Minimal-invasive Autopsie – Methoden und Limitationen
- 31.03.2026
- Autopsie
- Schwerpunkt: Neue Entwicklungen in der Obduktions- und Histopathologie
- Verfasst von
- L. Rentschler
- F. Farfán López
- Erschienen in
- Die Pathologie
Zusammenfassung
Hintergrund
Die klinisch-pathologische Autopsie bleibt trotz moderner prämortaler Diagnostik ein zentrales Instrument der Todesursachenklärung, klinischen Qualitätssicherung und Forschung. Gleichzeitig sind die Autopsieraten in Deutschland seit Jahrzehnten rückläufig. Minimal-invasive Autopsieverfahren können die Akzeptanz der postmortalen Untersuchung erhöhen.
Fragestellung
Es wird der Stellenwert minimal-invasiver Autopsieverfahren dargestellt. Zudem erfolgt eine Abgrenzung zu nichtinvasiven bildgebenden Verfahren. Darüber hinaus werden etablierte Methoden der Gewebegewinnung vergleichend bewertet.
Methoden
Es wird eine selektive, narrative und nicht systematische Literaturübersicht zu minimal-invasiven Autopsien durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt auf bildgestützten Stanzbiopsien sowie auf laparoskopischen und thorakoskopischen Autopsieverfahren.
Ergebnisse
Ultraschallgesteuerte Stanzbiopsien ermöglichen eine rasche, kosteneffiziente Gewebeentnahme, sind jedoch hinsichtlich Repräsentativität und Todesursachenermittlung limitiert. Kombination mit Schnittbildgebung verbessert die diagnostische Zuverlässigkeit bei erhöhten Kosten und eingeschränkter Verfügbarkeit. Laparoskopische und thorakoskopische Verfahren erlauben visuelle Organbeurteilung und größere Exzisionsbiopsien mit hoher diagnostischer Aussagekraft, erfordern jedoch spezielle Ausstattung und Expertise.
Schlussfolgerung
Minimal-invasive Autopsien sind eine sinnvolle Ergänzung zur konventionellen Autopsie. Die konventionelle Autopsie bleibt jedoch der diagnostische Goldstandard.
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- Titel
- Minimal-invasive Autopsie – Methoden und Limitationen
- Verfasst von
-
L. Rentschler
F. Farfán López
- Publikationsdatum
- 31.03.2026
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Autopsie
Laparoskopie
Minimalinvasive Chirurgie
Pathologie - Erschienen in
-
Die Pathologie
Print ISSN: 2731-7188
Elektronische ISSN: 2731-7196 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00292-026-01548-9
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