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01.04.2009 | Originalien | Ausgabe 4/2009

Der Hautarzt 4/2009

Bedeutung des atopischen Ekzems in der ambulanten medizinischen Versorgung

Eine Sekundärdatenanalyse

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 4/2009
Autoren:
MPH Dr. J. Schmitt, N.M. Schmitt, W. Kirch, M. Meurer

Zusammenfassung

Hintergrund

Es liegen keine Daten zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen durch Kinder und Erwachsene aufgrund des atopischen Ekzems (AE) und nur eingeschränkte Daten zur Epidemiologie des AE im Erwachsenenalter vor.

Methodik

Basierend auf einer Vollerhebung ärztlicher Leistungs- und Diagnosedaten der KV Sachsen und der AOK Sachsen (2,1 Mio. Versicherte; Zeitraum 2003 und 2004) erfolgt die Darstellung der Bedeutung des AE im ambulanten Versorgungsalltag anhand des Anteils an Patienten, die aufgrund des AE in Behandlung waren. Alters- und geschlechtsstratifizierte Inanspruchnahmeprävalenzen des AE wurden anhand des Anteils an AOK-Versicherten, die im Untersuchungszeitraum mindestens 2-malig aufgrund der Diagnose AE (ICD-10 L20) in Behandlung waren, abgeschätzt.

Ergebnisse

Bei Kindern und Jugendlichen war das AE bei 15,6% aller Patienten mindestens 1-mal Behandlungsanlass und damit die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung überhaupt. Die Inanspruchnahmeprävalenz des AE betrug bei 1-Jährigen 22,8%, bei Jugendlichen etwa 8% und bei Erwachsenen 2–4%.

Schlussfolgerung

Das AE ist bei Kindern und Jugendlichen von überragender Bedeutung für die ambulante medizinische Versorgung und hat auch bei Erwachsenen eine fächerübergreifende Relevanz. Trotz der höheren Inanspruchnahmeprävalenz bei Kindern und Jugendlichen handelt es sich bei etwa 60% aller Patienten mit AE um Erwachsene.

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