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BARBQTCM: Akzeptanz von Traditioneller Chinesischer Medizin bei (Prä‑)Adipositas Patient*innen mit Gelenkschmerzen
Kompaktversion der Masterarbeit zur retrospektiven Single-Center-Subgruppenanalyse der BARBQTCM-Befragung (BARiatric Basic Questionnaire for Traditional Chinese Medicine)
Die Studie untersuchte die Akzeptanz der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei (Prä‑)Adipösen ± dem psychosozialen atherogenen lipopathischen metabolischen Syndrom (PSALMS) im deutschsprachigen Europa, insbesondere bei Personen mit Skelettschmerzen.
Ziel
Erhebung des Einflusses von Schmerzen auf die TCM-Präferenz bei (Prä‑)Adipösen.
Patienten und Methoden
Eine retrospektive Subgruppenanalyse der BARBQTCM (Bariatric Basic Questionnaire for Traditional Chinese Medicine)-Querschnittsstudie erhob 496 anonyme Fragebögen des deutschen SANA Klinikums Offenbach. 2 Kohorten, mit und ohne Skelettschmerzen, wurden verglichen. Erfasst wurden anthropometrische Daten, die Nutzung konventioneller und komplementärer Therapien sowie die TCM-Akzeptanz bei PSALMS-Beschwerden. Zusätzlich wurde die Bereitschaft untersucht, TCM-Ambulanzen zu besuchen und Geld für TCM auszugeben.
Ergebnisse
Die Kohorte bestand zum Großteil aus Frauen (73,2 %) und hatte ein medianes Alter von 45 Jahren und einen medianen BMI von 43,1 kg/m2. Fast alle Befragten haben konservative (98,5 %) und fast ein Drittel komplementäre (29,6 %) Gewichtsverlusttherapien genutzt. 2 Fünftel gaben Skelettschmerzen an (39,7 %). Die Akzeptanz für TCM-Therapien war in der Schmerzkohorte signifikant höher als in der Kontrollgruppe (alle p < 0,001). Die Schmerzkohorte war signifikant häufiger bereit, eine TCM-Ambulanz zu besuchen und mehr Geld für TCM auszugeben (alle p < 0,001). Erfahrung mit Komplementärmedizin war der einzige positive Einflussfaktor auf die TCM-Akzeptanz (RR: 2,84 (95 % CI: 1,82–4,41); p < 0,001).
Schlussfolgerung
TCM-Therapien können bei evidenzbasiertem Wirkungsnachweis für (Prä‑)Adipositas und Skelettschmerzen in multimodale Behandlungskonzepte eingebunden werden, da die Akzeptanz bei der betroffenen Kohorte eindrücklich nachgewiesen wurde.
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Hintergrund und Fragestellung
Übergewicht (Präadipositas) und Fettleibigkeit (Adipositas) zählen zu den wichtigsten gesundheitlichen Problemen unserer Zeit [15]. Allgemein betrachtet ist Adipositas als pathologisch vermehrte Fettmasse definiert, die mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko assoziiert ist [4].
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Adipositas als eine chronische Erkrankung betrachtet, die auf einer komplexen Wechselwirkung von genetischen und Umweltfaktoren beruht [13]. Die monogene und Syndrom-bedingte Adipositas macht mit bislang 79 bekannten Syndromen [18] insgesamt nur einen Bruchteil der Ursachen aus, während die Vererblichkeit der polygenen multifaktoriellen Fettleibigkeit in der Gesamtbevölkerung bei 40 % bis 50 % liegt [6]. Bei der polygenen Adipositas bringen epigenetische Einflüsse den Stein allerdings erst richtig ins Rollen und lösen die Kaskade des psychosozialen atherogenen lipopathischen metabolischen Syndroms (PSALMS) aus [38]. Durch DNA-Methylierung, Histon-Modifikationen und nichtcodierende RNA haben neben zahlreichen Umwelteinflüssen vor allem die Ernährung [16] und jegliche Formen von physischem und psychischem Stress [35] den größten Anteil an der Übergewichtspandemie.
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So haben vor allem die veränderten Lebensbedingungen der Gesellschaft – der Großteil arbeitet kaum mehr körperlich, sondern verrichtet seine Arbeit sitzend [22] – dazu geführt, dass derzeit 67 % der Männer und 53 % der Frauen in Deutschland an Übergewicht (> 25 kg/m2) leiden [29]. Bereits ein Viertel der Erwachsenen sind adipös (> 30 kg/m2; Männer: 23 %; Frauen: 24 %; [29]).
Auch auf europäischer Ebene sind die erhobenen Daten äußerst bedenklich. So leiden bereits 27 % der Mädchen im Alter von 4–6 Jahren und 24 % der Jungen in diesem Alter an Übergewicht [9]. Damit hat sich die Prävalenz der (Prä‑)Adipositas im Vergleich zum Jahrtausendwechsel nahezu verdoppelt [3].
Adipositas ist mit einem erhöhten Risiko für Begleit- und Folgeerkrankungen verbunden und erfordert daher eine langfristige Behandlung [43].
„Skelettschmerz“ ist eine dieser Begleit- und Folgeerkrankungen der (Prä‑)Adipositas [36]. Er umfasst Schmerzen in Gelenken, Muskeln, Faszien, Sehnen und Knochen [23].
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Eine Metaanalyse von fast 13.000 Personen bestätigte, dass chronische Lumbago, Knie- und Fußschmerzen bei höherem Körperfettanteil signifikant häufiger auftreten [40].
Aus Sicht der modernen konventionellen Medizin hat Adipositas zahlreiche negative Auswirkungen auf die Gewebe der Wirbelsäule und der Gelenke [41]. Die gewichtsbedingte mechanische Belastung, die Adipokine (Leptin, Visfatin, Resistin etc.), Lipide (Cholesterin, Triglyceride, oxidiertes LDL) und Fettgewebs-Makrophagen (Zytokine: IL-1β, IL‑6, TNF-α) führen zu (chronischer) Inflammation und Zellapoptose in Chondrozyten und Osteoblasten sowie zum Abbau der extrazellulären Matrix in Knochen, Bändern, Faszien und im Knorpel.
Insbesondere Gelenkschmerzen hängen gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) mit Gewebeinflammation und arthrotischer Degeneration zusammen. Sie entstehen durch eine übersteigerte Aktivität der katabolen Sympathikusschiene. Regulationsmedizinisch muss der Parasympathikus stimuliert werden. In der TCM-Pathophysiologie entstehen Schmerzen durch Stagnation von Qi und/oder Blut, welche Mangel-Hitze (Silent Inflammation) erzeugt. (Prä‑)Adipositas ist primär das Resultat einer Schwächung der Mitte (Element Erde). Es wird Feuchtigkeit im Körper generiert (Leaky-Gut-Syndrom) und führt mittelfristig zu Feuchte-Hitze (Knochenmarksödeme, Lymphödem). Diese übermäßige Hitze schädigt letztendlich das Yin des Körpers (Knochen, Knorpel, Faszien, extrazelluläre Matrix), sprich auch die Substanz des Skelettsystems (z. B.: Arthrosen; [37]). Durch Ausleiten der Hitze und das Ausbalancieren von Energie (Yang) und Substanz (Yin) kann auch eine degenerative Arthritis durch Kollagenaufbau in der „extrazellulären Matrix“ wieder abgemildert werden [31]. Um die Funktionalität der Gelenke bei Adipositas wiederherzustellen oder zu verbessern, erweisen sich kombinierte Therapieformen als zielführend. Hierbei können physikalische Therapien, Schmerzmedikamente, Gelenkviskositätssupplemente, spezielle Diäten, Bewegung oder Adipositaschirurgie mit Behandlungen der traditionellen und komplementären additiven Medizin (CAM) verknüpft werden, was zu einer möglichst effizienten Verringerung von Gewicht und Schmerzen führen kann [34, 39].
Ein von der Australian Acupuncture and Chinese Medicine Association (AACMA) durchgeführtes Evidence Mapping von systematischen Reviews und Metaanalysen belegte die signifikante und klinisch relevante Wirkung der Akupunktur bei 8 Indikationen: „allergische Rhinitis“, „Migräneprophylaxe“, „Spannungskopfschmerz“, „chronischer Rückenschmerz“, „Knieschmerz“, „postoperativer Schmerz“, „postoperative Nausea“ sowie „chemotherapieinduzierte Übelkeit“ [27]. Ein aktuelles Evidence Mapping, im JAMA Network Open publiziert, bestätigte bei muskuloskelettalen Schmerzen die signifikante Überlegenheit von Akupunktur gegenüber Placebo [2].
In Hinsicht auf die Plausibilität und die Wirkmechanismen von Akupunktur wurde im Tierversuch durch Nadeln das analgetisch wirksame Adenosin freigesetzt [10]. Weitere Studien belegen, dass Akupunktur die zentrale Schmerzsensibilisierung durch Stimulation der segmentalen Inhibition vermindert [21, 26]. Zudem werden endogene Opioide ausgeschüttet und adrenerge und serotonerge Schmerzregulationswege aktiviert, sowie lokale Entzündungsmediatoren reduziert. Eine bahnbrechende Studie konnte bereits 1977 beweisen, dass Akupunktur die Schmerzschwelle bei menschlichen Probanden klinisch relevant erhöht und mit Naloxon antagonisiert werden kann [26]. Die wissenschaftlichen Grundlagen zur Schmerzbehandlung mit Akupunktur wurden von Irnich sorgfältig zusammengetragen und rezent in der DZA publiziert [14].
Weltweit wird die Akupunktur zunehmend in die klinischen Leitlinien und Behandlungsempfehlungen aufgenommen. Insbesondere bei muskuloskelettalen Schmerzen wird sie in die multimodalen Therapiekonzepte eingebunden, da die exponentiell wachsende Menge an Akupunkturstudien nicht mehr ignoriert werden kann [5].
David Sackett, der Begründer der modernen Evidenz-basierten Medizin (EbM), betonte die 3 Eckpfeiler der EbM: klinische Erfahrung, externe Literatur sowie Werte und Präferenzen der Patient*innen [33].
Ziel der Fragebogenstudie war es, die TCM-Akzeptanz bei (Prä‑)Adipösen in einem deutschsprachigen Adipositaszentrum zu erheben und Skelettschmerzen als Einflussfaktor auf die TCM-Akzeptanz zu evaluieren.
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Studiendesign und Untersuchungsmethoden
Die BARBQTCM-Befragung ist eine prospektive multizentrische Querschnittstudie und wurde in 13 von 15 Adipositaszentren (86,7 %) im D‑A-CH-Verband (Deutschland, Österreich und Schweiz) erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen der Masterarbeit des Erstautors wurde das deutsche Adipositaszentrum im SANA Klinikum Offenbach retrospektiv ausgewertet.
Die Studie wurde von der Ethikkommission der Fakultät für Medizin der Sigmund Freud PrivatUniversität genehmigt (EK Nr. 712-2022). Die Studie wurde gemäß den Kriterien der Guten Klinischen Praxis und der Deklaration von Helsinki von 1964, aktualisiert in Helsinki 2024, durchgeführt.
Der anonyme 2‑seitige BARBQTCM-Fragebogen (BARiatric Basic Questionnaire for Traditional Chinese Medicine) enthält eine Kurzinformation über das Thema, die Relevanz, das Ziel der Befragung und den Verwendungszweck der Ergebnisse. In 7 Frageblöcken werden anthropometrische Daten und die Erfahrung mit konventionellen und komplementären Behandlungen des Übergewichts erhoben. Daraufhin werden das Interesse an verschiedenen TCM-Therapien und die Beschwerden, die man mit TCM-Therapien behandeln würde, abgefragt. Zu guter Letzt wird die Bereitschaft, zeitliche und finanzielle Ressourcen für TCM aufzuwenden, dokumentiert.
Die anonymen Fragebögen wurden in einer verschlossenen Sammelbox aufbewahrt und per Post ins MedOstWest-Studienzentrum in Wien geschickt. Die Daten wurden in eine Passwort-geschützte Datenbank auf einem Passwort-geschützten Computer eingegeben. Die Fragebögen werden in einem Ordner in einem abgesperrten Raum des Studienzentrums gesammelt. Uneingeschränkten Zugang zur Datenbank und den Ordnern mit den Fragebögen haben nur die Studienkoordinatorin und der Prüfarzt.
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Statistik
Um die Primär- und Nebenzielparameter zu bewerten, wurden Chi-Quadrat-Tests angewendet. Für eine detaillierte Auslegung signifikanter Ergebnisse wurden je nach Art der Variablen entweder Phi-Koeffizienten oder Kontingenzkoeffizienten genutzt. Bei den statistischen Analysen wurde die Bonferroni-Holm-Korrektur eingesetzt, um sicherzustellen, dass das Alpha-Niveau für die Hypothesentests angemessen angepasst wurde. Ein p-Wert < 0,05 wurde als signifikant gewertet. Alle Auswertungen wurden unter Verwendung der Software „R“ in der Version 4.0.2 durchgeführt.
Ergebnisse
496 Fragebögen wurden ausgewertet. Das mediane Alter betrug 45 Jahre und der mediane BMI lag bei 43,1 kg/m2. Drei Viertel der Befragten waren weiblich (73,2 %). Die Kohorte mit Skelettschmerzen war signifikant häufiger weiblich als die Kontrolle (79,7 % versus 68,9 %; Tab. 1). Bei 4 Personen (0,8 %) wurde kein Geschlecht und bei 22 (4,4 %) kein BMI dokumentiert.
Tab. 1
Demografische Daten, konventionelle und komplementäre Therapien (p-Wert: Vergleich Kohorte mit Skelettschmerzen versus keine Schmerzen)
BARBQTCM
Befragte
Gesamt
(n = 496)
Skelettschmerzen
(n = 197)
Keine Schmerzen
(n = 299)
p-Wert
Patientencharakteristika
Alter‡ (Jahre)
45 (37–53)
46 (39–53)
44 (36–53)
0,33
Geschlecht (weiblich)
363 (73,2 %)
157 (79.7 %)
206 (68,9 %)
0,02*
BMI‡ (kg/m2)
43,1 (36,9–49,1)
42,7 (37,5–50,4)
43,4 (36,5–48,8)
0,27
Konservative Gewichtsverlusttherapie
Ernährungsberatung
405 (81,7 %)
166 (84,3 %)
239 (80 %)
0,32
Hypnose
35 (7,1 %)
19 (9,6 %)
16 (5,4 %)
0,09
Psychotherapie
176 (35,5 %)
79 (40,1 %)
97 (32,4 %)
0,17
Bewegungstherapie
342 (69,0 %)
149 (75,6 %)
193 (64,5 %)
0,06
Medikamente
134 (27,0 %)
62 (31,5 %)
72 (24,1 %)
0,11
Diäten
432 (87,1 %)
181 (91,9 %)
251 (83,9 %)
0,01*
Erfahrung mit Komplementärmedizin (CAM◆): 147 (29,6%)
TCM◆◆
51 (10,3 %)
31 (15,7 %)
20 (6,7 %)
< 0,001
Metabolic Balance
47 (9,5 %)
23 (11,7 %)
24 (8 %)
< 0,001
Colon-Hydrotherapie
5 (1,0 %)
4 (2 %)
1 (0,33 %)
< 0,001
Entschlackungskur
53 (10,7 %)
30 (15,2 %)
23 (7,7 %)
< 0,001
Homöopathie
54 (10,9 %)
30 (15,2 %)
24 (8 %)
< 0,001
Keine CAM-Erfahrung
349 (70,4 %)
125 (63,5 %)
224 (74,9 %)
0,006**
‡ Daten als Median mit Quartile 1 bis 3, ◆CAM komplementäre additive Medizin, ◆◆TCM Traditionelle Chinesische Medizin: Akupunktur und Kräutertherapie, *p < 0,05; **p < 0,01
Fast alle Befragten (489/496: 98,6 %) hatten konventionelle Gewichtsabnahmetherapien hinter sich. Mehr als vier Fünftel der Befragten hatten bereits eine Ernährungsberatung oder Diäten in der Anamnese, während über zwei Drittel Bewegungstherapien genutzt hatten. Über ein Drittel hatte eine Psychotherapie durchlaufen und über ein Viertel der Personen hatte Pharmaka zur Gewichtsreduktion eingesetzt. 147 Befragte (29,6 %) hatten zudem Erfahrung mit komplementärmedizinischen Behandlungen, wobei TCM, Detox‑/Entschlackungskuren und Homöopathie am häufigsten genannt wurden. Insgesamt hatten Personen mit Skelettschmerzen mehr Erfahrung mit Komplementärmedizin als die Vergleichskohorte (36,5 % versus 25,1 %; Tab. 1).
Zwei Fünftel aller Befragten waren an TCM-Therapien nicht interessiert (202/496: 40,7 %). Die übrige BARBQTCM-Kohorte zeigte das größte Interesse für TCM-Diätberatung (41,3 %), Akupressur (27,4 %) und TCM-Kochkurse (27,4 %). Akupunktur (24,4 %) und TCM-Kräutertherapien (19,8 %) wurden seltener gewählt. Die Befragten mit Skelettschmerzen waren an allen TCM-Therapien signifikant häufiger interessiert als die Kontrollgruppe (Abb. 1). Ein Zehntel (46/496: 9,3 %) machte keine Angaben zum TCM-Interesse.
Abb. 1
Interesse an TCM-Behandlungen von (Prä‑)Adipösen ± Skelettschmerzen
Die Gesamtkohorte würde TCM zur Gewichtsabnahme (236/496: 47,6 %), gegen Müdigkeit (206/496: 41,5 %) und bei Skelettschmerzen (197/496: 39,7 %) nutzen. Insgesamt würde die Schmerzkohorte alle Beschwerden signifikant häufiger mit TCM therapieren als die Kontrolle (Abb. 2). Die Hälfte der Kohorte ohne Skelettschmerzen (49,2 %) würde keine TCM zum Management ihrer Beschwerden einsetzen.
Abb. 2
Beschwerden mit TCM-Behandlungswunsch von (Prä‑)Adipösen ± Skelettschmerzen
Über die Hälfte der gesamten BARBQTCM-Kohorte (279/496: 56,3 %) würde eine TCM-Ambulanz aufsuchen. Personen mit Skelettschmerzen würden eine TCM-Ambulanz signifikant häufiger nutzen als solche ohne Schmerzen (87,8 % versus 35,5 %; p < 0,001). Über die Hälfte der Schmerz-Patient*innen (106/197: 53,8 %) würde 1‑ bis 2‑mal pro Monat in die TCM-Ambulanz kommen. Während zwei Fünftel der schmerzfreien Kohorte nie eine TCM-Ambulanz nutzen würden, waren es unter 5 % in der Kohorte mit Skelettschmerzen, die nicht kommen würden (42,5 % versus 4,6 %; p < 0,001; Abb. 3). Weniger als ein Fünftel aller Befragten (81/496: 16,3 %) machte keine Angaben zur TCM-Ambulanz.
Abb. 3
Bereitschaft von (Prä‑)Adipösen ± Skelettschmerzen, TCM-Ambulanzen zu besuchen
Weniger als die Hälfte aller Befragten (222/496: 44,8 %) wären bereit, für TCM-Therapien zu zahlen. Allerdings hat die Fallkohorte mit Schmerzen eine signifikant höhere Zahlungsbereitschaft als die Kontrollgruppe (72,1 % versus 26,8 %; p < 0,001). Der Großteil der Befragten mit Skelettschmerzen (139/197: 70,6 %) würde bis zu 100 € im Monat für TCM aufbringen. Trotz Schmerzen würde ein Fünftel der Fallkohorte kein Geld für TCM ausgeben, während die Hälfte der Kontrollgruppe nichts zahlen würde (Abb. 4). Weniger als ein Fünftel der Studienkohorte (82/496: 16,5 %) machte keine Angaben zur Zahlungsbereitschaft für TCM.
Abb. 4
Bereitschaft von (Prä‑)Adipösen ± Skelettschmerzen, Geld für TCM-Behandlungen auszugeben
Der einzige signifikante Einflussfaktor auf die TCM-Akzeptanz war die Erfahrung mit Komplementärmedizin (RR = 2,84; p < 0,001). Während das Alter (> 40 Jahre: RR = 1,29; p = 0,07) einen Trend zu einer höheren TCM-Akzeptanz zeigte, hatten Geschlecht (RR = 1,19; p = 0,26) und Body-Mass-Index (RR = 1,01; p = 0,88) keinen Einfluss auf das Interesse an TCM (Tab. 2).
Die Studie untersuchte den Einfluss von skelettalen Schmerzen auf die Akzeptanz für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bei 496 Patient*innen mit (Prä‑)Adipositas. Fast alle Teilnehmenden hatten bereits konservative Gewichtsverlusttherapien ausprobiert und knapp ein Drittel hatte Erfahrung mit Komplementärmedizin. Die Schmerzkohorte nutzte Komplementärmedizin signifikant häufiger als die Kontrollgruppe (TCM, Entschlackungskuren und Homöopathie).
Die Akzeptanz für TCM-Therapien war in der Schmerzkohorte signifikant höher als in der Kontrollgruppe (alle p < 0,001). Personen mit skelettalen Schmerzen würden häufiger alle aufgeführten Beschwerden (Top 5: Gewichtsprobleme, Müdigkeit, Schlafstörungen, Hungergefühl und Antriebslosigkeit) mit TCM behandeln (alle p < 0,001). Diese Gruppe zeigte auch eine höhere Bereitschaft, TCM-Ambulanzen zu besuchen und mehr Geld für TCM auszugeben. Erfahrung mit Komplementärmedizin war der einzige signifikante Einflussfaktor auf die gesteigerte TCM-Akzeptanz (RR = 2,84; p < 0,001).
Zwei Fünftel der Befragten gaben skelettale Schmerzen als Grund für eine TCM-Behandlung an. Gelenkschmerzen sind in Deutschland weit verbreitet, aber in der Studie unterrepräsentiert. Eine hohe Korrelation zwischen Gelenkschmerzen und Gewichtsproblemen wurde festgestellt, da Übergewicht die Gelenke belastet und das Risiko für Arthrosen erhöht. Die Altersverteilung der Teilnehmenden entsprach der Gesamtpopulation. Frauen litten häufiger an skelettalen Schmerzen als Männer. Eine nachhaltige Änderung des Lebensstils ist entscheidend für langfristige Erfolge bei der Gewichtsreduktion und bei der Linderung von skelettalen und vor allem Gelenkschmerzen.
Vier Fünftel der Befragten hatten eine Ernährungsberatung gemacht. Eine ungesunde Ernährung ist eine häufige Ursache für Adipositas und das Aufbrechen von langjährigen Essgewohnheiten ist essenziell [1, 25]. Der hohe Prozentsatz an Ernährungsberatungen zeigt ein mangelndes Wissen über gesunde Ernährung in der Bevölkerung. Die Vermittlung dieses Wissens ist wichtig, da unter anderem elterliche Adipositas ein großer Risikofaktor für Adipositas bei Kindern ist [19].
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Knapp 70 % der BARBQTCM-Kohorte mit skelettalen Schmerzen nutzten konservative Bewegungstherapien. Bewegung ist essenziell, um die Lebensqualität zu bewahren oder wiederherzustellen [24]. Physiotherapeut*innen betonen hinsichtlich der Gelenksbeschwerden „Motion is Lotion“ [32], doch Bewegung ist für Menschen mit Adipositas und Gelenkschmerzen oft sehr eingeschränkt. Immer häufiger werden solche Patient*innen von der Orthopädie in Adipositasambulanzen überwiesen.
Eine aktuelle Metaanalyse von 301 randomisiert kontrollierten Studien konnte aufzeigen, dass nichtinterventionelle pharmakologische (NSAR, Antidepressiva etc.) und Standardbewegungstherapien nur eine leichte bis geringe Schmerzreduktion bewirken konnten [7]. Die hohe TCM-Akzeptanz lässt sich unter anderem auch auf die teils insuffiziente Erfolgsrate der konventionellen Medizin zurückführen. Die Integration von TCM kann die State-of-the-Art-Medizin sinnvoll ergänzen und sowohl die Erfolgschancen als auch die Zufriedenheit der chronisch Kranken erhöhen.
Vier Fünftel der Schmerzkohorte würden ihre Gewichtsprobleme mit TCM behandeln, während dies nur ein Viertel der Kontrollgruppe tun würde. TCM bietet gelenkschonende Bewegungsformen wie Qigong und Taiji an [8].
Fast 40 % der Betroffenen mit skelettalen Schmerzen hatten schon Psychotherapie in Anspruch genommen, im Vergleich zu 30 % ohne Schmerzen. Adipositas und zusätzliche Gelenkschmerzen belasten die Psyche stark. Stress ist ein zentrales Element im Zusammenhang mit skelettalen Schmerzen und Adipositas, was die Komplexität dieser Beschwerden intensiviert [17]. Durch Stress kommt es zu einer reflektorischen An- und Verspannung der Muskulatur, womit die muskuloskelettalen Schmerzen chronifizieren können. Adipöse Menschen leiden häufig an Müdigkeit, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Depressionen und Libidoverlust [12]. Die eingeschränkte Mobilität durch skelettale Schmerzen verstärkt diese Probleme. Die Korrelation zwischen Adipositas und psychosomatischen Erkrankungen kann über die Darm-Hirn-Achse erklärt werden, die in der TCM als Ungleichgewicht zwischen den Elementen Erde (Verdauungstrakt) und Wasser (Neuroendokrinum) angesehen wird [11]. TCM-Behandlungsansätze zielen darauf ab, diese Balance wiederherzustellen. Durch richtige Ernährung (nach den 5 Elementen) und Mind-Body-Therapien wie Taiji und Qigong lassen sich vor allem leichte psychosomatische Störungen gut kompensieren.
Zwei Fünftel der Schmerz-Patient*innen gaben Diabetes mellitus als Behandlungsindikation an, im Vergleich zu 5 % der Kontrollgruppe. Bewegungseinschränkungen durch Cheiroarthropathie sind bei Diabetes häufig [4]. (Prä‑)Adipöse mit skelettalen Schmerzen nehmen häufiger Medikamente zur Gewichtsreduktion ein, insbesondere GLP-1-Analoga, die ursprünglich als Antidiabetika eingesetzt wurden [28]. Konservative Therapiemethoden erfordern mehr Eigeninitiative, während Medikamenteneinnahme weniger Aufwand bedeutet. Hier macht eine begleitende TCM-Behandlung bei der medikamentösen Diabetes-Therapie Sinn, um den Blutzucker zu stabilisieren und die sinnvolle Lifestyle-Modifikation voranzutreiben.
Obwohl die Komplementärmedizin eine lohnenswerte Ergänzung zur konventionellen Medizin sein kann, wurde sie nur von einem Drittel der BARBQTCM-Kohorte im SANA-Klinikum Offenbach genutzt. Mögliche Gründe sind erschwerte Zugänglichkeit, mangelnde Information oder fehlendes Interesse. Die Schmerzkohorte bevorzugte TCM-Ernährungsberatung, Akupressur und Kochkurse, während Akupunktur und TCM-Kräutertherapie weniger genutzt und skeptischer betrachtet wurden.
Komplementärmedizinische Verfahren werden in Deutschland von bis zu 62 % der Patient*innen genutzt, wobei Akupunktur, Homöopathie und Massagen gängig sind [20]. Bei Interesse sollten Ärzt*innen evidenzbasierte Empfehlungen für CAM-Therapien geben. Deshalb ist es essenziell, dass Komplementärmedizin einen festen Platz im Curriculum des Medizinstudiums bekommt, damit die Beratung der Patient*innen von einer aufgeklärten Ärzteschaft erfolgt und nicht im Vorhinein abgelehnt wird. Die erfolgreiche Therapie von chronischen Erkrankungen hängt von der Adhärenz der Patient*innen ab, weshalb deren Einbindung in die Therapieplanung wesentlich ist.
Zu den Stärken der Studie zählen die hohe Anzahl von Befragten und der Fokus auf den wichtigen Eckpfeiler der Evidenz-basierten Medizin, nämlich die Wünsche der Patient*innen. Die Adipositas-assoziierten Beschwerden der Kohorte wurden ausführlich abgefragt und hinsichtlich des Einsatzes der TCM evaluiert. Anhand der Daten lassen sich Zusammenhänge zwischen muskuloskelettalen Störungen und anderen Beschwerden herstellen. Diese epidemiologischen Daten helfen, eine Brücke zwischen dem medizinischen Personal und den Patient*innen zu schlagen und das Verständnis auf beiden Seiten zu vertiefen.
Limitationen umfassen eine selektierte, nicht repräsentative Stichprobe durch die Kohorte einer chirurgisch fokussierten Adipositasambulanz und eine fehlende Differenzierung zwischen den Schmerzarten. Die Generalisierbarkeit der Ergebnisse ist eingeschränkt und ein longitudinales Follow-up fehlt, um langfristige Auswirkungen einer begleitenden Komplementärmedizin zu erfassen.
Zudem war ein Großteil der Kohorte weiblich und birgt einen gewissen systematischen Fehler, der die Generalisierbarkeit einzuschränken vermag. Allerdings hatte das Geschlecht keinen signifikanten Einfluss auf die TCM-Akzeptanz, wodurch diese Bedenken wieder relativiert werden können.
Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit bietet einen Mehrwert für die moderne Forschung und die klinische Praxis. Sowohl die CAM-Erfahrung als auch die TCM-Akzeptanz sind bei (Prä‑)Adipösen mit Skelettschmerzen deutlich höher als bei der Kontrollkohorte ohne Schmerzen. Der Zugang zu komplementären Heilmethoden sollte einfacher gemacht werden, damit jeder Mensch die Möglichkeit hat, diese Behandlungsmethoden auszuprobieren. Neben politischen Entscheidungen und finanzieller Unterstützung durch Krankenkassen ist es zielführend, objektiv über Komplementärmedizin zu informieren und besser aufzuklären.
Menschen mit Schmerzen des Skelettsystems haben einen hohen Leidensdruck und sind eher bereit, ein breites Spektrum an unterschiedlichen Therapien auszuprobieren. Eine Kombination aus modernem westlichen und traditionellem asiatischen Zugang ist erstrebenswert. Die evidenzbasierte Medizin entwickelt sich weltweit in diese Richtung. Die Anzahl an Publikationen zur „integrativen Medizin“ ist in den letzten Jahren exponentiell angestiegen [30]. Besonders bei chronischen Erkrankungen wie dem metabolischen Syndrom werden multimodale integrative Therapiekonzepte, vor allem im asiatischen Raum, verstärkt umgesetzt, auch, um der Polypharmazie-Problematik entgegenzuwirken.
Moderne integrative Gesundheitssysteme, in Übereinstimmung mit der TCM, legen einen Fokus auf Prävention und verzeichnen zunehmende Erfolge. 75 % der deutschen Bevölkerung befürworten mittlerweile die integrative Medizin [42].
Es bleibt wichtig, in diesem kontrovers diskutierten Themengebiet zu forschen und fundiertes Wissen zu generieren. Besonders prospektive Registerstudien, die den Therapieeffekt von TCM bei Menschen mit Adipositas und begleitenden Beschwerden des Bewegungsapparates über längere Zeiträume verfolgen, sind sinnvoll, um das Vertrauen der Gesellschaft in traditionelle und komplementäre Behandlungsmethoden zu erhöhen.
Funding
Es gab keine finanzielle Unterstützung für die Durchführung und Datenverarbeitung der BARBQTCM-Befragung.
Einhaltung ethischer Richtlinien
Interessenkonflikt
A.R. Hünten, S. Rothe, T. Vlasak, S. Chiapetta, S. Weiner und P. Panhofer geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Die Studie wurde von der Ethikkommission der Fakultät für Medizin der Sigmund Freud PrivatUniversität genehmigt (EK Nr. 712-2022). Die Studie wurde gemäß den Kriterien der Guten Klinischen Praxis und der Deklaration von Helsinki von 1964, aktualisiert in Helsinki 2024, durchgeführt.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.
Hinweis des Verlags
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Univ.-Prof. PD Dr. Peter Panhofer
Professur für Komplementärmedizin mit Schwerpunkt TCM
BARBQTCM: Akzeptanz von Traditioneller Chinesischer Medizin bei (Prä‑)Adipositas Patient*innen mit Gelenkschmerzen
Kompaktversion der Masterarbeit zur retrospektiven Single-Center-Subgruppenanalyse der BARBQTCM-Befragung (BARiatric Basic Questionnaire for Traditional Chinese Medicine)
Verfasst von
Alexis Roman Hünten
Steffi Rothe
Thomas Vlasak
Sonja Chiapetta
Sylvia Weiner
Univ.-Prof. PD Dr. Peter Panhofer, MBA, MSc (TCM)
Aliluev A, Tritschler S, Sterr M, Oppenländer L, Hinterdobler J, Greisle T, Irmler M, Beckers J, Sun N, Walch A, Stemmer K, Kindt A, Krumsiek J, Tschöp MH, Luecken MD, Theis FJ, Lickert H, Böttcher A (2021) Diet-induced alteration of intestinal stem cell function underlies obesity and prediabetes in mice. Nat Metab 3:1202–1216. https://doi.org/10.1038/s42255-021-00458-9CrossRefPubMedPubMedCentral
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Botulinumtoxin hat einen festen Stellenwert in der Schmerztherapie. Im Fachbereich Orthopädie wird das Nervengift unter anderem zur Schmerzlinderung bei Myogelosen und zunehmend bei Arthrosen eingesetzt. Die empirische Beweislage für diese Off-Label-Anwendungen ordnete die Schmerztherapeutin Julia Wölfle-Roos beim Ortho Trauma Update ein.
Ein dreiwöchiges Rehaprogramm mit intensivem körperlichem Training führte bei Menschen mit langjähriger schwerer Fibromyalgie zu einer deutlichen Steigerung der aeroben Leistungsfähigkeit.
Ein 500.000-Euro-Regress wegen fehlender Rezeptunterschrift sorgte jüngst für Aufregung. Es gibt aber noch mehr Fehler, die für eine Praxis richtig teuer werden können. Hier sind die gefährlichsten Nachlässigkeiten.
8% der Personen mit DOAK-Therapie haben noch erhöhte Blutwerte der Substanzen, wenn sie sich einer elektiven Operation unterziehen. Besonders häufig sind Ausreißer unter Apixaban. Auf den intraoperativen Blutverlust hatten sie in einer Analyse jedoch keinen Einfluss.