Skip to main content
main-content

08.04.2019 | Beatmungsmedizin, inhalative Medizin | Originalien | Ausgabe 10/2019

Der Nervenarzt 10/2019

Beatmung in neurologischen Organisationseinheiten in Deutschland

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 10/2019
Autoren:
Dr. Martin Groß, Prof. Dr. med. Marcus Pohl, Dr. med. Oliver Summ, Prof. Dr. med. Peter Young, PD Dr. med. Martin Winterholler, Anette Weigel, Prof. Dr. med. Rainer Röhrig
Wichtige Hinweise
M. Groß, O. Summer, P. Young, M. Winterholler, A. Weigel haben diesen Beitrag für die Sektion „Neurologie und Neurorehabilitation“ der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für außerklinische Beatmung e.V. (DIGAB) verfasst.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Beatmung neurologischer Patienten umfasst die Beatmung akut intensivpflichtiger neurologischer Patienten, das Weaning, die neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation beatmeter Patienten und die außerklinische Beatmung neurologischer Patienten. Im letzten Jahrzehnt ist es in der Neurologie in Deutschland zu einem starken Ausbau der Bettenkapazitäten insbesondere in den Bereichen des Weanings und der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation beatmeter Patienten gekommen.
Die genauen Strukturen in den Bereichen Bettenkapazität, apparative Ausstattung, Personal und Qualifikation, Behandlungsmethoden und -konzepte sind nicht bekannt.

Ziel der Arbeit (Fragestellung)

Ziel dieser Umfrage war eine detaillierte Erhebung von Kennzahlen bezüglich der Strukturen der Einheiten, die beatmete neurologische Patienten behandeln, hinsichtlich Bettenkapazität, apparativer Ausstattung, Personal und Qualifikation sowie Behandlungsmethoden und -konzepte.

Material und Methoden

Es wurde eine Onlineumfrage mit 48 Fragen zu Art und Größe der Einrichtungen, strukturellen Kriterien, apparativer und personeller Ausstattung entwickelt, die von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für außerklinische Beatmung e.V. (DIGAB) und der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation e.V. (DGNR) unterstützt wurde.

Ergebnisse

An der Onlinebefragung nahmen 63 Einrichtungen, die insgesamt 687 neurologische Beatmungsbetten führten, teil. In den meisten Organisationseinheiten wurden umfangreiche Strukturen in den Bereichen apparative Ausstattung, Personal und Qualifikation, Behandlungsmethoden und -konzepte vorgehalten. Bis auf die neurophysiologische Elektrophysiologie war keine apparative Methode durchgängig verfügbar. 49 % (n = 27/55) der Einrichtungen führten Einstellungen einer außerklinischen Beatmung, 18 % (n = 18/55) stationäre Kontrollen einer außerklinischen Beatmung, 9 % (n = 5/55) ambulante Kontrollen einer außerklinischen Beatmung bzw. eine Beatmungssprechstunde und 18 % (n = 10/55) ein Auslesen von Heimbeatmungsgerätedaten durch.

Diskussion

Einheiten, auf denen die Beatmung neurologischer Patienten stattfindet, verfügen in Deutschland über eine hohe Bettenkapazität. Die Uneinheitlichkeit der Strukturmerkmale in den befragten Einheiten spricht allerdings für die Erfordernis eines Konsenses über die für die Behandlung der oft komplex und schwer erkrankten neurologischen Beatmungspatienten erforderlichen Strukturmerkmale. Die Versorgung außerklinisch beatmeter Patienten, auch im Hinblick auf ein eventuell im Langzeitverlauf ihrer Erkrankung doch noch mögliches Weaning, ist von diesem Erfordernis in besonderem Ausmaß betroffen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de. Zusätzlich können Sie eine Zeitschrift Ihrer Wahl in gedruckter Form beziehen – ohne Aufpreis.

Jetzt e.Med bestellen und 100 € sparen!

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 10/2019

Der Nervenarzt 10/2019 Zur Ausgabe

Einführung zum Thema

Update Schlaganfall

  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Der Nervenarzt 12x pro Jahr für insgesamt 418 € im Inland (Abonnementpreis 383 € plus Versandkosten 35 €) bzw. 458 € im Ausland (Abonnementpreis 383 € plus Versandkosten 75 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 34,83€ im Inland bzw. 38,17€ im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 3. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inklusive dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.
     

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com
     

  2. Das kostenlose Testabonnement läuft nach 14 Tagen automatisch und formlos aus. Dieses Abonnement kann nur einmal getestet werden.

  3. Sie können e.Med Neurologie & Psychiatrie 14 Tage kostenlos testen (keine Print-Zeitschrift enthalten). Der Test läuft automatisch und formlos aus. Es kann nur einmal getestet werden.

  4. Sie können e.Med Neurologie 14 Tage kostenlos testen (keine Print-Zeitschrift enthalten). Der Test läuft automatisch und formlos aus. Es kann nur einmal getestet werden.

  5. Sie können e.Med Psychiatrie 14 Tage kostenlos testen (keine Print-Zeitschrift enthalten). Der Test läuft automatisch und formlos aus. Es kann nur einmal getestet werden.

Passend zum Thema

ANZEIGE

COPD und nicht-invasive Behandlungsmethoden

Nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden wie die nicht-invasive Beatmung (NIV) können die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität von COPD-Patienten erheblich verbessern und das Sterberisiko senken. Die NIV-Therapie zur Behandlung von fortgeschrittener COPD hat Eingang in die neuen S2k-Leitlinien zur COPD-Therapie gefunden.

ANZEIGE

Nicht-invasive Beatmung toppt alleinige Sauerstofftherapie

Die in Großbritannien durchgeführte HOT-HMV-Studie ist die erste multizentrische, kontrolliert-randomisierte Studie, die aufzeigt, dass eine häusliche, nicht-invasive Beatmung in Kombination mit Langzeit-Sauerstofftherapie bei Patienten mit schwerer COPD das Risiko einer Rehospitalisierung oder Mortalität signifikant reduziert.

ANZEIGE

„Man hat eine Therapie an der Hand, die jetzt wissenschaftlich nachgewiesen Leben retten kann“

Professor Carl-Peter Criée von der Deutschen Atemwegsliga zur Studie nach Köhnlein et al. über die Behandlung von Patienten mit COPD im fortgeschrittenen Stadium mit nicht-invasiver Beatmung.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Akutes Atemnotsyndrom (ARDS) – Herausforderung bei Diagnose und Behandlung

Trotz der Fortschritte in Diagnose und Behandlung wird ARDS weltweit noch immer zu selten erkannt und ist mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden. Die Diagnose hängt allein von klinischen Kriterien ab, was die Behandlung von ARDS zu einer großen Herausforderung macht. 

ANZEIGE

Rechtzeitige Erkennung & optimale Therapie von ARDS

Nur 60 % aller ARDS-Fälle werden heutzutage diagnostiziert, aber fast ein Viertel aller Beatmungspatienten sind betroffen. Die Mortalität ist nach wie vor hoch. Trotz der Fortschritte in Diagnose und Behandlung stellt ARDS eine hohe Belastung für Patienten, Arzt und die Gesundheitskosten dar.

ANZEIGE

Aktuelle Behandlungsstrategien für Patienten mit ARDS

„Therapie der Ursache und dafür sorgen, dass sich die Lunge erholen kann“ ist die Maxime bei der Behandlung von ARDS-Patienten, so Prof. Dr. Lepper vom Universitätsklinikum des Saarlandes im Interview. Aber nur für wenige Therapien ist der Vorteil für den Patienten nachgewiesen.

Bildnachweise