Nikoubashman
Copyright-Jahr
2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-60566-0
Print ISBN
978-3-662-60565-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-60566-0

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