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12.06.2017 | Augmentation | CME-Kurs | Kurs

Kurze Implantate vs. Augmentation

Zeitschrift:
der junge zahnarzt | Ausgabe 2/2017
Autoren:
Dr. Dr. Michael Dau, MA, FEBOMFS PD Dr. Dr. Peer W. Kämmerer
Für:
Zahnärzte
Zertifiziert bis:
11.06.2018
CME-Punkte:
2
Zertifizierende Institution:
BZÄK, DGZMK, KZBV
Anzahl Versuche:
2
Dies ist Ihre Lerneinheit   » Zum Artikel

Zusammenfassung

Der Einsatz kurzer Implantate als Alternative zum präimplantologischen Knochenaufbau gewinnt zunehmend an Akzeptanz. Laut derzeitiger Definition handelt es sich hierbei um Implantate mit einer vorgesehenen Länge im Knochen ≤8 mm. Früher wurde unter anderem aufgrund der geringeren Knochen-Implantat-Kontaktfläche und des ungünstigen Kronen-Implantat-Längenverhältnisses bei kurzen Implantaten von geringeren Überlebensraten im Vergleich zu ihren längeren Gegenstücken berichtet. Allerdings scheint die Erfolgsrate moderner kurzer Implantatsysteme mit rauer Oberfläche bei korrekter Indikationsstellung annähernd denen mit Standardlängen zu gleichen. Insbesondere wird von einer Häufung prothetischer Komplikationen bei Kronen-Implantat-Längenverhältnissen >2 berichtet. Im Ergebnis scheinen kurze Implantate in ausgewählten Fällen bei entsprechender Expertise eine gute Alternative zu Augmentation und Insertion längerer Implantate darzustellen, gerade weil dieses Behandlungskonzept schneller und kostengünstiger sowie mit weniger Komplikationen behaftet ist. Allerdings liegen derzeit nur vereinzelte Langzeitstudien mit ausreichenden Fallzahlen und somit nur eine eingeschränkte wissenschaftliche Evidenz vor. Dies lässt eine abschließende Aussage noch nicht zu.

Lernziele

Nach Bearbeitung des vorliegenden Beitrags kennen Sie ...

  • Vor- und Nachteile aktueller Knochenaugmentationsmethoden.
  • die aktuelle Studienlage bezüglich kurzer Implantate.
  • die aktuelle Studienlage bezüglich des Vergleichs von kurzen Implantaten mit der Kombination aus Augmentation und längeren Implantaten.
  • das Problem der abschließenden Beurteilung kurzer Implantate als verlässliche Alternative zu ihren längeren Gegenstücken.

Zertifizierungsinformationen

Dieser Fortbildungsbeitrag wurde nach den Leitsätzen der Bundeszahnärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung zur zahnärztlichen Fortbildung vom 01.01.2006 erstellt.

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