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30.04.2018 | Kasuistiken | Ausgabe 1/2019

Der Ophthalmologe 1/2019

Bartonellenneuroretinitis

Eine atypische Manifestation der Katzenkratzkrankheit

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 1/2019
Autoren:
N. Lapp, M. Ulbig, C. P Lohmann, A. Laubichler
Wichtige Hinweise
Die Ergebnisse wurden als Poster auf dem DOG-Kongress 2017 in Berlin präsentiert.

Zusammenfassung

Die Katzenkratzkrankheit manifestiert sich klassischerweise mit Fieber und Lymphadenopathie durch eine Bartonella-henselae-Infektion nach Katzenkontakt. Wir beschreiben die atypische Manifestation der Katzenkratzkrankheit bei einer 52-jährigen Patientin mit einem akuten einseitigen Visusverlust und Kopfschmerzen ohne Fieber oder Lymphknotenschwellung. Fundoskopisch zeigten sich ein unilaterales Papillenödem sowie im Verlauf eine Makulasternfigur, pathognomonisch für eine infektiöse Neuroretinitis. Eine Bartonella-henselae-Infektion konnte serologisch bestätigt werden. Wir behandelten die Patientin mit einer systemischen antibiotischen Kombinationstherapie von Doxycyclin/Rifampicin über 6 Wochen. Hierunter wurde eine schnelle morphologische und funktionelle Besserung erreicht. Differenzialdiagnostisch sollte auch bei Abwesenheit von Fieber und Lymphadenopathie bei einseitiger Sehminderung und Papillenödem an eine infektiöse (Bartonellen‑)Neuroretinitis gedacht werden. Eine zügige serologische Diagnostik und Antibiose sind für den Heilungsverlauf entscheidend.

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