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01.11.2012 | Schwerpunkt | Ausgabe 6/2012

Der Gastroenterologe 6/2012

Autoimmunpankreatitis

Diagnostik und Therapie

Zeitschrift:
Der Gastroenterologe > Ausgabe 6/2012
Autoren:
Prof. Dr. J.-M. Löhr, C. Verbeke, S.L. Haas
Wichtige Hinweise
Diese Arbeit ist Jörg Emmrich (1955–2011) gewidmet.

Zusammenfassung

Die Autoimmunpankreatitis (AIP) ist eine seit gut 15 Jahren bekannte autoinflammatorische Erkrankung des Pankreas. Die Ätiologie ist unbekannt; ca. 5% aller chronischen Pankreatitiden sind autoimmun. Entsprechend den jüngsten internationalen Konsensuskonferenzen werden 2 Typen unterschieden: Typ 1 als lymphoplasmazytäre sklerosierende Pankreatitis mit IgG4-positiven Zellen und Typ 2 als idiopathische duktozentrische chronische Pankreatitis mit granulozytären epithelialen Läsionen und Eosinophilen. Dieser histologischen Klassifikation können unterschiedliche klinische Präsentationen zugeordnet werden: Der AIP-Typ 1 ist durch Serumerhöhungen von IgG und IgG4, häufigerem Relaps und häufigerer Beteiligung anderer Organe gekennzeichnet. Der AIP-Typ 2 hat dagegen ein geringeres Relapsrisiko, ist nicht IgG/IgG4-positiv, weist seltener eine Beteiligung anderer Organe auf, besitzt aber eine höhere Assoziation mit Morbus Crohn. Die Diagnosestellung folgt einem Algorithmus, basiert aber vor allem auf der Bildgebung (CT, MRT), die häufig pathognomonisch ist. Die Serologie ist unzuverlässig. Bei AIP-Verdacht nimmt die endosonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion eine Schlüsselrolle ein. Sobald die Diagnose gesichert ist, kann mit Steroiden behandelt werden. Die allermeisten Patienten sind nach einem initialen Kortisonzyklus geheilt und bedürfen keiner weiteren Therapie. Relapse können nochmals mit Kortikoiden oder im Falle der Resistenz mit anderen gängigen Immunsuppressiva behandelt werden.

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