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Die Pathologie

Von der Obduktion zur Translation

  • 27.11.2025
  • Autopsie
  • Hauptreferate: Hauptprogramm der DGP
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Obwohl die Obduktionstechnik seit fast 150 Jahren nahezu unverändert besteht, hat sich das wissenschaftliche Potenzial von Biomaterialien und Daten aus Autopsien durch die Weiterentwicklung von Analysemethoden, Bildgebungstechniken und computergestützten Analysen erheblich vergrößert.

Material und Methoden

Native und kontrastverstärkte postmortale Bildgebungsverfahren wurden in einem klinischen Obduktionsablauf etabliert. Die kontrastverstärkte postmortale Bildgebung wurde als translationales Instrument zur Quantifizierung der renalen Gefäßdichte in chronischer Nierenerkrankung angewendet. Der Wert von Biomaterialien aus klinischen Obduktionen für die translationale Forschung wurde untersucht. Der Aufbau eines nationalen Autopsieregisters ermöglichte umfangreiche Analysen von aus Obduktionen gewonnenen Daten.

Ergebnisse

Sowohl die Entwicklung, Anwendung und Bewertung nativer und kontrastverstärkter postmortaler Bildgebungstechniken, der translationale Einsatz der postmortalen Bildgebung und die Anwendung verschiedener molekularbiologischer Methoden auf durch Obduktion gewonnene Biomaterialien als auch die Sammlung und systematische Analyse von Daten aus Obduktionen zeigten jeweils ein einzigartiges Potenzial. Dies gilt nicht nur für die Weiterentwicklung der postmortalen Diagnostik, sondern auch für die Anwendung in der translationalen Forschung.

Schlussfolgerungen

Postmortale Biomaterialien und Daten sind für viele wissenschaftliche Fragestellungen von einzigartigem Wert, beispielsweise bei Multisystemerkrankungen und komplexen Krankheitsverläufen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir als Fachgemeinschaft in der Obduktionspathologie innovative Methoden nutzen und weiterentwickeln.
Titel
Von der Obduktion zur Translation
Verfasst von
PD Dr. med. Saskia von Stillfried
Publikationsdatum
27.11.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Pathologie / Ausgabe Sonderheft 1/2026
Print ISSN: 2731-7188
Elektronische ISSN: 2731-7196
DOI
https://doi.org/10.1007/s00292-025-01508-9
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