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Flüssigbiopsieproteomik in der Ophthalmologie

Eine klinische und wissenschaftliche Perspektive

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Für viele Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration, diabetischer Retinopathie und anderen teils monogenetischen Netzhauterkrankungen wie auch für Tumorerkrankungen des Auges, die zwar relativ selten sind, aber in der Regel mit tiefgreifenden Konsequenzen für die betroffenen Patienten einhergehen, steht weiterhin keine wirksame Therapie zur Verfügung. Metastasierende Melanome z. B. bleiben, was deren Fortschreiten und Ansprechen der Therapie betrifft, nur schwer voraussagbar. Es besteht ein dringender Bedarf an einem besseren molekularen Krankheitsverständnis – auch mit dem Ziel, neue Therapieansätze zu entwickeln. Flüssigbiopsien aus dem Kammerwasser stellen eine vielversprechende Möglichkeit für molekulare Untersuchungen im Auge von Patienten dar.

Ziel der Arbeit

Dargestellt wird eine klinische und wissenschaftliche Perspektive im Hinblick auf mögliche Anwendungsgebiete der Flüssigbiopsieproteomik in der Ophthalmologie.

Material und Methoden

Es erfolgen eine systematische Literaturrecherche (PubMed) sowie die Darstellung persönlicher Erfahrungswerte der Autoren.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen

Die Kammerwasserproteomik eröffnet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Augenheilkunde und könnte eine Schlüsselrolle in der personalisierten Ophthalmologie einnehmen. Mögliche Einsatzgebiete reichen von der Auswahl von Therapien in Abhängigkeit der aktivierten biologischen Signalwege über die Selektion geeigneter Patienten für klinische Studien bis hin zur Diagnostik, Prognoseabschätzung und Überwachung des Therapieansprechens. Darüber hinaus kann sie eine wichtige Ergänzung multimodaler Diagnostik sein und Einblicke in neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson ermöglichen.
Titel
Flüssigbiopsieproteomik in der Ophthalmologie
Eine klinische und wissenschaftliche Perspektive
Verfasst von
Prof. Dr. rer. nat. Marius Ueffing
Clemens Lange
Günther Schlunck
Dr. med. Julian Wolf, M.Sc. FEBO
Publikationsdatum
21.01.2026
Verlag
Springer Medizin
Schlagwort
Augenheilkunde
Erschienen in
Die Ophthalmologie / Ausgabe 3/2026
Print ISSN: 2731-720X
Elektronische ISSN: 2731-7218
DOI
https://doi.org/10.1007/s00347-025-02376-7
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Bildnachweise
Progression verlangsamen/© Santen GmbH, Myopie verlangsamen/© Santen GmbH, Glaukom Therapie/© Santen GmbH, Trockenes Auge/© Santen GmbH