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Gefässchirurgie

Das Bauchaortenaneurysma

Faktencheck zu Mindestmengen und Qualitätsindikatoren

Erschienen in:

Zusammenfassung

Für das abdominale Aortenaneurysma werden seit Jahren sinkende Prävalenzen berichtet, wobei die mediane Fallzahl insbesondere bei der offen-chirurgischen Aneurysmabehandlung in dezentralisierten Gesundheitssystemen zuletzt nur noch bei 7 pro Jahr lag. Vor dem Hintergrund der seit mehr als zwei Jahrzehnten stattfindenden dynamischen Entwicklungen bei den Behandlungsverfahren und Medizinprodukten wird der Einfluss des Fallvolumens auf das Behandlungsergebnis immer wieder kontrovers diskutiert. Als geeigneter Ergebnisqualitätsparameter steht bisher überwiegend die kurzfristige perioperative Gesamtsterblichkeit zur Verfügung, während viele Studien aus einer Zeit stammen, in der die Krankenhaussterblichkeit nach endovaskulärer Behandlung bis zu 3 % höher als heute lag. In den aktuellen Daten zeichnet sich ein Fallvolumen-Ergebnis-Zusammenhang insbesondere bei den offen-chirurgischen Verfahren ab, während es bei der endovaskulären Behandlung mit Stentgrafts keine robusten Effekte gibt. Die uneindeutige Datenlage zeichnet sich auch in den aktuellen Leitlinien ab. Während die nordamerikanischen Leitlinien der Society for Vascular Surgery (SVS) jeweils verfahrensspezifische Mindestmengen von 10 Prozeduren pro Jahr für jedes Verfahren fordern, geben die europäischen Leitlinien der European Society for Vascular Surgery (ESVS) eine gemischte Mindestmenge von 20 Prozeduren für beide Verfahren vor.
Titel
Das Bauchaortenaneurysma
Faktencheck zu Mindestmengen und Qualitätsindikatoren
Verfasst von
PD Dr. med. Christian-Alexander Behrendt
Alexander Gombert
Albert Busch
Matthias Trenner
Moritz S. Bischoff
Ulrich Rother
Publikationsdatum
21.12.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 1/2024
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-023-01068-3
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