Ungewöhnliches Unfallgeschehen: zweimalige Überrollung durch einen Radlader
- Open Access
- 19.07.2022
- Autopsie
- Kasuistiken
- Verfasst von
- Dr. med. Claudia Wöss, PhD
- Walter Rabl
- Anja Weber
- Erschienen in
- Rechtsmedizin | Ausgabe 2/2023
Zusammenfassung
Im Jahr 2020 ereigneten sich in Österreich insgesamt 76.082 Arbeitsunfälle. Als häufigste Ursache für Unfälle (39,1 %) wurde dabei der „Verlust der Kontrolle über eine Maschine, ein Handwerkszeug, ein Fahrzeug oder Ähnliches“ angegeben. Eine der Hauptaufgaben der Gerichtsmedizin bei der Untersuchung von Verunfallten besteht darin, den möglichen Unfallhergang zu rekonstruieren. Ein Décollement gilt als Hinweis für einen stattgefundenen Anfahr- oder Überrollvorgang eines Menschen durch ein Fahrzeug und kann beispielsweise Rückschlüsse auf die Anfahrposition ermöglichen. Vorgestellt wird ein tödlicher Arbeitsunfall, bei dem ein Mann zweimalig durch einen Radlader überrollt wurde. Infolge des ersten Überrollens kam es zur Ausbildung eines ausgedehnten Décollements im Bereich des rechten Unter- und Oberschenkels bzw. im Beckenbereich. Die zweite Überrollung führte zur Verlagerung von Brust- bzw. Bauchorganen in die vorgeformten Taschen bzw. nach extrakorporal.
- Titel
- Ungewöhnliches Unfallgeschehen: zweimalige Überrollung durch einen Radlader
- Verfasst von
-
Dr. med. Claudia Wöss, PhD
Walter Rabl
Anja Weber
- Publikationsdatum
- 19.07.2022
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Autopsie
Rechtsmedizin - Erschienen in
-
Rechtsmedizin / Ausgabe 2/2023
Print ISSN: 0937-9819
Elektronische ISSN: 1434-5196 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00194-022-00583-z
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