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Die Onkologie

Früherkennung von Hautkrebs und Screeninguntersuchungen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Von 1970 bis 2010 ist nach Registerdaten des Saarlands die Inzidenz des Melanoms um das 7‑Fache und die Inzidenz des epithelialen Hautkrebses, der heute die mit weitem Abstand häufigste Krebserkrankung darstellt, um das 13-Fache angestiegen. Ursächlich ist der starke Anstieg der UV-Exposition aufgrund veränderter Urlaubs- und Freizeitgewohnheiten. Die erhebliche Zunahme von Hautkrebs steigert die Anforderungen an die chirurgische Versorgung sowie an klinische Nachsorgeuntersuchungen stark und führte auch zu einer deutlichen Zunahme der Melanommortalität. Die Früherkennung kann einer Abnahme des Versorgungsaufwands und langfristig auch der Mortalität dienen. Sie ist prinzipiell einfach, da die Mehrzahl der verdächtigen Tumoren ohne apparativen Aufwand erkennbar sind.

Ziel

Die Möglichkeiten der klinischen Hautkrebsdiagnose mit diagnostischen Algorithmen werden vorgestellt und die Verbesserung der diagnostischen Treffsicherheit durch Dermatoskopie sowie der bisherige Beitrag der gesetzlichen Hautkrebsvorsorge untersucht.

Methode

Die Daten wurden einer selektiven Literaturrecherche in der Datenbank PubMed entnommen.

Ergebnisse und Diskussion

Die Hautkrebsfrüherkennung ist mithilfe Inspektion und Dermatoskopie in bis zu 90 % der Fälle möglich. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Wahrnehmung auffälliger Tumoren durch die Patienten gezollt werden. Es gibt bisher keine Daten, ob neue diagnostische Verfahren die Treffsicherheit weiter erhöhen. Im Juli 2008 wurde das gesetzliche, 2‑jährliche Hautkrebsscreening für Personen ab 35 Jahren mit Kostenerstattung deutschlandweit eingeführt, an dem bisher mehr als 30 % der Bevölkerung teilnahmen. Eine vom Gemeinsamen Bundesausschuss durchgeführte Begleituntersuchung erhob Daten vom Garbage-in-garbage-out-Typ, entsprechend bleiben Fragen zum Nutzen des Hautkrebsscreenings bisher unbeantwortet.
Titel
Früherkennung von Hautkrebs und Screeninguntersuchungen
Verfasst von
Prof. Dr. med. C. Garbe
Publikationsdatum
17.06.2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 8/2016
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-016-0065-x
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Bildnachweise
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