Zum Inhalt
Die Chirurgie

Unzureichender Therapieerfolg nach metabolisch-bariatrischer Operation – Medikamentös additive Therapie oder chirurgische Konversion?

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die morbide Adipositas ist eine anerkannte chronische Erkrankung. Die metabolisch-bariatrische Chirurgie (MBS) ist derzeit die effektivste Therapie, die das Körpergewicht relevant reduziert und Begleiterkrankungen, Lebensqualität sowie das Gesamtüberleben Betroffener verbessert. Ein unzureichender Therapieerfolg durch nicht ausreichende Gewichtsreduktion, erneute Gewichtszunahme oder unzureichende Kontrolle von Komorbiditäten stellt dennoch eine behandlungsbedürftige Herausforderung dar. Konversionsoperationen können den Gewichtsverlauf und Begleiterkrankungen effektiv beeinflussen, beinhalten jedoch ein höheres Risiko als Primäreingriffe. Additive medikamentöse Therapien – insbesondere Glucagon-like-peptide-1(GLP-1)-Analoga – zeigen ebenso eine Wirksamkeit bei akzeptablem Nebenwirkungsprofil. Dieser Beitrag beleuchtet Definitionen eines unzureichenden Therapieerfolgs nach MBS und gibt einen Überblick über therapeutische Optionen sowie den Prozess der individualisierten Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung von Komorbiditäten und Präferenzen Betroffener in einem interdisziplinären Setting mit adäquater Expertise.
Titel
Unzureichender Therapieerfolg nach metabolisch-bariatrischer Operation – Medikamentös additive Therapie oder chirurgische Konversion?
Verfasst von
Jakob Lauerer
Lars Kollmann
Ann-Cathrin Koschker
Mirko Otto
Florian Seyfried
Publikationsdatum
16.09.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Chirurgie / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 2731-6971
Elektronische ISSN: 2731-698X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00104-025-02384-y
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Chirurgie

Fraktur im Alter: Traditionelle Konzepte greifen zu kurz!

Bei Fragilitätsfrakturen im Alter kommt es auf weit mehr an als auf die anatomische Rekonstruktion. Die Dresdner Orthopädin Dr. Anne Postler zeigte beim Ortho Trauma Update, was für die Versorgung wichtig ist: vom OP-Timing über die Delirprävention bis hin zur Osteoporosetherapie.

Mehr Re-Interventionen nach TAVI als nach Klappen-OP

6-Jahres- und erste 7-Jahres-Daten der Evolut-Low-Risk-Studie deuten etwas überraschend darauf hin, dass der Re-Interventionsbedarf nach einer Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) über die Zeit im Vergleich mit einem herzchirurgischen Vorgehen zunimmt. Bzgl. des Risikos für Tod oder schweren Schlaganfall schneiden beide Verfahren dagegen weiter vergleichbar ab.

Warum suizidgefährdete Ärztinnen und Ärzte keine Hilfe suchen

Gedanken an eine Selbsttötung gehen Ärztinnen und Ärzten vergleichsweise häufig durch den Kopf. Hilfe wäre möglich, wird aber selten gesucht. Warum eigentlich?

Wer profitiert bei Morbus Crohn von einer frühen Operation?

An Morbus Crohn Erkrankte, die unter 35 Jahre alt sind, scheinen unter bestimmten Voraussetzungen von einer frühzeitigen Ileozökalresektion zu profitieren. Bis zu 50 % erreichen damit eine zehn Jahre anhaltende therapiefreie Remission. 

Update Chirurgie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Mobilisierung einer älteren Dame/© [M] gradyreese / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Operation/© Peakstock / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Junge Frau in Krankenhaus-Kleidung/© gpointstudio / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Laparoskopische Operation/© Iryna / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)