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02.11.2016 | Hauptreferate: Aktuelle Habilitationen | Sonderheft 2/2016

Der Pathologe 2/2016

Azinäre Pankreasneoplasien

Vergleichende molekulare Charakterisierung

Zeitschrift:
Der Pathologe > Sonderheft 2/2016
Autor:
PD Dr. F. Bergmann
Zusammenfassung
Azinuszellkarzinome des Pankreas sind biologisch aggressive Tumoren, die nur unzulänglich auf derzeit verfügbare Therapien ansprechen. Der molekulare Hintergrund von Azinuszellkarzinomen ist weitgehend unbekannt, Vorläuferläsionen wurden bislang nicht identifiziert.
In dieser Arbeit wurden Azinuszellkarzinome zytogenetisch, molekular und immunhistochemisch charakterisiert. Entsprechende Untersuchungen wurden auch an duktalen Pankreaskarzinomen und neuroendokrinen Pankreasneoplasien durchgeführt, ergänzt durch funktionelle Analysen. Es wird gezeigt, dass sich Azinuszellkarzinome durch einen chromosomal instabilen, mikrosatellitenstabilen Genotyp mit charakteristischen chromosomalen Imbalancen auszeichnen, die eine klare Abgrenzung gegenüber duktalen Pankreaskarzinomen und neuroendokrinen Pankreasneoplasien erlauben. Als neue Kandidatengene für die Entwicklung bzw. Progression von Azinuszellkarzinomen werden deleted in colorectal cancer ( DCC) und c-MYC identifiziert. Ferner werden als therapierelevante Marker bzw. Zielstrukturen in Azinuszellkarzinomen, duktalen Pankreaskarzinomen und neuroendokrinen Pankreasneoplasien u. a. Zelladhäsionsmolekül L1 (L1CAM), epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) und Hitzeschockprotein 90 (HSP90) identifiziert, wobei L1CAM in duktalen Pankreaskarzinomen neben seiner Bedeutung als therapeutische Zielstruktur auch als wichtiger Faktor bei der Tumorentstehung anzusehen ist, wie auch funktionelle Analysen belegen. Der Mechanismus der antitumorigenen Wirkung von EGFR- und HSP90-Inhibitoren wird anhand von Zelllinien aus neuroendokrinen Pankreasneoplasien weiter beleuchtet. Schließlich wird anhand von Mutationsanalysen mitochondrialer DNA molekulare Evidenz für eine nichtneoplastische, entzündlich-reaktive Natur sogenannter Azinuszellzystadenome (besser: zystische azinäre Transformation) erhoben.

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