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04.09.2015 | Kasuistiken | Ausgabe 2/2016

Rechtsmedizin 2/2016

Atypisches Ertrinken bei anaphylaktischem Schock

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 2/2016
Autoren:
Dr. med. B. Ondruschka, J.-O. Habeck, M. Schwarz, J. Dreßler, R. Bayer

Zusammenfassung

Hintergrund

Der anaphylaktische Schock ist eine lebensbedrohliche allergische Reaktion. Seine Inzidenz als ein direkt todesursächliches Geschehen ist sehr niedrig, jedoch dürften nichtnatürliche Todesursachen aufgrund einer initialen anaphylaktischen Reaktion in statistischen Auswertungen oft nicht erfasst sein. Trotzdem verwundert es, dass Sterbefälle durch Ertrinken infolge eines allergischen Schocks bisher nicht publiziert sind.

Fallbeschreibung

Wir berichten den Fall eines jüngeren Mannes, der bäuchlings in einem flachen Bachlauf aufgefunden worden war. Neben typischen Ertrinkungsbefunden wurde ein ausgeprägtes Larynxödem festgestellt. Zudem wurde ermittelt, dass er 1 Jahr zuvor nach einem Wespenstich zu ersticken drohte. Es wurden deutlich erhöhte Werte für Tryptase und Gesamt-IgE im Serum und vermehrt degranulierte Mastzellen im Herzen und in der Lunge nachgewiesen. Als Todesursache wurde ein atypisches Ertrinken infolge eines anaphylaktischen Schocks diagnostiziert.

Schlussfolgerung

In der rechtsmedizinischen Routine sollten bei Anaphylaxieverdacht Ermittlungen zu bekannten Allergien und den Todesumständen angeregt werden. Die Befunde der Zusatzuntersuchungen müssen im Kontext der Ermittlungsergebnisse und Sektionsbefunde interpretiert werden.

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