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01.03.2012 | Originalien | Ausgabe 3/2012

Der Unfallchirurg 3/2012

Behandlungsergebnisse nach zementierter Hemiprothese zur Versorgung instabiler pertrochantärer Femurfrakturen alter Patienten

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 3/2012
Autoren:
Dr. S. Grote, F. Stegmeyer, V. Bogner, P. Biberthaler, W. Mutschler

Zusammenfassung

Hintergrund

Die optimale Versorgungsstrategie instabiler pertrochantärer Femurfrakturen im Kollektiv der alten Patienten ist Bestandteil der aktuellen Diskussion.

Patienten und Methoden

Erfasst wurden von 2003 bis 2009 im eigenen Patientenkollektiv demographische Daten, der Zeitpunkt der ersten Vollbelastung, Komplikationen und die postoperative Mobilität.

Ergebnisse

Die Einschlusskriterien erfüllten 91 Patienten (Alter 87,7±6,8 Jahre). Es lagen in 89% der Fälle 31A2.X-Frakturen vor. Drei Revisionseingriffe, darunter eine septische Prothesenlockerung und 2 Hämatomausräumungen, wurden durchgeführt. Die 30-Tages-Mortalität betrug 5,5%. Eine Vollbelastung war im Durchschnitt nach 3,5 Tagen möglich. Die Elektrolytentgleisung, das postoperative Durchgangssyndrom und die Harnwegsinfektion stellten die 3 häufigsten allgemeinen Komplikation mit über 30% dar.

Schlussfolgerung

Die zementierte hemiprothetische Versorgung instabiler pertrochantärer Femurfrakturen alter Patienten kann ohne Nachteile hinsichtlich der Mortalität und mit sehr rascher Mobilisierung durchgeführt werden. Die Behandlungsergebnisse der primär prothetischen Versorgung, insbesondere die schnelle Vollbelastung sowie die geringe Anzahl von Revisionsoperationen lassen die zementierte Hemiprothese als Alternative zur Osteosynthese zu.

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