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13.09.2017 | Originalien | Ausgabe 1/2018 Open Access

Der Chirurg 1/2018

Behandlung retroperitonealer Sarkome in Deutschland

Eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Deutschen Interdisziplinären Studiengruppe Sarkome und der Patientenorganisation Das Lebenshaus

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 1/2018
Autoren:
PD Dr. J. Jakob, A. Gerres, U. Ronellenfitsch, L. Pilz, M. Wartenberg, B. Kasper, H.‑R. Raab, P. Hohenberger
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00104-017-0504-2) enthält den Umfragebogen inkl. Auswertung. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​der-chirurg zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.

Zusammenfassung

Einleitung

Retroperitoneale Sarkome sind seltene bösartige Tumore. In Deutschland existieren keine zentralisierte Behandlung und keine nationale Behandlungsleitlinie für retroperitoneale Sarkome. Ziel dieser Studie ist die Erfassung der primären Diagnostik und Therapie von retroperitonealen Sarkomen in Deutschland durch eine Onlineumfrage.

Methodik

Durchführung einer Umfrage an allen chirurgischen Abteilungen der Universitätskliniken und Krankenhäusern der Maximal- und Regelversorgung (n = 976). Erfragt wurden Bildgebung, Biopsie, multimodale Therapie und operative Verfahren. Es handelte sich um eine plattformgestützte Onlineumfrage.

Ergebnisse

Die Rücklaufquote betrug 20 %. Lediglich 11 der antwortenden Kliniken behandeln mehr als 10 Patienten im Jahr. Zur Diagnostik werden generell Schnittbildverfahren eingesetzt, ein Ausschluss von pulmonalen Metastasen erfolgt in 96 % der Kliniken durch eine Computertomographie. In 54 % der Abteilungen wird vor einer Resektion regelhaft eine Tumorbiopsie durchgeführt. Das hauptsächlich eingesetzte Resektionsverfahren stellt die retroperitoneale Kompartmentresektion mit 85 % dar. Eine systematische Lymphadenektomie erfolgt in 40 % der Abteilungen. Eine perioperative Strahlen- oder Chemotherapie wird in 27 % bzw. 22 % der Kliniken regelhaft durchgeführt. 84 % würden die Durchführung eines Workshops über die Diagnostik und Therapie von Weichgewebesarkomen begrüßen.

Schlussfolgerung

Es zeigt sich in Diagnostik und Therapie kein einheitliches Vorgehen bei retroperitonealen Sarkomen, was an der niedrigen Inzidenzrate und Behandlungsfrequenz sowie dem Fehlen einer nationalen S3-Leitlinie liegen könnte.

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