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Gefässchirurgie

Empfehlungen zur Prävention und Risikooptimierung beim Bauchaortenaneurysma: eine evidenzbasierte und laienverständliche Informationsbroschüre

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Zusammenfassung

Obwohl sich aktuell in Deutschland etwa 500 Krankenhäuser evidenzbasiert um die invasive Ausschaltung großer Bauchaortenaneurysmen (5,0 cm bei Frauen und 5,5 cm bei Männern) kümmern und dieses Thema einen zentralen Stellenwert in der internationalen Gefäßchirurgie einnimmt, besteht Konsens darüber, dass das komplementäre Best Medical Treatment vor und nach jeder invasiven Behandlung einen wesentlichen Einfluss auf die langfristigen Behandlungsergebnisse hat. Zahlreiche Risikofaktoren, viele davon modifizierbar, haben einen Einfluss auf die Entstehung krankhafter Aussackungen der Hauptschlagader und sind unmittelbar mit dem Voranschreiten der Erkrankung sowie mit begleitenden kardiovaskulären Komorbiditäten assoziiert. Neben der Rauchentwöhnung gilt daher die optimale Arzneimitteltherapie und Risikofaktorenoptimierung als wichtige Säule der Therapie des Bauchaortenaneurysmas, wobei eine evidenzbasierte spezifische Arzneimitteltherapie zur Verhinderung des Aneurysmawachstums bis heute nicht verfügbar ist. Für das langfristige rupturfreie Überleben sowie die kardiovaskuläre Gesundheit ist die Einhaltung zahlreicher Behandlungsempfehlungen von großer Bedeutung. Empfehlungen zur körperlichen Schonung basieren allerdings nicht auf einer robusten Evidenzbasis und können dagegen zu einem schlechteren kardiovaskulären Ergebnis führen. Dieser laienverständliche Aufklärungsartikel fasst die evidenzbasierten Empfehlungen zur Entwicklung und Prävention des Bauchaortenaneurysmas zusammen.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Einleitung

Zahlreiche historische Persönlichkeiten litten an einer krankhaften Aussackung (Aneurysma) der Bauchschlagader (Aorta abdominalis) mit über mindestens 3 cm Durchmesser (Normalwert bei gesunden Erwachsenen: 12–18 mm) [6]. Manche, darunter der Physiknobelpreisträger Albert Einstein, der Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und der frühere französische Staatspräsident Charles de Gaulle, sind sogar an einem Einriss (Ruptur) dieser Aussackung verstorben. Der epidemiologische (zahlenmäßige) Höhepunkt dieser meist degenerativen Veränderung der Bauchaorta wurde allerdings bereits im letzten Jahrtausend überschritten und in der aktuellen Fachdiskussion werden seither deutlich niedrigere Häufigkeiten (Prävalenzen) berichtet [4, 5, 19].
In Ländern, die Programme zur Früherkennung des Bauchaortenaneurysmas (BAA) anbieten – also gezielte Ultraschalluntersuchungen bei älteren Menschen –, zeigen aktuelle Studien, dass etwa 1–2 % der Männer im höheren Alter betroffen sind.
Zum Vergleich: In den 1990er-Jahren gingen große, qualitativ hochwertige Studien noch von deutlich höheren Werten aus, nämlich von 4–8 % [5, 6, 14, 34].
Auch heute noch gehört die rechtzeitige, vorbeugende Behandlung großer Bauchaortenaneurysmen – entweder durch eine Operation oder durch ein kathetergestütztes Verfahren (endovaskulär) – zu den zentralen Aufgaben der Gefäßchirurgie. Der Grund: Reißt ein solches Aneurysma plötzlich ein, sind die Überlebenschancen äußerst gering.
Zahlreiche nationale und internationale Fachgesellschaften haben Empfehlungen veröffentlicht, die den aktuellen Stand der Forschung und die Einschätzungen von Expertinnen und Experten zusammenfassen. Diese sogenannten Leitlinien helfen Ärztinnen und Ärzten, medizinisch fundierte Entscheidungen zu treffen.
Wichtig dabei ist jedoch: Leitlinien geben Orientierung, sind aber keine verbindlichen Richtlinien. Welche Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, muss individuell und gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten entschieden werden und zwar immer mit Blick auf die persönliche Situation und Wünsche der Patientin oder des Patienten [12, 17, 36].
Für die Behandlung des Bauchaortenaneurysmas gibt es verschiedene Praxisleitlinien
Aktuell wird international die exakte Festlegung des optimalen maximalen Durchmessers für die invasive Behandlung kontrovers diskutiert, etwa weil Beobachtungsstudien bei Männern eine niedrigere durchmesserbezogene Wahrscheinlichkeit für einen Einriss (Ruptur) nahelegten oder weil in den randomisierten kontrollierten Studien zu wenig Frauen (nur 4–5 %) eingeschlossen wurden, um gültige Aussagen für beide Geschlechter zu treffen [35]. Allerdings sind Frauen auch deutlich seltener (Verhältnis 1:9) betroffen als Männer. Als international anerkannter Behandlungsgrenzwert gilt für beschwerdefreie (asymptomatische) und größenstabile spindelförmige Befunde weiterhin der Durchmesser von 5,0 cm bei Frauen und 5,5 cm bei Männern, während kleinere Aneurysmen unterhalb dieser Durchmesser in unterschiedlichen Intervallen verlaufskontrolliert werden sollten [12, 36].
Die endovaskuläre Aneurysmareparatur (Endovascular Aortic Repair, kurz EVAR) hat sich in den letzten Jahren als Standardverfahren bei planbaren (elektiven) Eingriffen etabliert. Dabei wird eine speziell ummantelte Gefäßstütze, eine sogenannte Stentprothese (englisch: stent graft), über einen Katheter in die Hauptschlagader eingebracht und dort platziert, um das Aneurysma von innen zu schienen und zu stabilisieren. In Deutschland beträgt die EVAR-Rate im geplanten Behandlungsfall mittlerweile knapp 80 %, während im Falle des Einrisses weiterhin beide Verfahren, also endovaskulär und operativ, zu etwa gleichen Anteilen angewendet werden [7, 8, 18].
Diese Entwicklung ist vor allem der deutlich geringeren kurzfristigen Krankenhaussterblichkeit bei endovaskulären Behandlungen geschuldet (ca. 1 % vs. 4 % während des Krankenhausaufenthalts), während im Langzeitverlauf nach 2–3 Jahren beide Verfahren als gleichwertig anzusehen sind [23]. Es gibt auch Studiendaten, die insbesondere bei Menschen mit einer verbleibenden Lebenserwartung über mindestens zehn Jahre die Vorteile einer operativen Aneurysmaausschaltung belegt haben [26, 36].
Auch langfristig sind vorbeugende Maßnahmen ein zentraler Bestandteil der Behandlung. Dazu zählen Empfehlungen zur Primär‑, Sekundär- und Tertiärprävention, also zur Vorbeugung der Arterienverkalkung (Atherosklerose), zur Vermeidung eines Fortschreitens der Erkrankung sowie zur Unterstützung der Genesung nach einer Operation.
Diese Maßnahmen helfen nicht nur, die Entstehung eines Aneurysmas zu verhindern, sondern verbessern auch den Heilungsverlauf und das Behandlungsergebnis, ganz gleich ob eine offen-gefäßchirurgische Operation oder ein endovaskulärer Kathetereingriff zur Behandlung des Bauchaortenaneurymas durchgeführt wurde. Außerdem kann die konsequente Umsetzung der evidenzbasierten Empfehlungen zur Risikooptimierung und optimalen Arzneimitteltherapie die Wahrscheinlichkeit weiterer chronischer Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das Auftreten unerwünschter Ereignisse vermeiden.
Dieser Artikel richtet sich vor allem an Betroffene sowie deren Angehörige und mitbehandelnde Kolleginnen und Kollegen. Nach der Lektüre kennen sie die aktuellen Daten sowie Empfehlungen zur Prävention in den aktuell verfügbaren Praxisleitlinien und können diese im komplexen Feld der internationalen Studienbasis einordnen. Die Lektüre des Artikels ersetzt kein ausführliches Gespräch mit dem Behandlungsteam, kann diese Gespräche aber bereichern und zur Umsetzung der Empfehlungen beitragen.

Warum und wie entsteht ein Bauchaortenaneurysma?

In der gesunden Gefäßwand einer nicht erweiterten Aorta herrscht ein stetiges Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau von wichtigen Strukturbestandteilen (Eiweißen). Dies sorgt dafür, dass die Aorta stabil und gleichzeitig elastisch bleibt. So kann sie das Blut zuverlässig weiterleiten und die Pulswelle an die kleineren Gefäße an Armen, Beinen und inneren Organen weiterleiten.
Wird das empfindliche Gleichgewicht in der Gefäßwand gestört, kommt es zum Um- und Abbau von Strukturproteinen. Dadurch verliert die Aortenwand allmählich ihre Stabilität. Die ständige mechanische Belastung durch den Blutdruck, zusammen mit weiteren krankheitsspezifischen Prozessen, kann schließlich dazu führen, dass sich die Aorta kontinuierlich erweitert. Warum genau dieser Umbauprozess bei manchen Menschen beginnt und bei anderen nicht, ist bis heute nicht vollständig verstanden. Unter Fachleuten besteht Einigkeit, dass bestimmte pathologische Veränderungen existieren, die das Fortschreiten eines Aneurysmas begünstigen. Eine Übersicht dazu bietet Abb. 1 [11].
Abb. 1
Schema zur Pathogenese der abdominellen Aortenaneurysmaprogression. a In der nicht-aneurysmatischen Aortenwand findet sich eine geordnete Struktur mit elastolamellären Einheiten mit kontraktilen glatten Gefäßmuskelzellen (VSMC vascular smooth muscle cells), spezifischen Strukturproteinen (Kollagenen) und ca. 30 Schichten elastischer Fasern. b Mit Dilatation der Aortenwand nimmt die Dicke zu, die elastischen Fasern liegen nur noch fragmentiert vor. Andere Kollagentypen und ein veränderter VSMC-Typ überwiegen. c Veränderungen der einwirkenden Kräfte sowie Steigerung des Stresses auf die Gefäßwand, bei gleichzeitig verminderter Eigenspannung, führen zu Arealen mit unnatürlich hohen Belastungen. d Der intraluminale Thrombus ist ein biomechanisch und biologisch bedeutsames Konstrukt mit Wirkung auf das Bauchaortenaneurysma, gebundene Zellen (v. a. Neutrophile, Makrophagen, Thrombozyten) sowie Proteine (z. B. tPA „tissue plasminogen activator“) haben entzündungsverstärkende Eigenschaften. e Veränderte VSMC regulieren die Schwächung der Gefäßmatrix. f Da die dickere Wand eine normale Sauerstoffversorgung verhindert, entstehen kleine Kapillaren mit Einwanderung von Entzündungszellen. g Eine kontroverse Rolle nimmt die angeborene und erworbene Immunantwort beim Bauchaortenaneurysma ein, da viele der beobachteten Vorgänge unterschiedlich zwischen einzelnen Patient:innen verteilt sind und unklar bleibt, ob dies eine heilende Antwort des Körpers ist, oder zum Fortschreiten der Erkrankung beiträgt [11]. MMP Matrix-Metalloproteinasen, NET „neutrophil extracellular traps“
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Primärprävention, Screening und Risikofaktoren für die Entwicklung eines Bauchaortenaneurysmas

In der Prävention ist das einmalige Ultraschallscreening für Männer ab 65 Jahren, insbesondere mit Raucheranamnese, fest etabliert und basiert auf robuster Evidenz aus großen randomisierten kontrollierten Studien [3, 21, 30]. Demnach existiert seit mehreren Jahren auch in Deutschland eine entsprechende Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Abrechnungsfähigkeit dieser Screeningmaßnahme bei älteren Männern im gesetzlichen Krankenkassensystem (GKV). Die Empfehlungen für Frauen und andere Risikogruppen sind allerdings deutlich uneindeutiger, zeigen aber international eine Tendenz zu einem differenzierteren, risikoadaptierten Ansatz, der Faktoren wie Rauchen und Familienanamnese stärker berücksichtigt. Die konsequente Modifikation von Risikofaktoren, allen voran die Rauchentwöhnung, gefolgt von der Behandlung von Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen, wird universell als entscheidend für die Prävention angesehen. Während der Nutzen für die allgemeine Herz-Kreislauf-Gesundheit unbestritten ist, bleibt der spezifische Effekt einiger medikamentöser Therapien auf die Entstehung oder das Voranschreiten des Bauchaortenaneurysmas bis heute Gegenstand der Forschung.
In einer Subgruppenauswertung der ersten 10.000 Teilnehmenden, die im Rahmen der populationsbasierten Hamburg City Health Study (HCHS) zwischen 2016 und 2018 rekrutiert wurden, konnte eine für Deutschland repräsentative Häufigkeit des Bauchaortenaneurysmas in Höhe von 0,8 % der Einwohner zwischen 45 und 74 Jahren festgestellt werden. Frauen wiesen dabei eine deutlich niedrigere Häufigkeit als Männer auf (0,2 % vs. 1,3 %). Fortgesetzter (aktiver) Tabakkonsum war vor dem Herzinfarkt in der Vorgeschichte und höherem Lebensalter der mit großem Abstand wichtigste Risikofaktor, der mit dem Nachweis eines Bauchaortenaneurysmas assoziiert war [6]. Weitere in der Literatur etablierte Risikofaktoren schlossen Bluthochdruck, Atherosklerose, Fettstoffwechselstörungen, männliches Geschlecht und familiäre Vorgeschichte ein.
  • Fortgeschrittenes Lebensalter: Das Risiko für ein Bauchaortenaneurysma steigt mit zunehmendem Alter aufgrund des natürlichen Abbaus der Bindegewebsbestandteile der Gefäßwand signifikant an.
  • Männliches Geschlecht: Männer sind deutlich häufiger von krankhaften Aussackungen der Bauchschlagader betroffen als Frauen (es gibt Hinweise darauf, dass Frauen bei der Behandlung ein schlechteres Behandlungsergebnis haben).
  • Rauchen: Dies ist der bedeutendste modifizierbare Risikofaktor. Sowohl aktuelles als auch früheres Rauchen erhöht das Risiko erheblich, oft in Abhängigkeit von Dauer und Intensität des Konsums. Über 90 % der Patient:innen mit einem Bauchaortenaneurysma haben eine Raucheranamnese.
  • Positive Familienanamnese: Eine familiäre Vorbelastung, insbesondere bei Verwandten ersten Grades, verdoppelt das Risiko für die Entwicklung eines Bauchaortenaneurysmas.
  • Atherosklerose und deren klassische Risikofaktoren: Obwohl die Entwicklung des Bauchaortenaneurysmas sich von der reinen Atherosklerose unterscheidet, teilen sie gemeinsame Risikofaktoren: Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung (KHK), periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) sowie Carotisstenose.
  • Ethnische Zugehörigkeit: Personen weißer bzw. europäischer Abstammung scheinen ein höheres Risiko zu haben, während Bauchaortenaneurysmen bei hispanischen, afroamerikanischen und asiatisch-amerikanischen Bevölkerungsgruppen im Vergleich seltener auftreten.
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD): COPD wird als Risikofaktor genannt, der ein Screening nahelegt.
  • Erbliche Bindegewebserkrankungen bzw. genetische Aortensyndrome: Bestimmte genetische Syndrome, wie das Marfan-Syndrom, das Loeys-Dietz-Syndrom oder das Ehlers-Danlos-Syndrom (vaskulärer Typ), prädisponieren für Aneurysmen. Diese Erkrankungen sind insgesamt sehr selten (weniger als 5 von 10.000 Menschen sind betroffen).
  • Entzündliche Gefäßerkrankungen: Seltene entzündliche Prozesse der Aortenwand können zur Entstehung eines Aneurysmas führen.
  • Infektionen: Sogenannte mykotische Aneurysmen entstehen durch bakterielle Infektionen der Aortenwand, sind aber nicht häufig (etwa 1 % aller Fälle).
  • Trauma: Verletzungen oder Vorbehandlungen der Aorta können in seltenen Fällen zur Aneurysmaentstehung führen.

Sekundärprävention und Überwachung von kleinen Bauchaortenaneurysmen

Wenn ein Bauchaortenaneurysma entdeckt wird, dessen maximaler Durchmesser noch unterhalb der üblichen Grenzwerte für eine invasive Behandlung liegt, setzt man in der Regel auf eine engmaschige Überwachung, meist per regelmäßiger Ultraschalluntersuchung. Dieses sogenannte „Watchful Waiting“ (Abwarten) ist mittlerweile medizinischer Standard.
Neuere Empfehlungen gehen dabei zunehmend auf Unterschiede zwischen Männern und Frauen ein, denn das Risiko für einen Einriss kann je nach Geschlecht unterschiedlich ausfallen. Auch die empfohlenen Abstände zwischen den Kontrolluntersuchungen werden heute geschlechts- und größenspezifisch angepasst.
Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass Frauen weniger als 5 % der Gesamtkohorten der randomisierten kontrollierten Studien ausmachten. Die Daten der RESCAN-Kollaboration [13] spielen hier eine Schlüsselrolle. Das Hauptziel ist es, das Wachstum des Aneurysmas zu verlangsamen, einen Einriss zu verhindern und somit die Notwendigkeit einer invasiven Behandlung hinauszuzögern oder idealerweise gänzlich zu vermeiden. Dies umfasst neben den regelmäßigen Überwachungsuntersuchungen auch eine aggressive Modifikation kardiovaskulärer Risikofaktoren sowie die Optimierung der Arzneimitteltherapie.
Eine spezifisch wachstumshemmende medikamentöse Therapie für kleine Bauchaortenaneurysmen existiert trotz intensiver Forschung (z. B. AARDVARK [9]) bisher nicht. Der Fokus der Bemühungen liegt daher auf der Optimierung des gesamten kardiovaskulären Risikoprofils und damit der sogenannten polyvaskulären Erkrankung. Mit einer polyvaskulären Erkrankung sind relevante Gefäßverkalkungen in mindestens zwei Gefäßregionen gemeint (z. B. periphere arterielle Verschlusskrankheit und Carotisstenose oder koronare Herzkrankheit und Bauchaortenaneurysma etc.).
Verzicht auf körperliche Aktivitäten kann sich negativ auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken
Wesentlich ist die mittlerweile übereinstimmend akzeptierte Feststellung, dass zur Vermeidung der Größenzunahme oder des Einrisses keine relevante körperliche Schonung erforderlich ist. Hierfür gibt es keine einzige Studie. Im Gegenteil ist davon auszugehen, dass die Vermeidung von körperlicher Aktivität einen negativen Einfluss auf die Betroffenen hat.
Lipidsenker.
Die Rolle von Statinen und anderen Lipidsenkern zur Verlangsamung des Aneurysmawachstums ist nicht eindeutig belegt. Während einige Metaanalysen und neuere Leitlinien einen potenziellen direkten Nutzen hinsichtlich einer Verlangsamung des Aneurysmawachstums oder einer Reduktion des Rupturrisikos andeuten [17, 24], sind ältere Leitlinien und weitere Studien zurückhaltender. Die S3-Leitlinie der AWMF (2018) und die SVS-Leitlinien (2018) sehen keinen klaren Beleg für einen Einfluss auf die Wachstumsrate, empfehlen Statine aber zur kardiovaskulären Protektion. Der unbestrittene kardiovaskuläre Gesamtnutzen rechtfertigt daher in der Regel oft ihren Einsatz, da Sekundäranalysen von Studiendaten eine niedrigere Langzeitsterblichkeit nach Versorgung des Bauchaortenaneurysmas unter Statinen zeigten. Es bleibt zu erwähnen, dass die Indikation zur Hochdosis-Statintherapie mit modernen Präparaten bei zahlreichen Nebenerkrankungen (z. B. symptomatische periphere arterielle Verschlusskrankheit: PAVK) bereits gegeben ist und auf hochwertiger Evidenz beruht [15, 22, 25].
Blutdrucksenker.
Eine konsequente Blutdruckkontrolle wird universell zur Vermeidung kardiovaskulärer Ereignisse empfohlen. Ein spezifischer Effekt, wie eine Verlangsamung des Aneurysmawachstums, ist jedoch nicht überzeugend nachgewiesen worden. Die AARDVARK-Studie [9], die Perindopril untersuchte, zeigte keinen Einfluss auf die Wachstumsrate kleiner Bauchaortenaneurysmen. Auch der Propranolol Aneurysm Trial lieferte negative Ergebnisse bezüglich Betablockern. Die SVS-Leitlinie (2018) empfiehlt diese Medikamente daher nicht zur alleinigen Reduktion von Wachstum und Rupturwahrscheinlichkeit, obwohl eine Behandlung der oft gleichzeitig vorliegenden Blutdruckerkrankung überlebenswichtig erscheint [33].
Doxycyclin, Metformin, Makrolide und andere experimentelle Ansätze.
Die S3-Leitlinie der AWMF (2018) rät explizit von der Behandlung kleiner AAAs mit Doxycyclin ab, auch die SVS-Leitlinie (2018) bestätigt, dass eine randomisierte Studie mit niedrig dosiertem Doxycyclin keine Reduktion des Wachstums über 18 Monate nachweisen konnte. Ähnlich verhielt es sich bei anderen Präparaten (z. B. Azithromicin). Mehrere Leitlinien betonten daher den Forschungsbedarf, etwa zum Nutzen von Metformin oder Makroliden.
Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure (ASS).
Die Rolle dieser gerinnungswirksamen Medikamente ist differenzierter zu betrachten [32]. Die S3-Leitlinie der AWMF (2018) empfiehlt Thrombozytenaggregationshemmer bei Vorliegen entsprechender Herz-Kreislauf-Erkrankungen, merkt aber an, dass kein Beweis für einen Einfluss auf die Entstehung oder das Voranschreiten des Bauchaortenaneurysmas vorliegt. Auch die ESC-Leitlinien (2024) bezeichnen die Rolle von gerinnungswirksamen Medikamenten bzw. Antithrombotika als unklar.

Tertiärprävention und Verlaufskontrolle nach invasiver Behandlung des Bauchaortenaneurysmas

Zur Tertiärprävention gehören unter anderem alle Maßnahmen, die nach einer erfolgreichen invasiven Behandlung – sei es mittels endovaskulärer Aneurysmaausschaltung oder offen-gefäßchirurgischer Operation – ergriffen werden. Ziele in diesem späten Abschnitt der Präventivmedizin sind die Sicherung des Langzeiterfolgs des Eingriffs, die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Komplikationen sowie die fortgesetzte Reduktion des allgemeinen kardiovaskulären Risikos der Patient:innen.
Ein zentraler Aspekt ist die Notwendigkeit einer intensiveren und lebenslangen bildgebenden Überwachung nach endovaskulären Verfahren im Vergleich zur offenen Operation. Dies ist auf das im Vergleich erhöhte Risiko von Undichtigkeiten (Endoleckagen), Verrutschen der Prothese (Migration), Materialermüdung und damit einhergehender Aneurysmasackausdehnung nach EVAR zurückzuführen [36]. Die Langzeitergebnisse der großen randomisierten Studien und Registerdaten [23] haben gezeigt, dass ohne adäquate Überwachung und bei Auftreten von Komplikationen die Raten an späten Reinterventionen und aneurysmabedingten Todesfällen nach EVAR im Langzeitverlauf höher sein können.
Die Leitlinien empfehlen daher übereinstimmend eine initiale bildgebende Kontrolle kurz nach dem endovaskulären Eingriff (meist innerhalb des ersten Monats), gefolgt von weiteren Kontrollen nach 6 und/oder 12 Monaten und anschließend in jährlichen Intervallen, sofern keine Komplikationen auftreten.
Obwohl seltener als nach EVAR, können auch nach offener Operation Spätkomplikationen wie Erweiterungen im Bereich der Nahtverbindungen der Gefäßprothese (Anastomosenaneurysma) oder eine Erweiterung angrenzender Aortenabschnitte auftreten, was eine langfristige, wenn auch weniger intensive Überwachung rechtfertigt. Die S3-Leitlinie der AWMF (2018) erwähnt demnach in Übereinstimmung mit mehreren anderen Leitlinien, dass CT-Kontrollen in 5‑Jahres-Abständen nach operativem Aortenersatz erwogen werden können.
Die Arzneimitteltherapie soll die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessern und z. B. Herzinfarkte verhindern
Die medikamentöse Tertiärprävention zielt weiterhin primär auf die Reduktion des allgemeinen kardiovaskulären Risikos ab, da die zugrunde liegende Atherosklerose auch nach erfolgreicher Aneurysmareparatur fortbesteht. Es besteht ein starker Konsens, dass Patienten nach invasiver Behandlung Lipidsenker (Statine) zur Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse und zur Verbesserung der Langzeitprognose erhalten sollten.
Die Einnahme von Thrombozytenaggregationshemmern, also Medikamenten, die die Verklumpung von Blutplättchen verhindern, gehört heute zur Standardtherapie bei vielen Patient:innen mit Bauchaortenaneurysma, vor allem nach einer Gefäßrekonstruktion.
Die Entscheidung, ob und welches Medikament eingesetzt wird, hängt jedoch immer vom Einzelfall ab, insbesondere davon, wie hoch das Risiko ist, dass ein eingesetztes Gefäßimplantat oder eine rekonstruierte Gefäßstrecke wieder verstopft.
Die wissenschaftliche Evidenz für diese Medikamente ist gut, wenn es darum geht, die Durchgängigkeit der Gefäße zu sichern. Für einen direkten Einfluss auf das Aneurysmawachstum selbst ist die Datenlage allerdings weniger eindeutig (Abb. 2).
Abb. 2
Das Bauchaortenaneurysma und seine komplementäre Behandlung vereinfacht illustriert. Ab 3,0 cm spricht man im klinischen Sprachgebrauch von einem Bauchaortenaneurysma, wobei die Aorta auch die Brusthöhle (Brustaorta) einschließt und häufig die Beckengefäße mitbetroffen sind. Ab etwa 5,0 cm bei Frauen und 5,5 cm bei Männern besteht eine leitliniengerechte Indikation zur invasiven Therapie mit operativen oder endovaskulären Techniken
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Diskussion

Die Behandlung von Menschen mit krankhaften (aneurysmatischen) Aussackungen der Bauchschlagader stellt seit vielen Jahrzehnten einen zentralen Anteil der gefäßchirurgischen Alltagspraxis dar, obwohl die Häufigkeit dieser Erkrankung deutlich zurückgegangen ist. Ursachen für die nachlassende Häufigkeit liegen unter anderem in der besseren kardiovaskulären Risikooptimierung, aber auch im Rückgang des globalen Nikotinkonsums.
Die stationäre Behandlung und insbesondere die invasive Ausschaltung mit endovaskulären und operativen Verfahren findet aktuell an etwa 500 Krankenhäusern in Deutschland statt. Etwa 200 davon sind an das Qualitätsregister der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e. V. (DGG) angeschlossen und betreiben hierüber eine konsequente Qualitätsentwicklung [4, 5, 7, 8, 31]. Das Rückgrat der Behandlung vor und nach jeder invasiven Therapie bildet allerdings der ambulante Gesundheitssektor mit Haus- und Fachärzt:innen.
Aufgrund der Bedeutung und Verbreitung der systemischen Atherosklerose, die in vielen Fällen für die Entstehung des Bauchaortenaneurysmas verantwortlich gemacht wird, profitieren Betroffene besonders von einer umfassenden Beratung, optimalen Arzneimitteltherapie und Risikooptimierung.
Das Rückgrat der Behandlung von Menschen mit Bauchaortenaneurysma bilden die Haus- und Fachärzt:innen
Nicht selten existiert gleichzeitig eine Verengung der hirnversorgenden Gefäße (Arteria carotis) oder der Becken- und Beingefäße (periphere arterielle Verschlusskrankheit, PAVK), die in diesen Fällen ebenfalls eine gefäßmedizinische Abklärung und Therapie erfordern.
Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass dieses wichtige Fundament der Behandlung von Gefäßkrankheiten in Deutschland bisher nicht optimal funktioniert, was vielschichtige Ursachen hat [2, 10, 16, 20, 2729]. Dieser Umstand gibt zudem Anlass zur Diskussion darüber, ob eine einmalige Screeninguntersuchung mit 65 Jahren ausreichend ist, oder ob die Untersuchung regelmäßig als Kassenleistung durchgeführt werden sollte.
Auch wenn der Einfluss der optimalen Arzneimitteltherapie auf das Wachstum von Bauchaortenaneurysmen in hochwertigen Studien nicht endgültig geklärt wurde, steht deren Nutzen für die Entwicklung anderer Herz-Kreislauf-Erkrankungen außer Frage. Die Kombination von Blutdrucksenkern, gerinnungswirksamen Medikamenten und Lipidsenkern gilt daher als allgemein anerkannte Mindestmedikation, wobei die Auswahl der Präparate letztendlich in der Verantwortung der behandelnden Ärzt:innen liegt.
Ob eine bestimmte Ernährung das Risiko für die Entstehung eines Aneurysmas senken oder dessen Wachstum bremsen kann, ist bislang nicht eindeutig wissenschaftlich belegt. Die meisten Studien liefern hierzu keine klaren Aussagen. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass eine gesunde, ausgewogene Ernährung, insbesondere die sogenannte mediterrane Kost mit viel Gemüse, Fisch, Olivenöl und einem maßvollen Verzehr ungesalzener Nüsse, langfristig positive Effekte auf die Gefäßgesundheit haben könnte [1, 37].
Weil es zu manchen Themen rund um das Bauchaortenaneurysma nur wenige Studien oder schwache Leitlinienempfehlungen gibt, konnten sich in der Praxis bislang teils überholte Meinungen und Irrtümer halten.
Ein besonders hartnäckiger Mythos ist, dass Menschen mit Aneurysma sich körperlich schonen und Bewegung vermeiden sollten.
Tatsächlich gibt es keine einzige Studie, die das belegt. Im Gegenteil: Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität der Herz-Kreislauf-Gesundheit nachweislich guttut, auch bei bestehendem Aneurysma. Bewegung kann also ein wichtiger Bestandteil der Therapie sein, selbstverständlich angepasst an die individuelle Situation [36].

Fazit für die Praxis

  • Die krankhafte Aussackung der Bauchaorta (Bauchaortenaneurysma) ist insgesamt selten und betrifft etwa 1–2 % der alternden Männer und weniger als 0,5 % der gleichaltrigen Frauen
  • Zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung des Bauchaortenaneurysmas gehören das fortgeschrittene Lebensalter, Rauchen, männliches Geschlecht, positive Familienanamnese und das Vorliegen einer Atherosklerose mit ihren typischen Risikofaktoren
  • In Deutschland existiert ein risikobasiertes Ultraschallscreening für Männer ab 65 Jahren, das gemeinsam mit einer evidenzbasierten Beratung einmalig als Kassenleistung angeboten werden kann
  • Wichtigste Säule der Sekundär- und Tertiärprävention bei Menschen mit Bauchaortenaneurysma ist die konsequente Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren, darunter vor allem die Rauchentwöhnung und die Behandlung von Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck
  • Hinsichtlich der langfristigen Verlaufskontrolle nach invasiver Behandlung des Bauchaortenaneurysmas werden heute bildgebende Verlaufskontrollen in unterschiedlichen Intervallen empfohlen, wobei die höhere Rate an Undichtigkeiten und erneuten Interventionen kürzere jährliche Verlaufskontrollen nach EVAR rechtfertigen

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

C.-A. Behrendt, M. Trenner, A. Busch, U. Rother, B. Dorweiler, F. Adili, I. Hinterseher, M. Pfeiffer, M. Pfeiffer-Krahl und A. Larena-Avellaneda geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://​creativecommons.​org/​licenses/​by/​4.​0/​deed.​de.

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Titel
Empfehlungen zur Prävention und Risikooptimierung beim Bauchaortenaneurysma: eine evidenzbasierte und laienverständliche Informationsbroschüre
Verfasst von
PD Dr. med. Christian-Alexander Behrendt
Matthias Trenner
Albert Busch
Ulrich Rother
Bernhard Dorweiler
Farzin Adili
Irene Hinterseher
Manfred Pfeiffer
Mechthild Pfeiffer-Krahl
Axel Larena-Avellaneda
Publikationsdatum
22.08.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Gefässchirurgie / Ausgabe 8/2025
Print ISSN: 0948-7034
Elektronische ISSN: 1434-3932
DOI
https://doi.org/10.1007/s00772-025-01244-7
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