Skip to main content

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

51. Begutachtung

verfasst von : F. Schneider, S. Weber-Papen

Erschienen in: Facharztwissen Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Zusammenfassung

Psychiatrische Begutachtungen ergeben sich aus Fragestellungen v. a. im Zivil-, Straf- oder Sozialrecht. Fragestellungen im Zivilrecht betreffen z. B. die Geschäftsfähigkeit, das Betreuungsrecht oder die Einwilligungsfähigkeit. Im Strafrecht ist die Einschätzung der Schuldfähigkeit eine häufige Fragestellung. Die Anordnung einer Maßregel der Besserung und Sicherung, Lockerungsentscheidungen sowie Aussetzungen oder Entlassungen im Maßregel- und Strafvollzug sind abhängig von der weiterhin bestehenden Gefährlichkeit des Betroffenen und erfordern Gutachten zur Gefährlichkeitsprognose. Die Beurteilung von Funktionsbeeinträchtigungen und Kausalitäten im Sozialrecht stellt die Grundlage für Renten- und Entschädigungsleistungen dar. Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie werden zuweilen als Sachverständige beauftragt, zu den Indikationsvoraussetzungen eines Schwangerschaftsabbruchs im Einzelfall Stellung zu nehmen oder zur Fahrtüchtigkeit bzw. Fahreignung, zur Glaubwürdigkeit oder in Verfahren des Transsexuellengesetzes ein Gutachten zu erstatten.
Literatur
Zurück zum Zitat Dittmann V (1998) Die schweizerische Fachkommission zur Beurteilung »gemeingefährlicher« Straftäter. In: Müller-Isberner R, Gonzales-Cabeza S (Hrsg) Forensische Psychiatrie – Schuldfähigkeit – Kriminaltherapie – Kriminalprognose. Forum-Verlag, Mönchengladbach, S 173–183 Dittmann V (1998) Die schweizerische Fachkommission zur Beurteilung »gemeingefährlicher« Straftäter. In: Müller-Isberner R, Gonzales-Cabeza S (Hrsg) Forensische Psychiatrie – Schuldfähigkeit – Kriminaltherapie – Kriminalprognose. Forum-Verlag, Mönchengladbach, S 173–183
Zurück zum Zitat Douglas KS, Hart SD, Webster CD, Belfrage H (2013) HCR-20 V3. Assessing Risk for Violence (Version 3). Hogrefe Testzentrale, Göttingen Douglas KS, Hart SD, Webster CD, Belfrage H (2013) HCR-20 V3. Assessing Risk for Violence (Version 3). Hogrefe Testzentrale, Göttingen
Zurück zum Zitat Dreßing H, Habermeyer E (Hrsg), begründet von Venzlaff U, Foerster K (2015) Psychiatrische Begutachtung. Ein praktisches Handbuch für Ärzte und Juristen. Urban & Fischer, München Dreßing H, Habermeyer E (Hrsg), begründet von Venzlaff U, Foerster K (2015) Psychiatrische Begutachtung. Ein praktisches Handbuch für Ärzte und Juristen. Urban & Fischer, München
Zurück zum Zitat Foerster K, Bork S, Kaiser V, Grobe T, Tegenthoff M, Weise H, Badke A, Schreinicke G, Lübcke J (2007) Vorschläge zur MdE-Einschätzung bei psychoreaktiven Störungen in der gesetzlichen Unfallversicherung. MedSach 103: 52–56 Foerster K, Bork S, Kaiser V, Grobe T, Tegenthoff M, Weise H, Badke A, Schreinicke G, Lübcke J (2007) Vorschläge zur MdE-Einschätzung bei psychoreaktiven Störungen in der gesetzlichen Unfallversicherung. MedSach 103: 52–56
Zurück zum Zitat Häßler F, Kinze W, Nedopil N (Hrsg) (2014) Praxishandbuch Forensische Psychiatrie: Grundlagen, Begutachtung, Interventionen im Erwachsenen-, Jugendlichen- und Kindesalter. MWV, Berlin Häßler F, Kinze W, Nedopil N (Hrsg) (2014) Praxishandbuch Forensische Psychiatrie: Grundlagen, Begutachtung, Interventionen im Erwachsenen-, Jugendlichen- und Kindesalter. MWV, Berlin
Zurück zum Zitat Hanson RK, Harris AJR (2000) Where should we intervene? Dynamic predictors of sexual offense recidivism. Crim Justice Behav 27: 6–35CrossRef Hanson RK, Harris AJR (2000) Where should we intervene? Dynamic predictors of sexual offense recidivism. Crim Justice Behav 27: 6–35CrossRef
Zurück zum Zitat Hanson RK, Thornton D (1999) Static 99: Improving actuarial risk assessments for sex offenders. Department of the Solicitor General of Canada, Ottawa Hanson RK, Thornton D (1999) Static 99: Improving actuarial risk assessments for sex offenders. Department of the Solicitor General of Canada, Ottawa
Zurück zum Zitat Hare RD (2005) Hare Psychopathy Checklist Revised 2nd edition. PCL-R. Hogrefe Testzentrale, Göttingen Hare RD (2005) Hare Psychopathy Checklist Revised 2nd edition. PCL-R. Hogrefe Testzentrale, Göttingen
Zurück zum Zitat Helmchen H, Lauter H (1995) Dürfen Ärzte an Demenzkranken forschen? Thieme, Stuttgart Helmchen H, Lauter H (1995) Dürfen Ärzte an Demenzkranken forschen? Thieme, Stuttgart
Zurück zum Zitat Kröber H-L (1998) Psychiatrische Kriterien zur Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit. Rechtsmedizin 8: 41–46CrossRef Kröber H-L (1998) Psychiatrische Kriterien zur Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit. Rechtsmedizin 8: 41–46CrossRef
Zurück zum Zitat Nedopil N, Müller JL (2012) Forensische Psychiatrie. Klinik, Begutachtung und Behandlung zwischen Psychiatrie und Recht. Thieme, Stuttgart Nedopil N, Müller JL (2012) Forensische Psychiatrie. Klinik, Begutachtung und Behandlung zwischen Psychiatrie und Recht. Thieme, Stuttgart
Zurück zum Zitat Nedopil N, Krupinski M (2017) Beispiel-Gutachten aus der Forensischen Psychiatrie. Thieme, Stuttgart Nedopil N, Krupinski M (2017) Beispiel-Gutachten aus der Forensischen Psychiatrie. Thieme, Stuttgart
Zurück zum Zitat Rettenberger M, von Franqué F (Hrsg) (2013) Handbuch kriminalprognostischer Verfahren. Hogrefe, Göttingen Rettenberger M, von Franqué F (Hrsg) (2013) Handbuch kriminalprognostischer Verfahren. Hogrefe, Göttingen
Zurück zum Zitat Schneider F, Frister H, Olzen D (2015) Begutachtung psychischer Störungen. Springer, Berlin HeidelbergCrossRef Schneider F, Frister H, Olzen D (2015) Begutachtung psychischer Störungen. Springer, Berlin HeidelbergCrossRef
Zurück zum Zitat Steller M, Wellershaus P, Wolf T (1992) Realkennzeichen in Kinderaussagen: Empirische Grundlagen der kriterienorientierten Aussageanalyse. Z Exper Angew Psychol 39: 151–170 Steller M, Wellershaus P, Wolf T (1992) Realkennzeichen in Kinderaussagen: Empirische Grundlagen der kriterienorientierten Aussageanalyse. Z Exper Angew Psychol 39: 151–170
Zurück zum Zitat Winckler P, Foerster K (1996) Zum Problem der »zumutbaren Willensanspannung« in der sozialmedizinischen Begutachtung. Med Sach 92: 120–124 Winckler P, Foerster K (1996) Zum Problem der »zumutbaren Willensanspannung« in der sozialmedizinischen Begutachtung. Med Sach 92: 120–124
Zurück zum Zitat Zimmermann P, Fimm B (2012) Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) Version 2.3. Psytest, Herzogenrath Zimmermann P, Fimm B (2012) Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) Version 2.3. Psytest, Herzogenrath
Metadaten
Titel
Begutachtung Begutachtung
verfasst von
F. Schneider
S. Weber-Papen
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-50345-4_51

Bipolarstörung: FEST so gut wie SEKT

20.06.2024 Bipolare Störung Nachrichten

Eine strukturierte Verhaltenstherapie (SEKT) und eine supportive, emotionenfokussierte Behandlung (FEST) können Rückfälle bei Bipolarstörung ähnlich gut vermeiden. Die FEST scheint aber bei Bipolar-2-Störungen deutlich besser zu wirken.

„Brustkrebs trifft die ganze Familie wie ein Erdbeben“

20.06.2024 Senologiekongress 2024 Kongressbericht

Die Diagnose, Therapie und die Nebenwirkungen einer Brustkrebserkrankung seien beziehungsrelevant und würden das gesamte Netzwerk betreffen, so Prof. Dietmar Richter, Freiburg/i.B., auf dem Senologiekongress 2024. Deshalb fordert er, neben den Belangen der Betroffenen auch die der Kinder sowie die Probleme in der Partnerschaft im Blick zu haben.

Schützt Semaglutid vor Alkoholmissbrauch?

20.06.2024 Adipositas Nachrichten

Unter einer Therapie mit Semaglutid könnte das Verlangen nach Alkohol sinken, wie die Ergebnisse einer Kohortenstudie aus den USA andeuten. Bevor man jedoch den Off-Label-Einsatz bei Suchtkranken erwägt, müssen die Ergebnisse in randomisierten Studien bestätigt werden.

Isotretinoin-Therapie kann in seltenen Fällen Albträume hervorrufen

13.06.2024 Akne Nachrichten

Isotretinoin ist zwar eine hochwirksame Behandlung bei Akne, wird aber mit einer Reihe potenzieller neuropsychiatrischer Nebenwirkungen, einschließlich Stimmungsschwankungen, in Verbindung gebracht. Dermatologen aus den USA berichten aktuell auch von Albträumen, die ihre Patientinnen erlebten.