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15.03.2016 | AKTUELLE MEDIZIN_IMPFSPRECHSTUNDE | Ausgabe 5/2016

Nutzen und Risiken sorgfältig abwägen
MMW - Fortschritte der Medizin 5/2016

Auch Kleinkinder gegen „Zecken“ impfen?

Zeitschrift:
MMW - Fortschritte der Medizin > Ausgabe 5/2016
Autor:
eo
_ Auch Kleinkinder können sich in entsprechenden Risikogebieten mit dem FSME-Erreger infizieren; dazu müssen sie gar nicht im Unterholz herumturnen oder durch hohes Gras waten. Zecken können auch beim Spielen im elterlichen Garten „eingefangen“ werden. Wie der Kinderarzt und FSME-Experte Prof. Ulrich Heininger vom Universitäts-Kinderspital in Basel betont, sind FSME-Infektionen im Kleinkindalter zwar selten und verlaufen in den meisten Fällen ohne schwere Komplikationen. In Einzelfällen wurden jedoch auch bei Kindern kognitive und neuropsychologische Spätfolgen wie Kopfschmerzen, Gedächtnis- oder Gleichgewichtsstörungen beschrieben, die offenbar mit einer FSME-Infektion in Verbindung standen (Eur J Pediatr 2012;171:347–52). Die Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt daher, bereits bei Kindern im Alter unter drei Jahren bei entsprechendem Expositionsrisiko eine FSME-Impfung in Erwägung zu ziehen. Zuvor sollte man jedoch zusammen mit den Eltern Nutzen und Risiken abwägen: In relativ vielen Fällen (nach Herstellerangaben ca. 15%) kommt es nach der Impfung von Ein- bis Zweijährigen zu Fieber über 38 °C, und zwar vor allem nach der ersten Spritze. Bei älteren Kindern ist das Fieberrisiko dagegen deutlich geringer. ...

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