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Head-to-Head-Studien bei Kollagenosen und Vaskulitiden

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Zusammenfassung

Head-to-Head(H2H)-Studien ermöglichen den direkten Vergleich mehrerer Therapiealternativen und schaffen so die evidenzbasierte Grundlage für den Stellenwert einer Therapie im Vergleich zu anderen für eine spezifische Indikation. Sie stellen daher eine wesentliche Ergänzung zu placebokontrollierten Studien dar. Insbesondere unter den nicht durch die pharmazeutische Industrie durchgeführten kontrollierten klinischen Prüfungen finden sich doch eine relevante Anzahl von H2H-Studien bei Kollagenosen und Vaskulitiden, v. a. bei systemischem Lupus erythematodes (SLE), systemischer Sklerose (SSc) und ANCA(antineutrophile zytoplasmatische Antikörper)-assoziierten Vaskulitiden (AAV). Diese Arbeit umfasst eine Übersicht der H2H-Studien bei Kollagenosen und Vaskulitiden mit Einordnung ihrer Bedeutung für die aktuellen Therapiealgorithmen. Für den SLE wurden insbesondere H2H-Studien zur Therapie der Lupusnephritis durchgeführt, die den Stellenwert von niedrig dosiertem Cyclophosphamid und Mycophenolat sowie von Azathioprin für die Erhaltungstherapie festigten. Bei den AAV konnte in den letzten Jahren Rituximab als Induktions- und remissionserhaltende Therapie durch H2H-Studien herausgearbeitet werden, was nun auch Eingang in aktuelle Therapieleitlinien gefunden hat. Weitere Vergleichsstudien sind notwendig, um im Sinne einer personalisierten Medizin für jede Patientin und jeden Patienten das wirksamste und sicherste Medikament wählen zu können.
Titel
Head-to-Head-Studien bei Kollagenosen und Vaskulitiden
Verfasst von
Prof. Dr. med. Bernhard Hellmich
Dr. med. Johanna Mucke
Prof. Dr. med. Martin Aringer
Publikationsdatum
17.07.2024
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