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Gefässchirurgie

Rudolf Virchow (1823–1902) und seine „Erfindung“ von Thrombose und Embolie

  • 22.11.2019
  • Autopsie
  • Geschichte der Gefäßchirurgie
Erschienen in:

Zusammenfassung

Als Rudolf Virchow 1844 die Nachfolge der Prosektur seines Lehrers Robert Froriep an der Berliner Charité antrat, spielten die Phlebitis und scheinbare Ansammlungen von Eiter in der Mitte von Blutgerinnseln in den wissenschaftlichen Diskussionen eine vorherrschende Rolle. Aber Virchow gelangte aufgrund seiner Sektionsbefunde und histologischer Untersuchungen zu der Ansicht, dass es sich um einen ganz anderen, einen nicht entzündlichen Prozess handeln müsse, den er mit dem neuen Namen „Thrombose“ belegte. Die Ursache dafür sah er in der Verlangsamung der Blutströmung und in selteneren Fällen auch in einer Erkrankung der Gefäßwand. Dagegen konnte er als Pathologe eine „veränderte Beschaffenheit des Blutes“ als Risikofaktor nicht sehen, er schloss sie allerdings auch nicht ganz aus. Genau genommen, ist der heute übliche Begriff „Virchow’sche Trias“ medizinhistorisch demnach nicht völlig korrekt. Dagegen gehen unsere Kenntnisse zur Lungenembolie ganz auf die frühen Arbeiten von Virchow zurück.
Titel
Rudolf Virchow (1823–1902) und seine „Erfindung“ von Thrombose und Embolie
Verfasst von
Prof. Dr. Wolfgang Hach
Publikationsdatum
22.11.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 8/2019
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-019-00595-2
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Bildnachweise
Vortrag Renders/© Leo Pharma GmbH, Teaserbild Blutungsrisko managen bei Antikoagulation - Waage/© Leo Pharma GmbH, Vortrag Frankfurter Gerinnungssymposium/© LEO Pharma GmbH (Screenshot aus Vortrag), Thrombus und Patientin im Gespräch/© crevis / adobe.stock.com (Symbolbild mit Fotomodell)